Bochums Genossen und der KKS haben sich nun wieder lieb

update:
aktuelle Links zum Thema
13.12.2012/waz.de –
Mehrheit im Rat steht hinter OB Schloz…...(hwn)
24.11.2012/waz.de –
Affäre wird zum absurden Theater...(hwn)
*********************************************************

(09.11.2012)Jetzt haben Steinbrücks Nebentätigkeiten (oder Haupttätigkeiten?) Bochum erreicht und ganz Deutschland redet über Bochum. D.H über Bochums SPD-Genossen. Und vorallem redeten Genossen über Genossen. Sogar mit Anwälten. Aber jetzt ham se sich alle wieder lieb!!

In einem munteren Talk mit Sportmoderator – Ikone Werner Hansch hatte die Stadtwerke Bochum in einem vergangenen Altrium-Talk (komischer Name! Wat soll dat sein?) dem heutigen und damaligen Abgeordneten Steinbrück ein Honorar von 25000 Euro bezahlt.
Eigentlich sollten die Honorarbezieher spenden. Im Vertrag war da wohl nichts drüber zu finden. Angeblich Kommunikationsfehler.

Folgende SPD-Genossen waren deshalb neben Kanzlerkandidat Steinbrück (KKS) plötzlich zusätzlich, wohl ungewollt im Fokus der deutschen Öffentlichkeit geraten: Stadtwerkechef Wilmert, Aufsichtsratschefin und Oberbürgermeisterin O. Scholz
Das soll jemand vor dem Hintergrund begreifen, dass in Bochum an allen Ecken und Enden gespart werden soll.
Und dann, oh Wunder, haben es die Genossen kapiert. Dieser Talk soll eingestellt werden und der Kanzlerkandidat will spenden. Was ein peinliches Herbsttheater. Personelle Konsequenzen? Wohl Fehlanzeige.
Genosse reich mir die Flosse.
„Jetzt haben wir uns alle wieder lieb.“

Naja wat gutet hat et ja
. Steinbrück will die Kohle an Bochumer Einrichtungen spenden (Quelle-ZDF) und mein Marty und Herausgeber dieses Blogmagazines braucht wohl vorerst nicht mehr für Strom löhnen. Die geplante Strompreiserhöhung soll wohl erstmal ausgesetzt werden(auch ZDF). Jippiii

Links
Spende oder Honorar
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Unklarheiten-bei-Steinbrueck-Auftritt-Spende-oder-Honorar;art932,1812627

Spitzenhonorar von der Pleitestadt
http://www.taz.de/Steinbruecks-Bochumer-Honorar/!104801/

Bochumer Stadtwerkchef unter Druck
http://www.derwesten-recherche.org/2012/11/bochumer-stadtwerke-chef-unter-druck/

Stadtwerke stellt Altriumtalk ein-Steinbrück spendet.
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/stadtwerke-beerdigen-atriumtalk-steinbrueck-spendet-honorar-id7272274.html

Auch im Westen gibt es eine CSU
http://www.taz.de/!104942/

Weiterlesen

Verkaufsoffene Sonntage – Ein Gespräch mit verdi-Sekretär Helmut Süllwold

Neben der akuten Sparpolitik in Bochum gibt es noch ein wichtiges Thema, dass nicht nur in Bochum für Aufmerksamkeit sorgt. Das vorläufige Aus für „Verkaufsoffene Sonntage“ in Bochum steht aber bereits wieder für die nächste Ratssitzung im März auf der Tagesordnung.
Das Thema wird z.Z auch in NRW diskutiert. Die Landesregierung prüft, ob das bisherige LÖG-NRW novelliert werden muss.

Wir haben den zuständigen Bochumer Verdi-Sekretär Helmut Süllwold per Mail gebeten, uns einige Fragen zu beantworten.

logo kleinweißWie bewerten Sie den Bochumer Beschluss? (vom Februar)
Helmut Süllwold: Grundsätzlich ist es eine (wenn sie denn an sachlichen Gründen orientiert ist) konsequente Entscheidung, die deutlich macht (es war ja eine knappe Mehrheit dagegen / im letzten Jahr eine knappe Mehrheit dafür), dass durchaus politische Mehrheiten für auch AN-orientierte Entscheidungen möglich sind. Es liegt allerdings bereits ein nächster Antrag des Einzelhandelsverbandes vor, der sicherlich erneut dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Ich befürchte, dass noch mal kräftig an der „Überzeugung“ der Ratsmitglieder (ob nun mit oder ohne Fraktionszwang) gearbeitet wird. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass unsere Ratsmitglieder auch dieses Mal eine eigenständige und sachgemäße Ent scheidung treffe. Bei Abwägung aller Sachargumente erwarte ich eine erneute Ablehnung des Antrages oder zumindest eine drastische Kürzung der Zahl der Sonntagsöffnungen. (mehr …)

