Pilotabschluss in der Metall u. Elektroindustrie

Die Tarifparteien (IG Metall und Gesamtmetall) in der exportabhängigen Metall und Elektroindustrie haben ein Politabschluss in Baden-Württemberg abgeschlossen.

Er sieht:
– eine Einkommensverbesserung von 4,3% bei 13 Monaten Laufzeit
– Verbesserung der Übernahmereglungen für Azubis
– Begrenzung der Leiharbeit
vor.

Genaue Details hier netzschauen:

Pressemitteilung IG Metall – Tarifergebnis sichert Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg, mehr Rechte für Leiharbeiter und Zukunftsperspektiven für junge Leute

Pressmitteilung Gesamtmetall (Arbeitgeberverband)
Gesamtmetall empfiehlt Übernahme des Pilotabschlusses

Die spannende Frage wird sein, nachdem der öffentliche Dienst  mit 6,42 nach 24 Monaten und nun die Metall u Elektroindustrie abgeschlossen hat:

Hilft das die wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Euroraum anzugleichen?

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LA NS
Linkempfehlungen zum Thema:
wirtschaftliche Ungleichgewichte

Tarifrunde 2012

werden fortlaufend im Linkblog
der Netzschau gesetzt.

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Tarifabschluss 2012 – ca. 4,77% auf 24 Monate berechnet- Azubis über 7,5%

Die großen Gewinner der Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst (Bund/Kommunen) sind die Auszubildenden. Mit Sockelbeträgen in zwei Schritten bekommen sie durchschnittlich prozentual über 7,5 mehr Ausbildungsvergütung. Außerdem werden neue Übernahmereglungen gelten. Die Senioren (die Ausgelernten) bekommen durchschnittlich auf die Laufzeit von 24 Monaten berechnet ca, 4,77% mehr Geld. Real kann das ca. 1,04% bedeuten. *1

Mit unseren Entgeltrechner haben wir ausgerechnet, was die Tarifeinigung für Auszubilden und Senioren bedeuten würde.
Würde deshalb, weil die große Tarifkommission von ver.di erst endgültig nach einer Mitgliederbefragung abstimmen wird.

2416851_0ccb65d903_lBrutto-Entgeltrechner Abschluss 2012/Azubis
(erstellt in Open Office – Download als ods / als xls)
* BSP Azubis 2. Ausbildungsjahr

– Tabellen – Entgeltzuwachs nach der letzten Erhöhung – 11,26 %
– durchschnittliche Entgeltsteigerung auf die Laufzeit von 24 Monaten berechnet – ca. 7,72% (Real: 3,98%)

2416851_0ccb65d903_lBrutto-Entgeltrechner Abschluss 2012
(erstellt in Open Office – Download als ods / als xls)
* BSP TVÖD Bund E6/3

– Tabellen – Entgeltzuwachs nach der letzten Erhöhung – 6,42%
– durchschnittliche Entgeltsteigerung auf die Laufzeit von 24 Monaten berechnet – ca. 4,77% (Real: 1,04)*1

*Der Entgeltrechner ist schreibgeschützt und muss vor Benutzung auf die Festplatte gespeichert werden.

*1 Die Reallohnberechnungen sind nicht aggregiert. D.H:  Der tatsächlichen Reallohn wird abzgl Steuern und Sozialversicherungsabgaben entsprechend niedrieger ausfallen. (siehe auch hier)

Mehr infos zum Tarifabschluss kann hier auf dem Flugblatt nachgelesen werden.

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*1 angenommene Preissteigerungen 2012 2,4% – 2013/2014 EZB Zielinflation von 2%

———————————-Banner Tarifrunde 2012

Alle Artikel zur Tarifrunde ÖD –
…. einfach auf den Grafik-Button klicken !!!

