Wird die Loveparade-Katastrophe doch noch politisch verantwortet?

(Duisburg) Wie bereits angekündigt läuft nrw-weit das erste Bürgerbegehren zur Abwahl eines Oberbürgermeisters. 52.000 Unterschriften müssen zur Durchführung eines Bürgerentscheids über die Abwahl von OB Adolf Sauerland (CDU) gesammelt werden. Da der OB nicht freiwillig die politische Verantwortung übernehmen möchte, wolle nseine Bürgerinnen und Bürger ihn nun dazu zwingen.

Es ist bereits eine Webside „Neuanfang für Duisburg“ online gegangen.
Mitinitiator Harald Jochums erklärte in einem Interview bei der westen.de, dass es bei dem Abwahlbegehren natürlich überwiegend um die Loveparade geht.

Zitat: „Es geht nicht um die Schuldfrage, darüber müssen die Gerichte entscheiden. Das Fehlverhalten des Oberbürgermeisters und der gesamten Stadtspitze direkt nach der Tragödie war für mich ausschlaggebend. Die Pressekonferenz am nächsten Morgen war davon für mich das Unwürdigste. Und von da an ging es so weiter mit den Schuldabweisungen. Dagegen gab es gegenüber den Angehörigen und Verletzten kein einziges Signal des Mitgefühls.“

Aber eben nicht nur….. Netzschauen Sie das ganze Interview bei der westen.de: Mutbürger“ Harald Jochums kämpft für Abwahl von OB Sauerland

Forderung nach Verantwortung: (Netzuguck auch diese Videos!)

Seitens der Verwaltung der Stadt Duisburg, die einer der federführenden Organisatoren des Events war, wurde bis heute keine Verantwortung zu der Katastrophe übernommen. Der amtierende Oberbürgermeister, Adolf Sauerland, wurde in der Öffentlichkeit mehrfach zum Rücktritt – auch durch die deutsche Politprominenz – aufgefordert.

Folgendes brachte das Fass dann wohl endgültig zum überlaufen. Der OB fehlte, als das Mahnmal eingeweiht wurde.
Frontal 21 berichtete: (Video bei You Tube  nicht mehr verfügbar, evtl noch in der ZDF Mediathek)

Der OB zog es vor auf einer anderen Veranstaltung zu sein.
Eine Ausrede ? Ist ihm das Gedenken an die Opfer nicht wichtig genug?

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Loveparadekatastrophe in Duisburg (alle Netzschauartikel)

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Duisburger/Innen nehmen jetzt das Heft selber in die Hand

(Mehr Demokratie NRW) In Duisburg startet am Montag das landesweit erste Bürgerbegehren zur Abwahl eines Oberbürgermeisters. Die Initiative „Duisburg 21″ will bis spätestens Oktober die notwendigen 52.000 Unterschriften zur Durchführung eines Bürgerentscheids über die Abwahl von OB Adolf Sauerland (CDU) gesammelt haben. Eine vom Landtag im Mai verabschiedete Änderung der Gemeindeordnung macht die Einleitung eines Abwahlverfahrens durch die Bürger möglich.

Die Bürgerinitiative sieht den Oberbürgermeister für das Unglück auf der Loveparade im vergangenen Jahr in der Verantwortung, bei dem 21 Menschen ums Leben gekommen waren. Im Rat hatte im vergangenen Jahr ein Antrag auf Einleitung eines Abwahlverfahrens nicht die notwendige Zweidrittel-Mehrheit bekommen. Deshalb wollen Bürger der Stadt die Sache nun selber in die Hand nehmen……   komplette Pressemitteilung kann hier weitergelesen werden

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Loveparadekatastrophe in Duisburg  (alle Netzschauartikel)

 

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Xnxtranews 19.6.2011 –
Duisburg 21? Wadde hadde dudde da?

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DGB Niederrhein positioniert sich eindeutig gegen OB Sauerland

Nach der Entgleisung von Karl-Josef Laumann (CDU), der den Duisburger IG Metall Bevollmächtigten einen Nazivergleich unterstellte, positionierte sich der DGB- Niederrhein nun ziemlich eindeutig zum 1. Mai Empfang durch Duisburgs OB Adolf Sauerland. Empfehlung: Vor dem Rathaus bleiben. Damit lässt sich der DGB von Laumanns überzogenen Austrittsdrohungen aus der IG Metall nicht beeindrucken.

Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sollen heute um kurz vor 17 Uhr zum Duisburger Rathaus kommen, um ihr großes Interesse am Arbeitnehmerempfang und dessen Fortsetzung in den nächsten Jahren zu zeigen. Hineingehen und teilnehmen am Empfang sollen sie bei Anwesenheit von Oberbürgermeister Sauerland und dessen Leitung des Empfangs jedoch nicht. Sie sollten dann den Raum verlassen, wenn Sauerland den Saal betritt. Das berichtet u.a Radio Duisburg (1)

„Diese Entscheidung ist uns wahrlich nicht leicht gefallen“, sagt der Duisburger DGB-Chef Rainer Bischoff. Denn man wolle dem Arbeitnehmerempfang als wichtige Veranstaltung würdigen, aber ein deutliches Zeichen gegen Sauerland setzen. (1)

Wegen seines Verhalten u.a wegen der Loveparade Katastrophe erkennen viele Arbeitnehmervertreterinnen und Vertreter den CDU-Politiker als obersten Repräsentanten ihrer Stadt nicht mehr an.

Quellen:
(1) http://www.radioduisburg.de/Lokalnachrichten.1381+M53a8010bbbb.0.html

http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/DGB-will-nur-ohne-Adolf-Sauerland_aid_992486.html

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CDA Chef Laumann legitimiert nachträglich das Fehlverhalten des Duisburger Oberbürgermeister. Sogar die IG Metall Mitgliedschaft setzt er dafür ein.

3 Personen in Duisburg stehen momentan im Mittelpunkt einer örtlichen Auseinandersetzung: Die Hauptdarsteller: Adolf Sauerland, Oberbürgermeister, Karl-Josef Laumann (CDA Vorsitzinder und CDU Oppositionsführer im NRW Landtag) und Jürgen Dzudzek 1. Bevollmächtigterer der örtliche IG Metall im Bezirk Duisburg-Dinslaken. Die IG Metall will ihn, OB Sauerland, nicht am 1.Mai sehen. Hintergrund ist Sauerland Fehlverhalten im Umgang mit der Loveparade Katastrophe. Laumann stützt Sauerland und legitimiert im Prinzip nachträglich das Fehlverhalten des Duisburger Oberbürgermeister.  Um dieses Ziel zu erreichen setzt er sogar seine IG Metall Mitgliedschaft ein, die, so scheint es, dem konservativen Arbeiterführer wohl nichts Wert zu sein.

Rückblick: Juli 2010 Loveparade, mehr als 20 Tote und viele Verletzte.
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland verweigerte sich, die politische Verantwortung für die Loveparade – Katastrophe zu übernehmen, obwohl er als oberster Amtsleiter die Veranstaltung (Trauer und Wut) gegen jegliche Bedenken ausdrücklich wünschte.
Für die meisten Gewerkschaftsmitglieder ist seit dem klar: Sauerland hat nicht mehr die Rückendeckung seiner Bürgerinnen und Bürger. In einem offenen Brief verlangte die IG Metall, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland dem städtischen Empfang zum 1.Mai fernbleibt. CDA Vorsitzender Karl-Josef Laumann (noch IG-Metall Mitglied) schrieb auch einen offen Brief und droht da nun aus der IG Metall austreten. Er unterstellt der IG-Metall Duisburg indirekt einen Nazi-Vergleich formuliert zu haben.
Das scheint völlig aus der Luft gegriffen zu sein.
Durch diese Stütze für Sauerland beteiligt sich Herr Laumann somit an einer weiteren Vergewaltigung von Verantwortungskultur.:
Nämlich, dass gravierende politische Fehlentscheidungen nicht mehr politisch verantwortet werden müssen.
Auch Herr Laumann sollte wissen, dass das Verhalten auch bereits von höchster Stelle sanktioniert wurde. Vom Parteifreund Christian Wulf. Der Bundespräsident legte OB Sauerland Rücktritt nahe und hielt Sauerland bei einem Treffen auf Distanz.(1).
Komisch, dass hier der Vorsitzender der Christlichen Arbeitnehmerschaft nicht protestiert hat.

Ein Kommentar von Marty Ludischbo im Politik Blog:
Laumann legitimiert nachträglich Sauerlands Fehlverhalten

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weitere Netzschauartikel zur
Loveparade-Katastrophe

Quellen 1

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,709531,00.html

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Briefe-von-Bundespraesident-Wulff-an-OB-Sauerland-existieren-nicht-id4185699.html

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Bundespraesident-hielt-Abstand-zu-OB-Sauerland-id3703531.html?quelle=staedte::duisburg::rut

 

 

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Laumann stützt OB Sauerland und droht der IG Metall mit Austritt. Damit legitimiert er Sauerlands politisches Fehlverhalten.