Weiterlesen

Aus für Verkaufsoffene Sonntage! Oder doch nicht? Die Vorgänge in Bochum – Teil 2

ganze Serie als pdf/drucken
Fließen substanzielle Umsätze wirklich in die Nachbarstädte?
Beschäftigte im Einzelhandel, Sportvereine und andere kulturelle Veranstaltungen haben auf der anderen Seite Nachteile, wenn am Sonntag „Shopping“ angesagt ist.
von Marty Ludischbo

(Bochum)  Der Rat der Stadt Bochum hatte Anfang Februar einen Antrag des Bochumer Einzelhandels, an bestimmten Sonntagen die Geschäfte zu öffnen, abgelehnt. Die Medien begleiteten augenscheinlich unkritisch den Sturmlauf des Einzelhandelverbandel ohne die die Position der zuständigen Bo-City PointGewerkschaft verdi (Fachbereich Handel) ausreichend darzustellen……

Sind die Argumente des Einzelhandels eigentlich nachvollziebar? Ist der wirtschaftliche Schaden wirklich so groß, dass Entscheidungsträger die Interessen des Handels über die Interessen von nicht kommerziellen Einrichtungen und Beschäftigten im Einzelhandel stellen dürfen?
Das Beispiel aus Bochum und die Abwägung von Pro und Contra zeigt aber auch:  Das Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (Ladenöffnungsgesetz – LÖG NRW) wird zurecht von der Landesregierung auf Änderungsbedarf überprüft.

Die Medienrolle habe ich im ersten Teil dokumentiert und im Anhang einige offene Fragen gestellt:

Wieso wird Einschränkungscharakter in den Medien kaum dargestellt?
In §1 des LÖG heißt es:

Das Gesetz dient der Schaffung und Sicherung einer allgemeinen Ladenöffnungszeit für Verkaufsstellen sowie dem Schutz der Sonn- und Feiertagsruhe. (…) „… Quelle

– Wieso machen die Artikel in der WAZ den Eindruck, dass hier eine Kampagne des Einzelhandels unterstützt wird, statt eine saubere Gewichtung von Positionen und Gegenpositionen?

– Haben hier Journalisten bewusst nicht sauber recherchiert oder waren die Betriebsräte und/oder Gewerkschaften zu Stellungnahmen nicht bereit?

Um uns die ersten Fragen zu nähern hat die Redaktion eine Anfrage an die Lokalredaktion der WAZ gestellt. Bisher haben wir keine Antwort erhalten.
Das letztere kann verneint werden. Wie der zuständige  Gewerkschaftsekretär Helmut Süllwold  aus dem Fachbereich Handel in Verdi unserer Redaktion per eMail mitgeteilt hatte, wurde ein Schreiben an das Ordnungsamt (liegt der Redaktion vor) auch an die Lokalredaktion der WAZ geschickt.

Zunächst hat die Gewerkschaft verdi in den uns vorliegenden Schreiben von der bedenklichen Umgehensweise mit dem LÖG NRW aufmerksam gemacht. „Möglichkeiten der Begrenzung wurden nach Umdeutung zur Ausweitung von Sonntagsöffnungen verwendet.“ (mehr …)

Weiterlesen

Aus für Verkaufsoffene Sonntage! Oder doch nicht? Die Vorgänge in Bochum – Teil 1

ganze Serie als pdf/drucken
Nach Kampagne des Einzelhandel –
Wird jetzt solange abgestimmt bis das gewünschte Ergebnis feststeht?