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Einigung! 6,3% nach 24 Monate- Reglungen für Azubis

Wie bereits gestern durchgesickert, haben sich die Tarifparteien geeinigt. Vorgesehen sind schrittweise 6,3% ( effektiv 6,42%) nach 24 Monate und bessere Reglungen für die Auszubildenden. Mit einer sozialen Komponente (höhere Entgeltsteigerungen in den unteren Einkommensgruppen) konnten sich die Gewerkschaften wieder einmal nicht durchsetzten. Arbeitgeber halten Ergebnis für vertretbar

Netzschauen Sie hier in den Pressemitteilungen der Tarifparteien:
Pressemitteilung verdi
–                      Flugblatt VerhandlungsergebnisTarifinformation-extra-5-2012-zur-Tarifeinigung-im-ffentlichen-Dienst-vom-31.3.2012 (auf das pdf Sympol klicken)

Pressemitteilung VKA

Pressemitteilung dbb Tarifunion

Mit unseren neuen Entgeltrechner lässt sich ausrechnen, was der bevorstehende Abschluss nun für „mich“ nominal und real bedeuteten wird.
Der Rechner berechnet die schrittweisen Erhöhungen auf die Laufzeit von 24 Monaten.

Bevor die verdi Tarifkommission endgültig zustimmt, wird noch eine Mitgliederbefragung durchgeführt.

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Einigung im Öffentlichen Dienst/Länder

Viel Getöse um einen mageren Inflationsausgleich

(TV-L) In der diesjährigen Tarifbewegung im Öffentlichen Dienst/Länder ist am 10.03.2011 eine Einigung erzielt worden. Danach erhalten die rund 580.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder für 2011 eine Erhöhung, lt Gewerkschaftsberechnungen, in einem Volumen von rund 2,55 Prozent. (Laufzeit bis 31.12.2012) Gescheitert sind dagegen die Verhandlungen über einen einheitlichen Entgelttarifvertrag zur Eingruppierung von Lehrkräften. Die TdL-Länder behaupten, die Einigung bereits ohne die Übertragung auf die Beamten und Richter in 2011 rund 670 Millionen Euro und 1,2 Milliarden Euro in 2012 kosten. Hinter dieser Aussage verbirgt sich noch einmal Konfliktpotential,  bei der Frage:- ob der Abschluss 1:1 auf die Beamten/Innen übertragen wird.

Die Tarifeinigung:
TEDie rund 580.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder für 2011 eine Einmalzahlung von 360 Euro (Auszubildende 120 Euro) und zusätzlich ab 1. April eine lineare Gehaltserhöhung um 1,5 Prozent. Dies entspricht in der Jahreswirkung einem Plus von durchschnittlich 2,3 Prozent. Zum 1. Januar 2012 steigen die Gehälter um weitere 1,9 Prozent linear plus 17 Euro tabellenwirksam (Auszubildende 6 Euro). Dies entspricht einer Erhöhung um rund 2,55 Prozent.

Die Tarifeinigung in Wortlaut:

Der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und niedersächsische Finanzminister, Hartmut Möllring (CDU), bezifferte die Kosten für die Länderhaushalte in diesem Jahr auf etwa 600 Millionen und im nächsten Jahr auf rund 1,2 Milliarden Euro. Er sei mit diesem Ergebnis „sehr zufrieden“, sagte Möllring. „Was wir vereinbart haben, ist nicht nur sozial gerecht, sondern auch finanzierbar.“ sagte der Beamtenvertreter Frank Stöhr.

Lt. Verdi profitieren 2/3 von der neuen Entgeltordnung

Als weiteren Erfolg wertete Bsirske, dass die Erschwerniszulage für die Beschäftigten der Straßenmeistereien und im Küstenschutz ab 2012 um 25 Euro monatlich erhöht wird. Ebenfalls vereinbart wurde, dass zum
1. Januar 2012 eine neue Regelung zur Eingruppierung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in Kraft tritt. Dazu gehört, dass Bewährungsaufstiege bis zu sechs Jahren direkt bei der Eingruppierung berücksichtigt werden. Das heißt: Wer bisher bis zu sechs Jahre warten musste, um anschließend in eine höhere Vergütungsgruppe aufzusteigen, kann jetzt direkt in die nächsthöhere Entgeltgruppe eingestuft werden. Von dieser Regelung können zwei Drittel aller Länderbeschäftigten profitieren. Die Entgeltordnung ist erstmals zum 31. Dezember 2014 kündbar.

