Gute Arbeit, gutes Geld

Gute Arbeit, gutes Geld!
Die Tarifpartner/Innen waren zur Einigung gezwungen. Ein Streik hätte die Arbeitgeber kaum noch schädigen können,
da die Eltern die Kosten kaum oder nur geringfügig gegen die Gemeinden geltend machen können. Somit wäre durch einen Streik, die kommunalen Kassen entlastet und die Gewerkschaftskassen belastet worden. Das hätte die Medien wohl schnell aufgegriffen und der Druck wäre sicherlich von den Arbeitgebern auf die Beschäftigten übergegangen.
Heuer einen Abschluss zu finden war eine gute Entscheidung. Die Gemeinschaft , Bund,Länder und Kommunen müssen die Mehrkosten tragen.
Das ist gut so. Böhle hat Recht, wenn er sagt, dass alle sich an den Mehrkosten beteiligen müssen. Gute Erziehungsarbeit kostet Geld. Bund und Länder dürfen die Kommunen nicht alleine lassen.Gewinner sind die Kinder, Eltern und Beschäftigten und die Wirtschaft. Gute TarifabschBanner tapo bloglüsse regen den Konsum an und helfen in der Wirtschaftskrise.

Beitrag und Netzschau zum Thema veröffentlicht im Tapo-Blog-Oed

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Tarifeinigung im Erziehungsdienst- Streiks werden beendet

DNZS Logo20 Zusammengestellt und kommentiert von Marty Ludischbo
Frankfurt am Main. (dnzs/verdi/vka/gew) Die DGB Gewerkschaften verdi und GEW und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben sich in der achten Verhandlungsrunde auf eine bessere Bezahlung und einen Gesundheitsschutztarifvertrag für die kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste geeinigt. Von der am Montagmorgen in Frankfurt/Main nach einem fünftägigen Verhandlungsmarathon erzielten Einigung profitieren rund 220.000 Beschäftigte. (mehr …)

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ÖPNV Bayern: Abschluss vor der letzten Endstelle

DNZS Logo35Die für letzten Montag angekündigten Streiks konnten letzten Woche Samstag in Bayern noch in letzter Minute abgewendet werden. Ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber für die Nahverkehrsbeschäftigten wurden von den Gewerkschaften in einer zweiten Urabstimmung angenommen. Die Verdi und GDL Mitglieder stimmten mit 52 % für den Abschluss. 
Einen besonderen Erfolg verbucht ver.di-Verhandlungsführer Riegler in der Beibehaltung der 38,5-Stunden-Woche. „Dadurch ist es uns gelungen, einen weiteren Arbeitsplatzabbau zu verhindern“, sagte Frank Riegler. (Quelle verdi Bayern)

Auf Arbeiterseite hört man aber lt. Nürnberger Zeitung andere Töne.
„Herbert Dombrowksy vom KAV macht  ganz deutlich, dass der Streitpunkt «Arbeitszeit» keineswegs vom Tisch ist: Der nun unterzeichnete Tarifvertrag läuft bis 30. Juni 2010 – nach dem abgelehnten ersten Arbeitgeber-Angebot wäre ab diesem Datum die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 39 Stunden verlängert worden. Für die Gewerkschaft ein Tabu, für die Verkehrsbetriebe ein Thema, das sie erneut aufs Tapet bringen – und darauf verweisen, dass weite Teile des öffentlichen Diensts bereits längere Arbeitszeiten vereinbart haben und auch die Busfahrer in allen anderen Tarifgebieten außerhalb Bayerns länger arbeiten, für meist weniger Geld. „

Herauszuheben ist sicherlich die soziale Komponente Sockelbetrag. Bund, Kommune, Land Berlin, Länder. In  allen Abschlüssen profitierten somit  die unteren Einkommensgruppen Prozental mehr, als die oberen Einkommensgruppen.

Der Abschluss für den Nahverkehr Bayern sieht folgende Gehaltszuwächse vor:

1. Sockelbetrag
Ab Januar 2009 werden alle Tabellenentgelte um 40,00 Euro erhöht.

2. Lineare Erhöhung
Die Tabellenentgelte werden zum 01.05.2009 um 3,1% erhöht

3. Einmalzahlung
Von Januar bis Juni 2010 werden monatlich 50,00 Euro zusätzlich gezahlt

4. Wechselschicht- und Schichtzulage
Die Schichtzulage wird auf 130 Euro und die Wechselschichtzulage auf 200 Euro ab 01.01.2009 erhöht.

5. Laufzeit
Bis 30.06.2010 (Quelle GDL München)

Gerne hätten wir noch eine Presserklärung von dem KAV Bayern verlinkt. Die Presserklärung ist aber nur noch im Mitgliederbereich zugänglich.

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Mitglieder beenden Tarifrunde 2009/Länder

DNZS Logo35(Basisdemokratie) Mit der Mitgliederbefragung endete die Tarifrunde 2009 für die angestellten Landesbeschäftigen. Ob der Abschluss auf die Beamten/innen übertragen wird steht noch nicht gänzlich fest. Auf der Homepage von verdi gibt die Gewerkschaft an, dass 68,8 der Mitglieder den Abschluss zustimmten. Alle waren aber nicht zufrieden. Das macht das Ergebnis deutlich und wird auf der Homepage auch entwaffnend dargestellt. (link)
Das Netzwerk-verdi meint, dass die Gewerkschaftsbasis inzwischen daran gewöhnt ist, dass Gewerkschafts-spitze und Apparat Tarifabschlüsse schönrechnen und Niederlagen als Erfolg verkaufen. (link)

Basisdemokratie wird wohl nicht von allen mit-gelebt!
„Der Wert der Mitgliederbefragung ist unverkennbar“, bilanzierte Frank Bsirske, „denn darüber kommen wir ins Gespräch mit den Mitgliedern“ Wie hoch die Wahlbeteiligung ist leider nicht nachzulesen. Insider gehen von einer eher niedrigen Wahlbeteiligung aus. Demokratie wird leider nicht von allen gelebt.
Die anderen Gewerkschaften haben keine Mitgliederbefragung durchgeführt.

