Ergänzungen zum Artikel….

Bundesbank für höhere Löhne-Was ist denn da los? (hwn)

Ergänzung 1. Höhere Löhne/Lohnpolitik. Viel werden einwenden, dass Lohnpolitik Aufgabe der Tarifparteien ist. Mag sein, aber den ordnungspolitischen Rahmen setzt der demokratische Staat und nimmt somit sogar unmittelbar Einfluss auf die Verhandlungsspielräume der Tarifpartner. Durch die Hartz-Gesetzgebungen ist es möglich geworden in Deutschland einen Niedriglohnsektor einzuführen, der die Gewerkschaften diszipliniert hatte, um „moderate“ Tarifabschlüsse zu akzeptieren.

Die Bundesbank hätte also lieber ihre Forderung nach höhere Löhne in der Mindestlohndebatte einbringen sollen. Denn der Mindestlohn ist zwar richtig und wichtig, aber zu niedrieg. Ein höherer Mindestlohn hätte :
1. zur mehr Nachfrage
und
2. zu mehr Verhandlungsspielräume für die Gewerkschaften geführt –
geführt.

Ergänzung 2.
Die Forderung der Bundesbank und der EZB zeigen vorallem, dass die Geldpolitik am Ende ist. Die Zinsen sind niedrig wie nie. Nachfrageimpulse bleiben aber aus, weil die billigen Kredite oftmals in Spekulationen versickern, statt in der Realwirtschaft anzukommen.
Was logisch ist. Wo keine ausreichende Nachfrage ist bleiben Investitionen in Unternehmen und neuen Ideen aus.
Es bleibt nur noch die Fiskal -und die Lohnpolitik. Das wissen natürlich auch die Zentralbanken.

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Mein Kommentar zu Sören Kater´s Wette einer baldigen "Christlich-Alternativen Koaltion"

An dieser Stelle möchte ich auf einen Artikel von Sören Kater hinweisen, den wir hier in der Netzschau veröffentlicht haben.

Sören Kater wettet in diesem Beitrag , dass die CDU/CSU eine mögliche neue Machtoption mit der AfD ausnutzen wird, falls die FDP als Partner langfristig wegfallen sollte. Kann sein. Aber da müssen gewisse Ereignisse zusammenfallen. Nämlich das unvermeidliche Auseinanderbrechen der bisherigen Eurozone.

Dazu drei Anmerkungen:

Erstens.
Sören schreibt:

Seit Jahrzehnten holte das schwarz-gelbe (CDU/FDP) Politlager immer wieder Rote-Socken-Kampagnen aus der Mottenkiste. „Vorsicht die SPD“ könnte, zusammen mit den Grünen, Bündnisse mit den ganz Roten von den Linken (vor Gründung der Linken PDS) eingehen und somit den Untergang des christlichen Abendlandes einläuten.

Das ist mit Hilfe der Leitmedien auch immer gelungen. Denn trotz parlamentarischer Mehrheiten auf Bundesebene (Ausnahme waren Bündnisse in ostdeutschen Ländern bzw. die Tolerierung der Minderheitsregierung von Hannelore Kraft durch die Linken von 2010 bis 2012 ) wurden solche Bündnisse seitens der SPD sogar immer schon vor der Wahl kategorisch ausgeschlossen. Mit der Konsequenz, dass den Sozialdemokraten eine Option fehlt vielleicht auch mal wieder selber den Kanzler zu stellen.

Völlig richtig! Es waren die Leitmedien, die ein Mitte-Links-Bündnis mit stigmatisiert haben und somit zumindest daran mitgewirkt haben, dass dieses z.Z auf Bundesebene nie genutzt wurde.

Vor diesem Hintergrund amüsiert es mich auch immer, wenn vermutete AfD-Jünger in Stammtischdiskussionen über die sog.linke Systempresse“ schwadronieren.

Zweitens:
Die Beispiele für vergangenn rechte Unions Wahlkämpfe und reaktionärer Politik (im zweiten Abschnitt des Artikels) und das Fazit von Sören halte ich für nachvollziehbar. Nämlich, dass in der Vergangenheit, wie er sagt:

(…) Diese aufgezählten Beispiele, verdeutlicht eine Strategie, die faktisch bedeutete, dass die etablierten Parteien sich von rechts politisch disziplinieren haben lassen.(…)

Drittens:
Sörens Wette!

Fällt die FDP dauerhaft aus und will die Union nicht dauerhaft eine Koaltion mit den ungeliebten Sozis, brauchen sie eine neue Machtoption.

Das kann, und ich wette, es wird die AFD sein.