Merkwürdige Rolle der Lokalzeitung WAZ
von Marty Ludischbo

(Bochum) Der Rat der Stadt Bochum hatte Anfang Februar einen Antrag des Bochumer Einzelhandels, an bestimmten Sonntagen die Geschäfte zu öffnen, abgelehnt. Die Vertreter des Handels liefen sofort Sturm. Momentan entsteht der Eindruck, dass die Lokal auflagenstärkste Zeitung WAZ den Willen der Arbeitgeber im Einzelhandel (pro Verkaufsoffene Sonntag) einseitig hervorheben. Es wid hier „mal wieder“ der „Eindruck erweckt“, dass gegen eine demokratische Entscheidung mit Hilfe von Medien massiv interveniert wird.
Mit Erfolg! Viele Ratsherren befürworten offenbar eine Änderung des Ratsbeschlusses.

Bo-City PointEin mutiger Ratsbeschluss. Kein Sonntagsverkauf mehr in Bochum. Die Ratsmitglieder haben in ihrem Abstimmungsverhalten verantwortungsvoll gehandelt.

Einerseits
mussten sie abwegen zwischen dem Bedürfnis einiger Kunden, auch an Sonntagen einkaufen zu dürfen, und den lokalwirtschaftlichen Interessen des Handels.

Auf der anderen Seite
stehen die Bedürfnisse der betroffenen Arbeitnehmer/Innen den Sonntag als Familientag ganzjährig zu nutzen. Man sollte bedenken, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer durch die ohnehin schon langen Öffnungszeiten an Werktagen von ihren Arbeitgebern teilweise ständig wechselnde Arbeitsschichten abverlangt werden

Ratsbeschluss wieder in Frage gestellt.
Beschäftigte im Einzelhandel können sich noch nicht auf ganzjähriges Sonntagsfrei freuen

Für die Beschäftigten im Einzelhandel war das auf jeden Fall erstmals ein guter Tag. Für sie sollte nach diesem Ratsbeschluss dieses Jahr der Sonntag arbeitsfrei bleiben. Also könnten sie nun an allen Sonntagen am sozialen und kulturellen Leben teilhaben. Auch die Landesregierung diskutiert, ob die überflexibilisierten Ladenöffnungszeiten wieder eingeschränkt werden sollen.

Was den Bochumer Beschluss angeht, müssen wir aber nach den jetzigen Erkenntnissen im Konjunktiv sprechen. Denn der Beschluss wurde bereits kurz nach dem Beschluss schon wieder in Frage gestellt. (mehr …)

Weiterlesen

Klares Votum der Duisburger/Innen – Sauerland muss gehen

Die Duisburgerinnen und Duisburger haben gesprochen. Und zwar deutlich. 129833 stimmten für die Abwahl zu 21577 dagegen. Ihr oberster Bürger muss das Rathaus verlassen. Er ist jetzt von seinen eigenen Bürgerinnen und Bürger zur politischen Verantwortung für die Loveparade-Katastrophe gezwungen worden. Versüßt, den bis 2015 bekommt er noch mehr als 71% seiner jetzigen Bezüge.

Es war der Tag der Entscheidung
Für die Angehörigen der Opfer war es ein kleiner Trost, dass zumindest einer schon einmal die politische Verantwortung übernehmen musste. Die juristische Verantwortung wird noch geklärt. Gegen mehr als 15 Personen wird ermittelt.

Die Demokratie hat gesiegt. Auf jeden Fall. Aber auch teuer wird es. Abwahlverfahren, Neuwahl, Bezahlung von einen beurlaubten OB und einen neuen OB bis 2015. Auch das gehört zur Geschichte Adolf Sauerland.

Netzschau zur Sauerlandabwahl

der westen.de-Sauerland abgewählt

Ruhr-Nachrichten: Sauerland abgewählt-Gegner feiern

xtranews: Glückwunsch aus der Nachbarstadt

pottblog: Links anne Ruhr

Weiterlesen

Der Tag der Entscheidung in Duisburg

In Duisburg ist morgen Abwahl-Time. Es findet die, von der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ erzwungende, Abstimmung um die Abwahl von Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland statt.
Ja, zur Abwahl. – Nein, Sauerland soll sein Amt behalten dürfen. Das ist die Frage.

Es geht um die politische Verantwortung rund um die Loveparade, nicht aber um die juristische oder um die Gesamtleistungen des OB.weiterlesen

Ich habe hier  noch mal alle relevanten Fakten aus meiner Sicht zusammenfasst.…..