Leerkräfte schauen in die Röhre
Die TdL wollte eine Erhöhung der Entgelte vermeiden. Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sah die Schuld daran bei den Arbeitgebern, denen sie eine „Total-Blockade“ vorwarf. Die Länder wollten nicht davon abrücken, auch künftig einseitig über die Bezahlung von Lehrern zu entscheiden. „Jetzt wird das Zwei-Klassen-Recht bei der Bezahlung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fortgeschrieben“, sagte Schaad.
Scharf kritisierte verdi-Verhandlungsführer Bsirske, dass sich die Arbeitgeber einer tariflichen Eingruppierung der 205.000 angestellten Lehrerinnen und Lehrer widersetzt hätten: „Es ist ein vordemokratisches Relikt, dass die Arbeitgeber darauf bestehen, die Eingruppierung einseitig regeln zu wollen. Damit wollen sie einen Hebel behalten, die Lehrkräfte per Gesetz schlechter zu bezahlen als andere Beschäftigte mit gleicher Qualifikation.
Die Gewerkschaft GEW spricht von „Totalblockade der Lehrkräfte“

Die Gewerkschaften erwarteten, dass die Bundesländer die erzielten Tarifergebnisse zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen. Das kann aber wie im Header erwähnt noch mal spannend werden.

Die Mitglieder diskutieren und werden zum Abschluss befragt
Im verdi-Mitgliedernetz ist zur laufenden Tarifbewegung ein Forum eingerichtet worden. Die Teilnahme ist bisher eher schwach. Kann man dieses als schweigende Zustimmung bewerten?
In einer Mitgliederbefragung werden die Mitglieder noch einmal zum Abschluss befragt. Die Befragung ist satzungsmäßig nicht bindend.

Fazit: Viel Getöse, im Vorfeld, um einen mageren Inflationsausgleich. Der große Wurf war das sicher nicht. Es zeigt aber auch. Die Schuldenbremse wird in einem noch nicht überschaubaren Rahmen einen erheblichen negativen Einfluss auf die Lohnentwicklung der Beschäftigten der Länder haben. Die Arbeitgeber werden die Gewerkschaften jederzeit daran erinnern. Auch in vielleicht zukünftigen realen Aufschwungsphasen. Leider sind die Beschäftigten im Einzugbereich des TV-L zu schlecht organisiert, um praktisch dagegen halten zu können. Das kann und muss sich ändern.
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Quellen:

http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=f977eeca-4b43-11e0-44b3-001ec9b03e44

http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/p110305

http://www.gew.de/GEW_Arbeitgeber_beinhart_vordemokratisch.html

http://www.tarifunion.dbb.de/nachrichten/archiv_2011/110310_tarifabschluss.html

http://www.tdl-online.de/Pdf%20f%C3%BCr%20Hauptseiten/PM%2001-2011_Einigung_10.03.11.pdf

http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/Streik-im-oeffentlichen-Dienst-abgewendet-id4406003.html

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Ärzte haben gewonnen.

Die goßen Gewinner der Tarifrunde 2010 sind die Ärzte und Ärztinnen. Mit einem Kraftakt endet die Tarifauseinandersetzung für die
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. In den frühen Morgenstunden des 9. Juni 2010 haben sich VKA und Marburger Bund auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Ärzte erhalten ab dem 1. Mai 2010 ein lineares Gehaltsplus von zwei Prozent sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro. Zusätzlich steigt die Bezahlung von Bereitschaftsdienst und Nachtarbeit um 20 bis 26 Prozent. (1)

Die Arbeitgeber finden den Abschluss grenzwertig. Der Marburger Bund „ist ganz zufrieden“

Der Konflikt zeigt aber die Macht der gut organisierten Spartengewerkschaften. Sie sind in der Lage auch bei schwieriger Haushaltslage für ihr Klientel gute Abschlüsse zu erzielen. Es reichten dafür nur wenige Streiktage aus. Man muss es aber sagen. Auf Kosten der anderen Beschäftigungsgruppen. (mehr …)

