Wirtschaftsdaten 2011

Hier einige Wirtschaftsdaten.
Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes
für das Jahr 2011 (unkommentiert)
Erste VÖ Februar 2012

-EU Vergleich der Arbeitskosten und Lohnnebenkosten
Kommentar Wolgang Lieb Pressemitteilung des Stat.Bundesamt – NachDenkSeiten vom 25.04.2012

– Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung (Bruttosozialprodukt) im 4. Quartal 2011
Pressemitteilung Nr.063 vom 24.02.2012

– Einzelhandelsumsatz im Dezember 2011 real um 0,9 % gesunken
(…) Im gesamten Jahr 2011 wurde im Einzelhandel in Deutschland nominal 2,6 % und real 0,9 % mehr als im Jahr 2010 umgesetzt. Damit konnten die deutschen Einzelhändler – nach dem durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten Umsatzrückgang im Jahr 2009 – im zweiten Jahr in Folge nominale und reale Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen….. weiterlesen

– Verbraucherpreise 2011: + 2,3 % gegenüber dem Vorjahr 2010
Pressemitteilung Nr. 11 vom 12.01.2012

– Großhandelspreise 2011: + 7,5 % gegenüber 2010
Pressemitteilung Nr. 16 vom 16.01.2012

– Aufträge im Bauhauptgewerbe im Jahr 2011 real um 4,4 % gestiegen
Pressemitteilung Nr.063 vom 24.02.2012

– Gastgewerbeumsatz im Dezember 2011 real um 2,6 % gestiegen
Pressemitteilung Nr. 58 vom 17.02.2012

– Tarifverdienste von Oktober 2010 bis Oktober 2011 um 2,1 % gestiegen
Pressemitteilung Nr. 30 vom 27. Januar 2012

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Effektiv-Verdienste trotz tarifliche Reallohnsteigerungen gesunken

Der Schein trügt. Auf dem Papier sind die monatlichen Tarifverdienste der Arbeitnehmer/Innen Lt Statistischen Bundesamt, Pressemitteilung Nr.038 vom 29.01.2010, real um ca. 2,4 %gestiegen. Was kaum in Statistiken auftaucht, ist der sog. Effektivlohn . Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) ging in ihrer Pressemitteilung vom 21.01. da etwas redaktioneller ein. Die tarifliche Reallohnsteigerung beträgt demnach im Durchschnitt 2,2 &. Der Effektivlohn, also der tatsächlich gezahlter Verdienst, fiel sehr viel geringer auf.
Zitat:

„Bei den effektiven Bruttoeinkommen sieht die Entwicklung dagegen völlig anders aus: Je Arbeitnehmer/in sind sie im vergangenen Jahr nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Das Jahr 2009 war damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Beschäftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Die wichtigste Ursache dafür ist die Kurzarbeit, aber auch Abstriche beim Entgelt, zum Beispiel durch die Nutzung von tariflichen Öffnungsklauseln, spielten eine Rolle.“

Quelle: Tarifliche Reallohnsteigerungen, aber sinkende Effektivverdienste, Tariflöhne und -gehälter: 2009 ein Plus von 2,6 Prozent. PM WSI vom 201.01.2010

Der neue Innenminister Thomas de Maizière behauptete am Rande der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst, dass das Realeinkommen 2009 1,9 Prozent gesunken. Damit meint er wohl die Einkommen aller Arbeitnehmer/Innen, die nach und nicht nach Tarifvertrag entlohnt werden. Stellt am diese Behauptung mit der Statistik des WSI und des St. Bundesamtes gegenüber muss man feststellen, dass Beschäftigte, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, besser gestellt sind.

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Effektiv-Verdienste trotz tarifliche Reallohnsteigerungen gesunken

Der Schein trügt. Auf dem Papier sind die monatlichen Tarifverdienste der Arbeitnehmer/Innen Lt Statistischen Bundesamt, Pressemitteilung Nr.038 vom 29.01.2010, real um ca. 2,4 %gestiegen. Was kaum in Statistiken auftaucht, ist der sog. Effektivlohn . Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) ging in ihrer Pressemitteilung vom 21.01. da etwas redaktioneller ein. Die tarifliche Reallohnsteigerung beträgt demnach im Durchschnitt 2,2 &. Der Effektivlohn, also der tatsächlich gezahlter Verdienst, fiel sehr viel geringer auf.
Zitat:

„Bei den effektiven Bruttoeinkommen sieht die Entwicklung dagegen völlig anders aus: Je Arbeitnehmer/in sind sie im vergangenen Jahr nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Das Jahr 2009 war damit das sechste Jahr in Folge, in dem die Beschäftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Die wichtigste Ursache dafür ist die Kurzarbeit, aber auch Abstriche beim Entgelt, zum Beispiel durch die Nutzung von tariflichen Öffnungsklauseln, spielten eine Rolle.“

Quelle: Tarifliche Reallohnsteigerungen, aber sinkende Effektivverdienste, Tariflöhne und -gehälter: 2009 ein Plus von 2,6 Prozent. PM WSI vom 201.01.2010

Der neue Innenminister Thomas de Maizière behauptete am Rande der Tarifverhandlungen  im Öffentlichen Dienst, dass das Realeinkommen  2009 1,9 Prozent gesunken.  Damit meint er wohl die Einkommen aller Arbeitnehmer/Innen, die nach und nicht nach Tarifvertrag entlohnt werden.  Stellt am diese Behauptung mit der Statistik des WSI und des St. Bundesamtes gegenüber muss man feststellen, dass Beschäftigte, die nach einem Tarifvertrag bezahlt werden, besser gestellt sind.