Meine Prognose:
Ich rechne damit, dass eine Mehrheit der Abstimmenden, für eine Abwahl stimmen werden. Also. JA zur Abwahl. Allerdings kann es gut sein, dass das nötige Quorum, dass notwendig ist, nicht erreicht wird.
Lt. NRW Gemeindeordnung müssen mindestens 25% der Wahlberechtigten für die Abwahl stimmen. Demnach müssten dann ca. 92 TSD wahlberechtigte Bürgerinnen mit Ja stimmen.

Heißt:
Wer möchte, dass OB Sauerland gehen soll, muss selber gehen. Nämlich zu Wahl…ähh Abwahl

——————————————————————–

netzschauen sie auch:
Neuanfang in Duisburg-Forderung nach Verantwortung

der westen.de 100 Dinge zum Bürgerenstscheid über OB Sauerland in Duisburg

Weiterlesen

Abwahl OB Sauerland – Es geht um die politische Verantwortung – oder nicht ?

von Marty Ludischbo
(Duisburg) Am kommenden Sonntag (12.02.2012) findet die, von der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ erzwungende, Abstimmung um die Abwahl von Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland statt.
Ja, zur Abwahl. – Nein, Sauerland soll sein Amt behalten dürfen. Das ist die Frage.
Dabei geht es nicht um die bisherige Kommunalpolitik des Oberbürgermeisters. Es geht alleine um die politische Verantwortung und seine Amtsführung rund um die Duisburger Loveparadekatastrophe, die 21 Menschen das Leben gekostet hat. Mehr als 500 Menschen waren teilweise schwer verletzt.

Am Sonntag stimmen Duisburgerinnen und Duisburger darüber ab, ob ihr Oberbürgermeister Adolf Sauerland sein Amt weiterführen darf oder nicht.

Die Frage lautet konkret:
Stimmen Sie der Abwahl zu, so stimmen Sie mit „JA“
Lehnen Sie die Abwahl ab, so stimmen Sie mit „Nein“

Lt. NRW Gemeindeordnung müssen mindestens 25% der Wahlberechtigten für die Abwahl stimmen. Demnach müssten dann ca. 92 TSD wahlberechtigte Bürgerinnen mit Ja stimmen.

Warum sind die Bürger/Innen zur Wahl aufgerufen?
Es geht nicht darum, wie der Lokaljournalist Dr. Werner Jurga von Xtranews zurecht anmerkte, „ob ein Oberbürgermeister eine gute oder nicht so gute Kommunalpoltik gemacht hat „Darüber befinden die Bürger bei den (regulären)) OB Wahlen“

Es geht auch nicht um juristische Schuld. Das haben Staatsanwälte und Richter zu befinden.

DSC00401Es geht um die Übernahme politischer Verantwortung wegen der Loveparde, die im Juli 2010 stattfand und 21 Menschen das Leben kostete:

1.
..um die politische Entscheidung Megaevents wie die Loveparade stattfinden zu lassen, um die wirtschaftliche Standortattraktivität im Ruhrgebiet zu verbessern.
In Essen und Dortmund wurde die Veranstaltung genehmigt und durchgeführt.
2009 wurde die Veranstaltung in Bochum aus Sicherheitsgründen abgesagt. In Duisburg hat die Loveparade im Kulturhauptjahr stattgefunden. Das schlimme Ende ist bekannt.

2. ….um die Entscheidung, eine Veranstaltung zu genehmigen, dessen Zugang und Abgang überwiegend nur uber eine Rampe (Zulauf und Ablauf) auf einen fast eingezäunten Veranstaltungsgelände reguliert wurde.
Die Stadt Duisburg war die verantwortliche Genehmigungsbehörde und der Oberbürgermeister ist somit der vorstehende Verwaltungschef dieser verantwortlichen Behörde. Am Tag nach der Katastrophe sagte der Oberbürgermeister sinngemäß, das er gar nicht an Vorbesprechungen persönlich dabei war. (video you tube)
OB Sauerland soll die Veranstaltung aber „ausdrücklich gewünscht“ haben.

3
. ..um die Entscheidung, wie die Stadt Duisburg anschließend  mit den Opfern umging. Es dauerte sehr lange, bis die Stadt sich „amtsmäßig“ bei den Opfern gemeldet hatte.
Angeblich waren die Adressen der Opfer nicht bekannt.
Die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte nach der Katastrophe eine bewegene Trostrede gehalten. Sauerland ist nicht zur Trauerveranstaltung gekommen.

