Sehr geehrte Geschäftsleitung von Amazon….

….. dass Sie jetzt die Zusammenarbeit mit der Leiharbeitsfirma und diesen dubiosen Sicherheitsdienst beendet haben, ist ja wohl das mindeste.

Jetzt sorgen Sie endlich für vernünftige Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter….
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Amazon glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass diese Erklärung bei Facebook ausreicht:

Amazon nimmt die Vorwürfe bezüglich der Situation im Seepark Ost während der Weihnachtszeit sehr ernst.

Amazon ist verantwortlich dafür, dass alle Beschäftigten unserer Logistikzentren jederzeit sicher sind und mit Respekt und Würde behandelt werden. Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte bei unseren Zeitarbeitskräften verantwortlich war, zu gewährleisten. Aus diesem Grund beenden wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen. Den Einsatz des kritisierten Sicherheitsdienstes hatten wir bereits beendet.

Weitere Informationen zu Amazons Logistikzentren einschließlich Löhnen finden Sie unter www.amazon.de/logistikzentren.

Hier noch mal die ARD Doku, die die ganze Sauerei aufgedeckt hat:

Hier gibt es eine Online-Petition um Amazon weiter unter Druck zu setzten
Amazon Deutschland: Verbessern Sie die Arbeitsbedingungen Ihrer Leiharbeiter – hier geht es weiter

weitere Infos über die Arbeitsbedingungen bei Amazon: hier weiter netzschauen

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Die CDU und geplante Geschenke für Zeitarbeitsfirmen

Es war ein klares Urteil. Das BAG hatte letztes Jahr festgestellt, dass die christliche Gewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig ist. Sie haben mit den Zeitarbeitsfirmen Gefälligkeitstarifverträge abgeschlossen und somit die Löhne noch weiter nach unten gedrückt.
Nach dem Urteil gegen die CGZP müssen sie nun nachträglich Löhne und Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wenn diese eingefordert werden. Davor will der Wirtschaftsflügel der Union sie bewahren und ihrer Klientel ein schönes Weihnachtsgeschenk bescheren.weiterlesen
 Das Geschenk nennt sich:  Amnestie für Zeitarbeitsfirmen.

Das konnten die betroffenen Arbeitgeber doch nicht wissen, hörte man innerhalb der Union., dass das BAG so urteilen würde………..

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CDU Wirtschaftsflügel will Zeitarbeitsfirmen froh bescheren

Es war ein klares Urteil. Das BAG hatte letztes Jahr festgestellt, dass die christliche Gewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig ist. Sie haben mit den Zeitarbeitsfirmen Gefälligkeitstarifverträge abgeschlossen und somit die Löhne noch weiter nach unten gedrückt.
Nach dem Urteil gegen die CGZP müssen sie nun nachträglich Löhne und Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wenn diese eingefordert werden. Davor will der Wirtschaftsflügel der Union sie bewahren und ihrer Klientel ein schönes Weihnachtsgeschenk bescheren.  Das Geschenk nennt sich:  Amnestie für Zeitarbeitsfirmen.

Das konnten die betroffenen Arbeitgeber doch nicht wissen, hörte man innerhalb der Union., dass das BAG so urteilen würde.

Unternehmen dürften nicht „dafür bestraft werden, dass sie Tarifverträge eingehalten haben“, zitiert die Frankfurter Rundschau den stellvertretenden Vorsitzenden der Unions-Fraktion, Michael Fuchs.
Dem widerspricht der Peter Schüren, Arbeitsrechtsprofessor an der Uni Münster. Dass die CGZP nach deutscher Rechtsprechung keine Gewerkschaft sei, hätten die Unternehmen schon vor Jahren erkennen können. Schließlich habe die Organisation offensichtlich Tarifverträge nach Wunsch der Arbeitgeber abgeschlossen.

Quelle:  Leiharbeit fair gestalten

Schöne Bescherung!
Vor allem ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Arbeitnehmer, die durch solch eine Amnestie verlieren würden.
Arbeiteber und Scheingewerkschaften, die Hand in Hand das Niedriglohndelta noch weiter nach unten drücken gehören vom Markt..