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So rechnen Arbeitgeber taktisch und listig falsch

Eine bemerkenswerte Rechnung präsentiert uns heute das Statistische Bundesamt aus Sicht der Arbeitgeber.

Titel: Im dritten Quartal 2009 kein weiterer Anstieg der Arbeitskosten Quelle:

Auszug:
Im Vergleich zum Vorjahresquartal bleibt der Einfluss der  Wirtschaftskrise dagegen weiterhin deutlich. Die Arbeitgeber zahlten im  dritten Quartal 2009 kalenderbereinigt 4,8% mehr für eine geleistete  Arbeitsstunde als im dritten Quartal 2008. Dies ist der dritthöchste  Anstieg im Vorjahresquartalsvergleich seit Beginn der Berechnung des Arbeitskostenindex im Jahr 1997. Für die Arbeitgeber ist neben den Arbeitskosten auch die Anzahl der von den Arbeitnehmern geleisteten Arbeitstunden bedeutend. Mit Beginn der Wirtschaftskrise blieben die Arbeitskosten nahezu unverändert, durch den Abbau von Überstunden auf Arbeitszeitkonten sowie verstärkte Kurzarbeit arbeiteten und produzierten die Arbeitnehmer aber weniger. Dies verteuerte aus Sicht  der Arbeitgeber den Produktionsfaktor Arbeit.

Aus Sicht der Arbeitgeber ist dieser Rechentrick nachvollziehbar. Vor allem wenn sie mit solchen Rechnungen versuchen die Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen zu täuschen, um sich selber noch Verteilungsspielräume für Gewinnausschüttungen zu ermöglichen
Der Rechentrick:
Durch den Abbau von Überstunden…. verteuert sich der Produktionsfaktor Arbeit. ..

Damit tun die Unternehmen so, als haben die Arbeitnehmer/Innen die (Über)Stunden vorab kostenlos geleistet. Sie rechnen also Überstunden (Kosten) die auf Freizeitkonten gehen einfach nicht mit.   Dabei ist es doch logisch, dass für  geleistete Überstunden Rückstellungen gebildet werden müssen. Denn irgendwann will der /die Arbeitnehmer/in seine/ihre Überstunden zurück haben. (soweit sie sich trauen die Rücknahme von Überstunden einzufordern
Kleinbetriebe: Angst geleistete Überstunden zurück zu fordern
Mal ganz abgesehen davon, dass in vielen kleinen Klitchen die Inhaber davon ausgehen dass die Arbeitnehmer/Innen, aus Angst vor der arbeitsuchenden „Stillen-Reserve“ (ALG 1 und ALG 2 Bezieher/Innen) sowie das Heer der billigen Arbeitskräfte (Leiharbeiter/Innen) , Leistungsspitzen ehrenamtlich erledigen. Klar .. dann braucht der Inhaber auch keine Rückstellungen bilden wenn die höhere Produktivität kostenlos zu haben ist. 

Auch in großen Firmen wird versucht mit Zahlen zu täuchen

Aber selbst in großen geordneten Firmen kommen die Arbeitgeber mit diesen Tricks an und konfrontieren damit ihren Tarifkonkurrenten oder den betriebswirtschaftlich schlecht ausgebildeten Betriebssräten, die oft, völlig überfordert, aus Angst vor betriebsbedingten Kündigungen oder  Wegfall außertarifliche materielle Besitzstände, die einen oder anderen Zugeständnisse machen. 

An so einem kleinen Beispiel wird deutlich, dass die Spirale immer weiter und weiter nach unten geht…….

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Kurzarbeit mildert vorübergehend ab….

….. sicher nicht schön für die Betroffenen, aber dadurch wurden die radikalen Auswirkungen durch die Krise vorübergehend abgeschwächt. Das zeigt auch die aktuelle Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes!

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten im ersten Quartal 2009 rund 39,9 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Die Zahl der Erwerbstätigen lag damit erstmals seit drei Quartalen wieder unter der Marke von 40 Millionen. Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres ergab sich noch ein geringer Zuwachs von 48 000 Personen oder 0,1%. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die vermehrte Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit die negativen Effekte der Rezession auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit abgemildert hat.
Die ganze Pressemitteilung

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Wirtschaftsleistung stark rückläufig

Pressemitteilung Nr.185 vom 15.05.2009 des Statistischen Bundesamt
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DNZS Logo35WIESBADEN – Die Abwärtsentwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im ersten Quartal 2009 verschärft. Um 3,8% war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im ersten Vierteljahr 2009 niedriger als im Schlussquartal des Jahres 2008. (mehr …)

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