Denn selbst, wenn die Mitte-Links Parteien, eine irgendwie braune Socken-Kampagne gegen die AFD fahren würde, es wäre sicher nicht erfolgreich. *3
Die CDU würde das auch wenig interessieren. Sie werden nicht so dumm sein, wie die SPD, parlamentarische Mehrheiten, nicht zu nutzen.

Hmm. Ich weiß nicht, ob Sören die Wette schon 2017 gewinnen wird. Die Kernforderung der AfD ist die Zerschlagung der Währungsunion. Ich gehe mal davon aus, dass sie daran festhalten werden. Ich glaube: Nur wenn das Auseinanderfallen der Eurozone im Wahljahr 2017 unvermeidlich werden sollte (z.B bei einer anhaltende Deflation mit all den dadurch verbundenen wirtschaftlichen Erdbeben), kann die AfD möglicherweise als Mehrheitsbeschaffer für die Unionsparteien dienen. Und dann kommt die AfD auch langfristig als Koalitionspartner für die Union in Frage.

Diskutieren wir zusammen über Sörens Wette

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1. Anmerkung zum Artikel von Wolfgang J. Koschnick in punkto Euro-Krise

Eigentlich wollte ich die Demokratiekritische Serie von Wolfgang J. Koschnick ursprünglich kommentarlos stehen lassen. Ich bin mit dem Bild was Wolfgnag J. Koschnick  in dieser Serie zeichnet, manchmal sehr skeptisch. Gerade um Meinungsvielfalt zu demonstrieren, habe ich nach Rücksprache mir Sören und Bertram entschieden auf diese Serie aus der Telepolis hinzuweisen.

Allerdings möchte ich das jetzt nicht mehr gänzlich ohne Anmerkungen stehen lassen. (mehr …)

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Meine neuen Netzschau Artikel…und Kommentare anderswo…

Folgende Artikel sind Online gestellt und nun für jedermann lesbar:

Warum es immer wieder gelingt dass die Vermögenden außen vor bleiben (hwn)

Medienbarriere aktuell wie nie – wie das aktuell BSP der stärksten Oppositionspartei zeigt
(hwn)

Folgenden Kommentar habe ich m Blog „Heut schon gedacht“ auf nachfolgenden Beitrag hinterlassen

Wann wird die Bevölkerung es begreifen? (hwn)

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Geldanlage: Geschlossene Fonds sind grunsätzlich nicht zu empfehlen…

… zumindest nicht für Kleinanleger. und schon gar nicht, wenn ich von Geschäft und Branche (der Anlage) nichts verstehe.

Der Blogger petersbachstein hatte in seinem Beitrag völlig zurecht darauf hingewiesen, dass geschlossen Ökofonds nicht zu empfehlen sind.

Mein ergänzender Senf in seinem Blog:
Geschlossene Fonds würde ich für Kleinanleger grundsätzlich nicht empfehlen. Sie sind intransparent und auf diesem Markt wimmelt es nur so von Scharlatanen.

Die Verbraucherzentralen raten zur Vorsicht
siehe auch

Als Kommanditist sollte man wirklich nur tätig werden, wenn ich von Geschäft und Branche der Anlage etwas verstehe. Und man sollte sich über die Haftung genau informieren.

Grundsätzlich gilt ohnhin:
„Finger weg von Anlagen, die ich nicht verstehe oder durchschauen kann“

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Die Wischi Waschi Ökonomie der Marktradikalen

Sogar eher linke Wählergruppen finden die neue nationaliberale Partei Alternative für Deutschland (AfD) irgendwie Schick. Die AfD richtet sich ja schließlich auch gegen alle, die irgendwie systemkonform erscheinen.

Das hinter diesen Leuten eine marktradikale Ideologie steckt, denen die momentane neoliberale Politik nicht weit genug geht, haben noch nicht alle mitbekommen. Mit linke oder progressive Politik hat das m.E gar nichts zu tun.

Deswegen bin ich froh, dass u.a Jens Berger zwei erleuchtende Artikel zu dieser neuen Partei geschrieben hat.

(mehr …)

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Mein Senf zur Stabilität des Euro

Das Debattenmagazin Gegenblende hatte am 301.07.2012 einen Beitrag von  Dr. Hans-Ulrich Bieler und Dietmar Muscheid veröffentlicht. Titel:  Stabilität für den Euro.
Leser Michael Wendl kritisierte u.a Sarah Wagenknecht wegen ihrer Zweifel, dass die EZB Staatsanleihen ankauft.

Vor meinen Urlaub habe ich unter diesem Artikel meinen Senf dazu gegeben. Alleridings konnte ich das zitieren dort nur sehr schwer sichtlich layouten. Die Software gabe es da nicht her.
Deshalb hier das ganze etwas übersichtlicher: (mehr …)

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