Diskussion- Paywall oder schrankenlose Inhalte? Meinungen und Absichten!

Da auch immer mehr Blogs sog Bezahl Schranken (Paywall) einführen, haben wir uns Gedanken über die Auswirkungen dieser neuen Entwicklung gemacht.

Alternativ zu First Class Paywalls, also Bezahl-Schranken die für die User/Innen einen eingeschränkten Zugang zufolge hat, stehen die sogenannten „schrankenlosen Inhalte„.  Dahinter steht die Frage: Werden durch Paywall´s gar das Ende der schrankenlosen Inhalte eingeläutet?

Wir wollen uns dem Thema weiter nähern und an dieser Stelle einige Fragen an Bloggerinnen und Blogger  gestellt. Hier einige interessante Antworten

Alfons Pieper, ehemalige, langjährige Stellvertretende Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), der zuletzt als Chefkorrespondent im WAZ-Hauptstadtbüro aus Berlin berichtete, betreibt mit einigen Kollegen zusammen den Blog. „Wir in NRW” und  hat als erstes klar Stellung bezogen: „Wir werden auch künftig auf sog. Paywalls verzichten und auf schrankenlose Inhalte setzen.  Das macht uns unabhängig, gerade so wie wir es wollen und für richtig halten.”

Andere Blogger/Innen haben uns wie folgt geantwortet:

(mehr …)

Weiterlesen

Paywall? Martin Schnakenberg “Und dann läuft nichts mehr”

Die Netzschau ist nicht das einzigste Blog-Projekt, dass sich Gedanken über die Paywall-Entwicklung im Internet macht. Martin Schnakenberg, Musiker und Internet Publizist hat sich ebenfalls sehr ausführlich Gedanken über die neue Entwicklung im Netz gemacht. Seine Sorge: Vom freien demokratischen Raum ist nicht viel übrig geblieben. Seine Devise: Informationen müssen frei bleiben.

Hier sein ausführliches Statement

(mehr …)

Weiterlesen

Paywalls auch in Blogs!

Nachdem die Zeitungsverlage nach akzeptierten Bezahl-Systemen (Paywall)für ihr Angebot im Internet suchen, scheinen diese sog. Pawalls auch bei Blogs oder anderen alternativen Medienangeboten immer beliebter zu werden. Abos schrecken viele ab. Zahlen müssen wir aber trotzdem, wollen wir mit schrankenlosen Inhalten weiterhin die Zukunft gestalten.

Natürlich ist es nachvollziehbar, wenn Angebote zumindest ihre Kosten decken möchten. Journalisten, die darüber hinaus auch ihre Existenz sichern wollen, müssen natürlich über Einnahmesysteme nachdenken. Aber: Abo hier Abo da. Selbst traditionelle Zeitungsleser/Innen haben in der Regel nicht mehrerer Abos. Das wird sicherlich so einige Leser/Innen abschrecken.

Allerdings entlässt uns das nicht nachzudenken, wie qualitative Gegenöffentlichkeit finanziert wird.

hier weiterlesen und kommentieren

Weiterlesen

Paywalls werden auch in Blogs immer beliebter

Nachdem die Zeitungsverlage nach akzeptierten Bezahl-Systemen (Paywall)für ihr Angebot im Internet suchen, scheinen diese sog. Pawalls auch bei Blogs oder anderen alternativen Medienangeboten immer beliebter zu werden. Abos schrecken viele ab. Zahlen müssen wir aber trotzdem, wollen wir mit schrankenlosen Inhalten weiterhin die Zukunft gestalten.

Bei dem  Wirtschaft-Blog Querschüsse können aktuelle Volltexte nur noch für Abonnenten gelesen werden. Das Archiv ist z.Z noch schrankenlos für jeden erreichbar.

Thorsten Hild und sein Fach-Blog „Wirtschaft und Gesellschaft” setzt auf Prämieninhalte für Abonnenten. Für redaktionelle Fachbeiträge muss bezahlt werden, alle anderen Inhalte sind noch schrankenfrei.

Heiner Flassbeck und sein Flassbeck Economics setzt ebenfalls auf Premieninhalte:

Zitat Der Grund für diese Vor­ge­hens­weise ist, dass auch wir Infor­ma­tio­nen und Daten ein­kau­fen müs­sen und einen erheb­li­chen Zeitin­put leis­ten, um eine seriöse Ana­lyse bie­ten zu kön­nen. (hwn)

Mit 45 Euro Jahresabbo wirkt  der Beitrag allerdings sehr erschwinglich.

Natürlich ist es nachvollziehbar, wenn Anbieter zumindest ihre Kosten decken möchten. Journalisten, die darüber hinaus auch ihre Existenz sichern wollen, müssen natürlich über Einnahmesysteme nachdenken. Aber: Abo hier Abo  da. Selbst traditionelle Zeitungsleser/Innen haben in der Regel nicht mehrerer Abos. Das wird sicherlich so einige Leser/Innen abschrecken.

Allerdings entlässt uns das nicht nachzudenken, wie qualitative Gegenöffentlichkeit finanziert wird. Wir von der Netzschau sympathisieren mit Fördervereinen und anderen Social Paymentsystemen. Damit könnte auch weiterhin ein schrankenloser Zugang zu digitalen Inhalten gewährleistet werden. Das kann aber nur dann funktionieren, wenn jede und jedem klar wird, dass kreative Qualität eben auch eine Dienstleistung ist. Und von Himmel und Liebe lässt sich das alles nicht finanzieren. Also wer kann – bitte ab und an mal freiwillig zahlen.

Fazit: First-Class Paywalls behindern einen schrankenlosen Zugang zu Wissen. Gerade die hochwertige gegenveröffentlichte Meinung kann somit an Zugkraft verlieren. Das wäre schlecht. Schrankenlose Inhalte sind eine Errungenschaft des digitalen Zeitalters. Das sollten wir alle zusammen, Sender und Empfänger, nicht aufs Spiel setzten.

———————————————————

Interessante andere Beiträge zu diesem Thema?

Meedia:  Paywall und Medien – die falsche Debatte (hwn)

logo kleinweiß weitere Artikel im Blogmagazin

Paywall´s werden auch in Blogs immer beliebter (hwn)

Martin Schnakenberg; „Und dann läuft nichts mehr” (hwn)

 Umfrage: Das meinen andere Bloggerinnen und Blogger (hwn)

Haben Sie auch  noch einen interessanten Link zu diesem Thema? Einfach die Kommentarfunktion nutzen oder eMAil an: redaktion(ät)dnzs punkt de

Weiterlesen