4. …um die Aufklärung rund um die Genehmigung der Veranstaltung.
Hat der Chef der Verwaltungsbehörde, OB Sauerland, alle Fragen zeitnah rund um die Genehmigung beantwortet?
Das Blog Xtranews wollte u.a. mithelfen und hatte wichtige Dokumente ins Netz gestellt. Anstatt die Stadt und ihr verantwortlicher oberster Behördenleiter sich öffentlich stellen, wollten sie den verantwortlichen Blogger zunächst rechtlich dazu zwingen, die Dokumente wieder vom Netz zu nehmen.

5. geht es auch um die politische Entscheidung ein teures Auftragsgutachten, dass beweisen sollte, dass die Stadt Duisburg als Genehmigungsbehörde keine Schuld trägt.
420.260,15 Euro soll das Gutachten lt. dietageszeitung (taz) gekostet haben.
Die Stadt Duisburg steht unter Haushaltsicherung.

_________________________________

Adolf Sauerland vermittelte stets den Eindruck, er bleibe im Amt, weil er Verantwortung übernehmen wollte. Ein Rücktritt könnte als Schuldeingeständnis gewertet werden oder gar als Flucht vor der Verantwortung.
(siehe dazu auch Zitat unten von seinem Parteifreund Bosbach“)

Er blieb im Amt und lehnte einen Rücktritt stets ab.
Die Duisburger/Innen befinden also insgesamt darüber, ob durch alle diese politischen Entscheidungen, der Stadt ein schwerer Imageschaden zugefügt wurde und ob Herr Sauerland als oberster politischer Kopf deswegen uneingeschränkt die politische Verantwortung übernehmen und als Konsequenz daraus seine Amtsgeschäfte niederlegen muss.

Argumente dafür-dagegen
Die Hauptargumente der Befürworter der Abwahl erwähnen, dass das gewählte Stadtoberhaupt die politische Verantwortung für diese vielen politische Fehlentscheidungen tragen muss.
Andere Stimmen aber sagen auch,dass es  längst nicht mehr nur um die politische Verantwortung, sondern auch um seine Amtsführung bezgl. der Aufarbeitung und Aufklärung geht.

Des weiteren wird kritisiert:
Das Auftreten auf der Pressekonferenz von
Herrn Sauerland und Herrn Rabe nach der Katastrophe wurde von vielen als „unwürdig“empfunden.
Die Empörung , dass im Vorfeld der OB bzw. die Stadt sich nicht ausreichend bei seiner Amtskolligin in Bochum nach den Gründen der Bochumer Absage erkundigt hatte. Dort gab es sicherlich gute Gründe.
Der Umgang mit den Opfern, die Aufklärungsarbeit um das Genehmigungsverfahren und das teure Gefälligkeitsgutachten werden ebenfalls heftigst kritisiert. Auch hier sehen die Befürworter Herrn Sauerland in Verantwortung.
Die Summe aus allen, so wird argumentiert, „haben der Stadt ein schweren Imageschaden“ zugefügt.

Ein wichtiges Gegenargument, das viele Ablehner/Innen der Abwahl immer wieder vorbringen ist, dass es der Rat war, der einstimmig politischen Beschluss, die Loveparade nach Duisburg zu holen, getroffen hatte und der Oberbürgermeister diesen einstimmigen Beschluss als politischen Auftrag umzusetzen hat.

Andere argumentieren aber dagegen, dass es der OB war, der diese politische Entscheidung mit beinflusste und auch ausdrücklich wünschte. Schließlich haben alle betroffenen Stadtoberhäupter im Vorfeld mitgewirkt die Loveparade in die Ruhrgebietsstädte zu holen. Kommerzielle Megaevents in den Pott zu holen, um die Standortsattraktivität aufzupäppeln war ein klar formuliertes politisches Ziel.

Wiederum andere meinen, dass der Protest gegen Sauerland teilweise unwürdige Auswüchse nahm. Er wurde mit Tomaten beworfen und auf einer anderen Demo symbolisch an einen Galgen gehangen. Die Bild-Zeitung berichtete über angebliche „Drohanrufe“ an die Familie Sauerland. (n) Einige sprachen von einer „Hetzkampagne gegen ihren Oberbürgermeister„.

Über so eine unappetitliche Protestkultur muss natürlich gesprochen werden. Da gibt es nichts schön zu reden.
Aber das ist ein anderes Thema und spricht den Oberbürgermeister Adolf Sauerland nicht frei, sich der politischen Verantwortung zu stellen.