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Tarifeinigung im Wortlaut

Die Tarifparteien haben weitestgehend die Schlichtungsempfehlung übernommen.
2416851_0ccb65d903_l Hier das erziehlte Verhandlungsergebnis

Noch müssen aber die verdi Mitglieder entscheiden, ob sie das Ergebnis annehmen wollen.
„Die endgültige Entscheidung über das Tarifergebnis haben jetzt die Beschäftigten selbst“, so Verhandlungsführer Frank Bsirske. Ver.di wird dazu in den nächsten Wochen eine Mitgliederbefragung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen durchführen. Der Vorsitzende des Beamtenbundes Stöhr forderte die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 360.000 Beamten des Bundes. „Erst mit der Gleichbehandlung der Beamtinnen und Beamten wird diese Einkommensrunde zu einem gerechten Abschluss gebracht. Abschmelzungen oder Verzögerungen bei einer entsprechenden Regelung für den Beamtenbereich sind für uns nicht akzeptabel.“

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Einigung im Berliner Nahverkehr (2010)

gemeinsame Pressemitteilung KAV und verdi/berlin

Nach vier Verhandlungsrunden haben die Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der KAV Berlin für die Berliner Verkehrsbetriebe und deren Tochter Berlin Transport heute erfolgreich einen Tarifabschluss für den Berliner Nahverkehr vereinbart. Vorbehaltlich der Zustimmung der beteiligten Gremien wird der Tarifvertrag unverzüglich in Kraft gesetzt.
Über die Laufzeit von 24 Monaten erhalten die Beschäftigten rund 3 Prozent mehr.
Für die ersten vier Monate des Jahres erhalten die Beschäftigten am 1. April 2010 einmalig 340 Euro, ab November 2011 wird die Jahressonderzahlung um 200 Euro erhöht. Ab Mai 2010 steigen alle Einkommen um 1,5 Prozent, ab November 2010 folgt ein weiteres Plus von 0,6 Prozent. Ab Mai 2011 gibt es eine weitere Erhöhung um 1,2 Prozent.
Beide Verhandlungspartner bezeichneten die Gespräche als konstruktiv und zielgerichtet. Mit dem Abschluss sei ein fairer und verantwortungsbewusster Kompromiss gelungen. Quelle

Auch die GDL mischt im Berliner Nahverkehr mit. Hier eine entsprechende Tarifinfo der GDL- Berlin:
http://www.gdl-nahverkehr-berlin.eu/tarifabschluss_2010.pdf

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Kompromiss im Berliner ÖD?

DNZS Logo35Nachdem sich Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit in die festgefahrenen Tarifstreit im Berliner ÖD eingeschaltet hatte, wurde gestern offensichtlich ein Kompromiss erzielt, der wahrscheinlich keine Begeisterungstürme bei den Belegschaften auslösen wird. Das Angebot wird nun den Mitgliedern der einzelnen Gewerkschaften verdi,GEW, GdP, und IG BAU vorgelegt.  (mehr …)

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Mitglieder bestätigen Tarifeinigung im Erziehungsdienst

DNZS Logo35Nach fast einmonatiger Diskussion wurde die Einigungsempfehlung der Tarifkommission in einer zweiten Urabstimmung durch die Mitglieder der DGB Gewerkschaften verdi und GEW angenommen. Die Akzeptanz für das Ergebnis ist unter den GEW Mitgliedern mit 84% gegenüber 55% der Verdi Mitglieder höher ausgefallen.  Das innergewerkschaftliche Netzwerk-Verdi hatte die Mitglieder aufgefordert  bei er zweiten Urabstimmung mit „Nein“ zu stimmen.
Das Tarifergebnis kann nun in Kraft treten.

Quellen:
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=659cb7f2-8e4e-11de-745f-0019b9e321e1
http://www.gew.de/GEW-Urabstimmung_Mitglieder_stimmen_Tarifergebnis_zu_3.html
http://www.netzwerk-verdi.de/fileadmin/Material/NwFlugblattSozErzAbschluss200907.pdf

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