Ein weiteres Problem. Um Lohnkosten unten zu halten haben Unternehmen längst ein neues Virus verbreitet.
Virus Werkvertrag

Frohe Weihnachten

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Gemeinschaftsartikel: Virus Werkvertrag

Also ich bin froh, dass mein Kumpel Bertram, Rabe wieder in der Netzschau etwas mitmischen wird. Beruflich war er wegen einer aufwendigen Weiterbildung zeitlich sehr eingeschränkt. Leider wird sich daran auch nicht viel ändern. Beruf geht nunmal vor Bloggen. Ist halt so!

Wir eine Art Gemeinschaftsartikel geschrieben. Den Text hat Bertam geschrieben und ich habe im Text die Links gesetzt.

Das war mal eine schöne und angenehme Arbeitsteilung 😉

Hier unser Artikel im Wirtschaftsblog: Virus Werkvertrag

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Wachstum mit Leiharbeit

Beschäftigungszuwachs 2010 zu großen Teilen von Zeitarbeit getragen

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.270 vom 19.07.2011

WIESBADEN – Die Zahl der atypisch Beschäftigten stieg im Jahr 2010 auf 7,84 Millionen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhte sie sich nach Ergebnissen des Mikrozensus gegenüber 2009 um 243 000 Personen. Die Zahl der abhängig Beschäftigten insgesamt nahm zwischen 2009 und 2010 um 322 000 auf 30,90 Millionen zu. Damit trug die atypische Beschäftigung gut 75% zum Gesamtwachstum der Zahl abhängig Beschäftigter zwischen 2009 und 2010 bei. Die Zunahme atypischer Beschäftigung ist wiederum hauptsächlich auf den Zuwachs von Personen in Zeitarbeitsverhältnissen zurückzuführen: Ihre Zahl wuchs von 2009 bis 2010 um 182 000. Damit trug die Zeitarbeit allein zu deutlich mehr als der Hälfte (57%) des gesamten Beschäftigungsanstieges bei und erreichte 2010 mit 742 000 einen neuen Höchststand.  weiterlesen

Die Mitteilung zeigt, dass der sog. Beschäftigungsboom, großteils durch „kostengünstige“ Leiharbeit erzielt wurde.

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blognetz-onlineArtikel aus dem Netzwerk zum Thema Aufschwung

von Martha Brauch: Aufschwung durch Erpressung?


 

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Leiharbeit: Lohndrücker müssen vom Markt verschwinden

Ein klares Urteil: Die christliche Gewerkschaft CGZP ist nicht tariffähig. Gestern wurde das BAG-Urteil vom Dezember letzten Jahres begründet. Beschäftigte und Sozialversicherungsträger können nun Milliarden nachfordern. Die Arbeitgeberverbände fürchten nun Pleiten.

„Das BAG hat mit seiner Entscheidung die Grundlage dafür gelegt, dass Leiharbeitnehmer, für die bisher die CGZP-Tarifverträge galten, rückwirkend Ansprüche auf die Differenz zum Equal Pay geltend machen können,“ sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Gerd Herzberg.(1)

Ergänzend ist anzumerken: Equal Pay (gleiche Arbeit, gleiches Geld) heißt hier, die Lohndifferenz zu den Stammbelegschaften. Die Differenz zu den DGB-Tarifverträgen zur Zeitarbeit kann hier nicht gemeint sein.

