Jeder Elfte in Deutschland erhielt 2008 soziale Mindestsicherung

—– Pressemitteilung Nr.027 vom 20.01.2010— Statistisches Bundesamt—– Grundsicherung/Mindestsicherung

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten am Jahresende 2008 in Deutschland 7,6 Millionen Menschen Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme. Damit war rund jeder elfte (9,3%) in Deutschland lebende Mensch auf Existenz sichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Leistungsbezieher um 5,1% zurück (2007: 8,1 Millionen). Insgesamt wurden 2008 für diese Leistungen 40,5 Milliarden Euro ausgegeben, das waren 2,6% weniger als im Vorjahr (2007: 41,6 Milliarden Euro). (mehr …)

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Preise- niedrigste statistische Preissteigerungsrate seit der Wiedervereinigung

(Statistisches Bundesamt) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland Jahresteuerungsrate,property=imageim Jahresdurchschnitt 2009 gegenüber 2008 um 0,4% gestiegen. Dies ist die niedrigste Jahresteuerungsrate im wiedervereinigten Deutschland. Eine ähnlich niedrige Teuerungsrate wurde 1999 mit + 0,6% ermittelt. In den Jahren 2007 und 2008 hatte die Jahresteuerungsrate noch oberhalb des für dieGeldpolitik wichtigen Schwellenwertes von zwei Prozent gelegen (2007: plus2,3%; 2008: + 2,6%). Die durchschnittliche Jahresteuerungsrate seit 1999 liegt bei 1,5%. vollständige Pressemitteilung lesen

 

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Jahr 2009: Weniger Erwerbstätige, mehr Erwerbslose als im Vorjahr

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes 
(unkommentiert) Nr. 1 vom 04.01.2010

WIESBADEN – Im Durchschnitt des Jahres 2009 waren nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 40,15 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Dies entspricht einer Abnahme um 72 000 Personen oder 0,2% gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2008. Damit ist die Erwerbstätigenzahl, die im Jahr 2008 mit 40,22 Millionen noch einen Höchststand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, im Vorjahresvergleich erstmals seit 2005 wieder gesunken. (mehr …)

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Zahlentrickserei – jetzt auch statistisch erfasst

Bis heute war mir gar nicht so klar, dass die alltägliche Zahlen-Tricksererein von den Eigentümer/Innen von Produktionsmitteln jetzt auch ganz offiziell beim Statistischen Bundesamt benannt werden und ganz offentsichtlich der Arbeitskostenindex damit berechnet wird.

Dazu habe ich heuete einen Beitrag im Wirtschafts-Blog veröffentlicht.

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Titel:
So rechnen Arbeitgeber taktisch und listig falsch

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Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2009

Hier die aktuelle Pressemitteilung zum Bruttoninlandsprodukt. Ich verzichte auf eine ausführliche kommentierung. Aber wenn Wirtschaftsinstitute jetzt schon wieder Entwarnung geben wollen, finde ich das sehr gewagt. Es kommt immer darauf an wie man die Zahlen liest.

Pressemitteilung Nr.445 vom 24.11.2009

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 13. November 2009 mitgeteilt hat, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison– und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2009 um 0,7% höher als im Vorquartal. Der leichte Aufwärtstrend aus dem zweiten Quartal (+ 0,4%) scheint sich somit fortzusetzen: Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach dem starken Einbruch im Winterhalbjahr weiter. (mehr …)

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Reallöhne sind trotz Wachstum zw. 2004-2008 gesunken

DNZS Logo35(DIW/DNZS) Die Reallöhne der Arbeitnehmer sind seit 2004 gesunken – eine Entwicklung, die es in diesem Ausmaß nie zuvor in der Bundesrepublik gegeben hat. Die Verteilung hat sich deutlich verschoben hin zu Kapital- und Selbständigeneinkünften. Im Gegensatz zur Lohnentwicklung sind die Einkommen aus selbständiger Tätigkeit und aus Kapitalvermögen kräftig gestiegen. Die Arbeitnehmerentgelte machen folglich einen immer geringeren Teil des Volkseinkommens aus. Die bereinigte Lohnquote erreichte 2007und 2008 mit rund 61 Prozent ein Rekordtief. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des DIW Berlin.
Eine Ursache dieser Entwicklung sieht DIW-Experte Brenke in der geringeren Verhandlungsmacht der Gewerkschaften.
Quelle:  DIW Pressemitteilung vom 12.08.2009

Ergänzung: Netzschau am Beispiel 2008,
Zum Ende des gesamtwirtschaftlichen Aufschwungszyklus (Jahr 2008)erhielten die Tarifbeschäftigten Arbeitnehmer/Innen einen nominalen Lohnzuwachs von 2,9% Dem stand in 2008 eine Preisteigerungsrate von durchschnittlich 2,6 % gegenüber.  Das sind durchschnittlich gerade einmal 0.3& Reallohnzuwachs. Hinzu kommt, dass dieses nach Branche sich recht unterschiedlich darstellt. Siehe hier.

Interessa
nt wäre noch eine Gegenüberstellung der Nichttarifbeschäftigten, also alle Arbeitnehmer/Innen die nicht unter einem Tarifvertrag arbeiten oder in prekären Beschäftigungsverhältnisse arbeiten. Die Statistik des statistischen Bundesamtes führt eine nominale Einkommenserhöhung von 2,8 % durchschnittlich auf. Erfasst sibd hier die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer/Innen.
Das lässt vermuten, dass die Reallohnverluste aller Arbeitnehmer/Innen, also incl. nicht-tarifgebundene und prekäre Beschäftigungen , allein in 2008 noch viel dramatischer sind.

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Gerne würden wir die gesamten Zahlen, differenziert nach Tarif und Nichttarifbeschäftigten seid 2004 bis 2008 gegenüberstellen. Nach längerem netzschauen sind wir noch nicht fündig geworden.
Deshalb sind wir über weitere Hinweise zu diesem Thema sehr dankbar!
Weitere Erkentnisse werden wir dann an deiser Stelle veröffentlichen.

Infos und Linkempfehlungen bitte an redaktion@dnzs.de oder einfach die Kommentarfunktion nutzen

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