„Politisch moralische Verantwortung ist nicht die Flucht vor der Verantwortung, sondern die Übernahme von Verantwortung“
Zitat:
Wolgang Bosbach, Parteikollege und Freund von Adolf Sauerland bei Maybroit Illner im Jahr der Loveparadekatastrophe.

————————————————————————

Themennetzschau:

logo kleinweißLoveparadekatastrophe in Duisburg
(alle Netzschauartikel)

 

Informieren Sie sich weiter:

der westen.de 100 Dinge zum Bürgerenstscheid über OB Sauerland in Duisburg

Xtranews: rund um die Sauerlandabwahl
der westen.de Spezial-Sauerland-Abwahl und Loveparade
pottblog- Suchbegriff „Loveparade“

spiegel-online Party um jeden Preis

taz.de. Die Frage nach der Verantwortung
ngo-online Aufklärung der Loveparade stockt

Weiterlesen

Neuanfang in Duisburg-Forderung nach Verantwortung

Ursprungsartikel vom 05.07.2011-letztes update 13.01.2012 (Duisburg) Wie bereits angekündigt läuft nrw-weit das erste Bürgerbegehren zur Abwahl eines Oberbürgermeisters. 52.000 Unterschriften müssen zur Durchführung eines Bürgerentscheids über die Abwahl von OB Adolf Sauerland (CDU) gesammelt werden. (Beitrag im Politik-Blog lesen)

update 12.01.2012 Die Abwahlabstimmung findet am 12.02.2012 statt. Die Abstimmung beginnt aber schon ab jetzt. Weitere Infos über Verfahrensweise, Wahlzettel etc. : Bürger können über Abwahl von OB Sauerland abstimmen-der westen.de

aktuellstes update 24.01.2012
  CDU plant jetzt doch eine Wahlkampagne, um OB Sauerland im Amt zu halten (der westen.de 24.02.2012(mehr …)

Weiterlesen

Adolf Sauerland jetzt auch noch unter Korruptionsverdacht

Mittlerweile ist er, Adolf Sauerland, wahrscheinlich einer der bekanntesten Oberbürgermeister der Republik.
Der Fakt, dass er die politische Verantwortung für die Loveparade– Katastrophe nicht übernehmen will, macht ihn unrühmlich berühmt.

Jetzt steht er auch noch unter Korruptionsverdacht (1) und musste sich von den Mitarbeitern auf der Personalversammlung auslachen (2) lassen.

(1)
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/justiz-ermittelt-wegen-cdu-parteispende-gegen-adolf-sauerland-id6146323.html
(2)
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ob-sauerland-erntet-von-mitarbeitern-hoehnisches-gelaechter-id6143802.html
Jens vom Pottblog wies in seinem Blog auch noch mal auf das Thema hin – mit ausführlichen Senf 

http://www.pottblog.de/2011/12/09/nur-70-in-nordrhein-westfalen-kennen-das-sauerland-und-wie-viel-imageschaden-hat-es-durch-adolf-sauerland-cdu-aus-duisburg/#more-22823

Weiterlesen

Duisburg: Mehr als 70000 für Sauerland-Abwahl!

Auf der Pressekonferenz am 17.10.2011 um 13:00 Uhr wurde im Cafe Museum, Kant-Park, Innenstadt das endgültige Ergebnis der Zahl der gesammelten Unterschriften bekanntgegeben. Auf der Pressekonferenz wollte die Bürgerinitiative auch Stellung zur Frage ungültiger Stimmen und zum kommenden Abwahlverfahren Stellung nehmen.

 Mehr 70000 Unterschriften wurden gesammelt. Das meldete der westen.de Eine Offizielle Presserklärung der Bürgerinitiative liegt uns noch nicht vor und wird bei Veröffentlichung nachgereicht.

 update:  Das Thema interessiert sogar in Berlin:..und zwar im Berliner Tagesspiegel:

Presserklärungen der Bürgerinitative

Presseerklärung Theo Stegmann

Presseerklärung Harald Jochums


Presseerklärung Werner Hüsken

Download Pressemappe Neuanfang für Duisburg

———————————————————————— logo kleinweiß

Themennetzschau: Loveparadekatastrophe in Duisburg (alle Netzschauartikel)

(siehe) Neuanfang für Duisburg – Forderung nach Verantwortung

Weiterlesen