So werden Tatsachen verdreht. In einem offenen Brief verlangte die IG Metall, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland dem städtischen Empfang zum 1.Mai fernbleibt. CDA Vorsitzender Karl-Josef Laumann schrieb auch einen offen Brief und droht da nun aus der IG Metall austreten. Er unterstellt der IG-Metall Duisburg indirekt einen Nazi-Vergleich formuliert zu haben.  Diese hohle Kampagne mit Hilfe konservativer Lokalmedien  ist eine unglaubliche Entgleisung des NRW Oppositionsführer. Denn durch dieses Ablenkungsmanöver legitimiert der CDU-Mann einen politischen Fakt: Nämlich, dass gravierende politische Fehlentscheidungen nicht mehr politisch verantwortet werden müssen.

Der IG Metall-Vorsitzende von Duisburg-Dinslaken Jürgen Dzudzek forderte Duisburgs OB-Sauerland auf, die Stadt nicht beim Arbeitnehmerempfang zu repräsentieren, zu dem die Stadt traditionell im Vorfeld des 1. Mai einlädt. In einem offenen Brief verlangt die IG Metall, dass Oberbürgermeister Adolf Sauerland dem städtischen Empfang fernbleibt.„Ein solcher Empfang kann unsererseits nicht durch Sie erfolgen. Unser Vertrauen in Ihre Glaubwürdigkeit und in Ihr Verantwortungsbewusstsein besteht nicht mehr„, heißt es in dem Schreiben (1)
Adolf Sauerland verweigerte sich, die politische Verantwortung für die Loveparde-Katastrophe zu übernehmen, obwohl er als oberster Amtsleiter die Veranstaltung (Trauer und Wut) gegen jegliche Bedenken ausdrücklich wünschte. (mehr …)

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Pfiffe und rote Karten für OB Sauerland!

Auf der Personalversammlung der Duisburger Stadtverwaltung bekam der Oberbürgermeister Sauerland (CDU) von vielen seiner Mitarbeiter/Innen die Quittung dafür, dass er für die Loveparade-Katastrophe bisher keine politische Verantwortung (Notiz) übernommen hat. Rote Karten, Pfiffe und viele verließen den Saal, als ihr Chef sprach.

Quelle:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/OB-Sauerland-von-eigenen-Mitarbeitern-ausgepfiffen-id4034234.html

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Keine Abwahl, keine politische Verantwortung in Duisburg

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Keine Abwahl, keine politische Verantwortung in Duisburg

Loveparade-Desaster: Das Abwahlverfahren gegen einen der politischen Verantwortlichen, Adolf Sauerland, ist gestern gescheitert. Die CDU-Fraktion und einige nicht erschienen Grüne haben dafür gesorgt, dass der OB kein Bürgerentscheid gegen ihn zu befürchten hat. (1)
Bis auf weiteres wird das Genehmigungsverfahren rund um das Loveparade-Desaster politisch nicht verantwortet. .  weiterlesen

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Keine Abwahl, keine politische Verantwortung in Duisburg. Die Bürger/Innen müßten das erzwingen können!

(Duisburg) Loveparade-Desaster: Das Abwahlverfahren gegen einen der politischen Verantwortlichen, Adolf Sauerland, ist gestern gescheitert. Die CDU-Fraktion und einige nicht erschienen Grüne haben dafür gesorgt, dass der OB kein Bürgerentscheid gegen ihn zu befürchten hat. (1)
Bis auf weiteres wird das Genehmigungsverfahren rund um das Loveparade-Desaster politisch nicht verantwortet. Naturgemäß tut sich die CDU sehr schwer. Schließlich ist Duisburg die letzte Großstadt im Ruhrgebiet, die noch von einem CDU-Bezirksfürsten geführt wird.
Herr Sauerland hat aber bis heute nicht verstanden,das es nicht um rechtlichen Schuld geht, sondern um die politische Verantwortung. Was das heißt, sagte ihm sein Parteifreund Bosbach kurz nach dem Desaster mit 21 Toten.




Abwahl muss auch durch die Bürgerinnen und Bürger möglich sein

Die Initiative „Mehr Demokratie“ kritisiert die Ablehnung eines Bürgerentscheids über die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) durch die CDU und einige Mitglieder der Grünen-Fraktion in der heutigen Ratssitzung. „Das Nichtzustandekommen der notwendigen Mehrheit hierfür zeigt, dass es falsch ist, diese Frage nur in die Hände der Räte zu legen“, erklärte Landesgeschäftsführer Alexander Slonka am Montag in Köln. Mehr Demokratie fordert, dass ein Abwahlantrag auch per Bürgerbegehren von den Wählern gestellt werden kann. (2)

Fazit: Adolf Sauerland hat diese „goldene Brücke“ nicht genutzt. Wie lange will er und die zuständigen Dezernenten eigentlich noch warten? Mit dem Vorschlag von Mehr Demokratie e.V könnte politische Verantwortung von den Bürger/Innen erzwungen werden.

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Quellen:
(1) der westen.de vom 13.09.2010
(2) Pressemitteilung „mehr demokratie/nrw .e.V“

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