Der rosarote Hintermann geht zur EZB

Jürgen Strack legt angeblich aus  „persönlichen Gründen“ sein Amt bei der EZB nieder.  Jörg Asmussen (SPD) ), als Staatssekretär jahrelanger Strippenzieher hinter Finanzminister Eichel ,Steinbrück und Schäuble, wird vom letzteren zur EZB gelobt. Die Euroländer werden ihn wohl mittragen.

Nachdem der monetaristische Glaubenbruder Jürgen Strack, wohl aus Gewissensgründen, letzte Woche Freitag abdankte, schlug Schäuble Jörg Asmussen, den rosaroten Hintermann, als neuen Chef-Volkswirt der EZB vor.Gegenwehr der EU-Partner wird es wohl nicht geben.

Wer ist Jörg Asmussen?

Der Sozialdemokrat hat als Strippenzieher u.a :
1. …die Finanzmärkte in Deutschland dereguliert
2. .. die Rettungsschirme rund um die Hypo-Real-Estade (HRE) mitorganisiert und zusammen mit Steinbrück hat er den SOFFIN gespindelt.
Harald Schumann findet, dass der Soffin, der im Prinzip keiner parlamentarischen Einflussnahme unterliegt, „so demokratisch ist, wie der Volkskongress von Nordkorea“.
..und außerdem:
Als die Bank IKB sich bei riskanten Immobiliengeschäften verspekulierte, saß Asmussen im Aufsichtsrat des staatlichen Eigentümers, der Förderbank KfW. Kritiker warfen ihm vor, von den Transaktionen gewusst, sie aber nicht verhindert zu haben. Schließlich musste der Bund die IKB mit Steuergeld in Milliardenhöhe retten. (1)

Kritik Staatsanleihen-Ankauf
Asmussen gilt als linientreuer Bankenliebling. Ein Keynsianer ist er sicherlich nicht. Und natürlich ist die aktuelle Bundesregierung und alle anderen monetaristischen Glaubensbrüder, klar gegen den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Ein Grund, (offiziell aus „persönlichen Gründen„), warum Strack auch wohl zurücktrat.
Egal ob Asmussen dagegen ist oder nicht. Verhindern wird er die neue EZB-Linie wohl kaum. Diese Entscheidung  ist im EZB-Rat lt der taz mit klarer Mehrheit gefallen (2)

Asmussen wird sich bald positionieren müssen. Wir werden beobachten welche Empfehlungen er seinem neuen Arbeitgeber geben wird.

Quellen:
(1) Taz.deDer neoliberale Genosse
(2) taz.de – Lob in allerhöchsten Tönen

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