Dazu Gerd Herzberg:
„Die BAG-Entscheidung war ein wichtiger Schritt, um die Arbeitsbedingungen der Leiharbeitnehmer zu verbessern. Als nächstes ist die Bundesregierung am Zug. Nur eine gesetzliche Regelung, die gleiche Arbeits- und Entlohnungsbedingungen vom ersten Tag an regelt, kann eine Spaltung der Belegschaften in Arbeitnehmer 1. und 2. Klasse wirksam verhindern und dem Missbrauch der Leiharbeit einen Riegel vorschieben“
, machte Herzberg deutlich

Im Prinzip hat das Bundesarbeitsgericht über einen Lohnbetrug im großen Ausmaß geurteilt.
Selbstverständlich werden Firmen nun aufgeben müssen. Aber Unternehmen, die politisch mit einer Gefälligkeitsgewerkschaft (ohne nennenswerte Mitgliederbestände Menschen) um ihren gerechten Lohn bringen und die Löhne in den betroffenen Branchen insgesamt drücken, sind ordnungspolitisch nicht erträglich und müssen vom Markt verschwinden.

Quellen 1-2
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=5f4e0568-433d-11e0-57f0-001ec9b05a14
(Link nicht mehr aktiv – festgestellt April 2013)

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/leiharbeitsfirmen-droht-pleite/

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Expansive Lohnpolitik? Alles guckt auf die Stahlindustrie

Die Aufschwung in der Exportindustrie ist auch in der Stahlindustrie angekommen. Während der Krise sind der größte Teil der Leiharbeiter/innen nicht weiter beschäftigt worden. Die Stammbelegschaften mussten in vielen Bereichen Kurzarbeit fahren. Auch deshalb geht die IG Metall offensiv in die diesjährige Tarifrunde und fordert 6% mehr Geld und möchte Regelungen für eine „faire Leiharbeit“, bessere Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer/Innen vereinbaren.(1)
Die Stahlbeschäftigten im Osten schlossen sich den Forderungen von Sprockhövel weitestgehend an.(2)
Der Arbeitgeberverband hat die Forderung erwartungsgemäß zurückgewiesen. (3)

Im Vorfeld der bevorstehenden Tarifrunden fordert der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel eine expansive Lohnpolitik, damit die lahmende Binnenkonjunktur endlich vorangetrieben wird. (4)
Die letzten
Aufschwungjahre sind bei den Arbeitnehmnern nicht angekommen. Das muss sich grundlegend ändern. (5)
Aber wird deswegen hier ein expansiver Abschluss folgen?
Die monetaristische Presse steht schon zum Gegenschlag bereit. Am 06. September begonnen die Verhandlungen.
Alles guckt auf die Stahltürme.

Quellen
(1-4 in Reihenfolge)

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_5363.htm

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_5337.htm

http://www.trading-house.net/news/rheinische-post-arbeitgeberverband-stahl-weist-ig-metall-forderung-zurueck-21570934.html

http://www2.alternative-wirtschaftspolitik.de/uploads/m2910.pdf

(5) siehe dazu auch Ulrike Hermann: „Der Selbstbetrug der Mittelschicht“ (Einleitung)
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Netzschauartikel: Tarifbewegungen 2010

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Boykottieren…..

fragt SusiZintl in ihrem Blog. Gemeint sind solche Läden, die z.B ihre Mitarbeiter/Innen kündigen und durch Leiharbeiterfirmen, die Dumpinglöhne mit Mitglieder des Christlichen Gewerkschaftsbundes abschließen, wieder einstellen oder neu einstellen. Blogeintrag

Ich meide solche Läden schon seit längeren.

Dieser Preiskampf auf Kosten der Einzelhandelsbeschäftigten muss irgendwann ein Ende finden. Klar..geht es bei den Discounter bergab werden die Beschäftigten zunächst klagen, dass sie keinen Job mehr haben oder sie werden zu noch mehr Zugeständnissen bereit sein. Aber die Beschäftigten bei den Betrieben, die Tariflohn bezahlen, leiden eben auch unter den Discountern. Die Betriebsräte bekommen immer um die Ohren geknallt, wie gering die Personalkosten vom Umsatz bei den Schlecker´s Lidel`ss und Co sind und wie hoch die Personalkosten bei „uns“ sind. Das hemmt insgesamt Verteilungsspielräume nach oben und fördert den Wettbewerb über die „geringsten Lohnkosten“
Meine Kommentare zu Susi Blogeitrag

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