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Nachgerechnet: Reallohngewinn oder Reallohnverlust?

Banner tapo blog tr 09Durch den sozialen Sockelbetrag von 40 Euro rechnet sich der Prozentuale Gesamtbetrag auf 24 Monate berechnet abweichend. Mit dieser Datei können alle unsere Leser/Innen nachrechnen, ob über gesamte Laufzeit letztendlich ein Reallohnzuwachs für die angestellten Beschäftigten herausverhandelt werden konnte. 
Die unteren Lohngruppen werden bei einer von mir geschätzten Inflationsrate von 2,25% in jedem Fall einen Zuwachs erhalten. Bei einer Rate von 2,85 % würden dann aber die oberen Einkommensgruppen ab ca. 2800 Euro einen Reallohnverlust hinnehmen müssen.
Allerdings ist die geschätzte Preissteigerungsrate für 2009 und 2010 sehr mutig geschätzt. Bei der derzeitigen Gefahr deflationärer Preisentwicklung kann tatsächlich die Rate auch wesentlich niedriger ausfallen. Dann würden die Einkommensbezieher/Innen im ÖD/Länder einen noch größeren Reallohnzuwachs unter dem Strich erhalten. Das wissen wir dann aber spätestens im Januar 2011.

Herzlichste Grüße
Euer Bertram Rabe.

 
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Hilfe:
In den grünen Feldern können Sie die entsprechenden Werte eingeben. Wenn Sie die Datei mit Oppen Office öffnen müssen Sie die Datei vorher abspeichern, da die Datei nur schreibgeschützt heruntergeladen werden kann.
Viel Spaß beim rechnen!
 

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Tarifeinigung bei den Ländern am Verhandlungstisch

DNZS Logo35Die Tarifparteien haben für die Landesbeschäftigen ein Ergebnis erzielt. Die Dienstleistungsgewerkschaft verdi beziffert die Einigung mit 5,8% . Die Mitglieder müssen aber das Ergebnis noch ratifizieren. Die dbb Tarifunion des deutschen Beamtenbundes bezifferte das Ergebnis mit „gut 5%.“

Der Tarifabschluss sieht im Wesentlichen Folgendes vor:
– Erhöhung der Entgelte ab 1. März 2009 um einen Sockelbetrag von 40 Euro und zusätzlich 3,0 v.H.
– weitere Erhöhung ab 1. März 2010 um 1,2 v.H.
– Einmalzahlung von 40 Euro für die Monate Januar und Februar 2009
– Anhebung der Auszubildendenvergütungen zum 1. März 2009 um 60 Euro und zum 1. März 2010 um weitere 1,2 v.H.
– Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010
– Aufnahme der Verhandlungen zur Entgeltordnung nach den Sommerferien.

Im laufe der Woche wird Dnzs genau nachrechnen, was das Ergebnis im Verhältnis zu der Inflationsrate (Reallohn), berechnet auf die 24 Monatige Laufzeit, bedeutet.

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Berlin: Gewerkschaftsmitglieder stimmen Ergebnis zu

DNZS Logo35Berlin: Die Berliner/Innen müssen mit keinen weiteren Einschränkungen im Öffentlichen Dienst, wegen Streikmaßnahmen, bis zur nächsten Tarifrunde, mehr rechnen.

Die Mitglieder:
– der Gewerkschaft der Polizei stimmten mit 70,1% zu.
– der Verhandlungsführende Gewerkschaft verdi stimmten mit 76,5 % zu

Die Gewerkschaft GEW empfiehlt ebenfalls Zustimmung. Das Ergebnis liegt aber noch nicht vor und wir unter der Kommentarfunktion nachgereicht.
Auch die
IG Bau ist ebenfalls unterschreibende Gewerkschaft. Presseinformationen sind allerdings auf deren Homepage nicht zu finden.

Eine Information über die Wahlbeteiligung lag uns bisher nicht vor.

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Endlich! Die Einigung in Berlin

Einkommenserhöhungen für die Berliner ÖD-Dienstleister/Innen
Beamte/Innen sollen aber leer ausgehen

In Berlin ist, wie in der Metallindustrie, letzte Woche ein Tarifergebnis erzielt worden. Genau wie in Sindelfingen glaubt verdi keinen höheren Tarifabschluss für ihre Mitglieder durch Streik erzielen zu können. Jetzt haben die Mitglieder das Wort.

Am Mittwochabend – am 12. November 2008 – konnte in der zweiten Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Senat ein Tarifergebnis erzielt werden. Ab Juni 2009 erhalten demnach alle Beschäftigten einen Sockelbetrag von 65 Euro pro Monat, die angekündigte Einmalzahlung für 2009 entfällt.
Mit den Verhandlungen ist der Senat von seiner starren Haltung – mit den Gewerkschaften nicht vor 2009 über Einkommensverbesserungen verhandeln zu wollen – abgerückt. Der Streik hat dafür gesorgt, dass der Senat den Gewerkschaften beim Sockelbetrag deutlich entgegenkommen musste. Der jetzt vorliegende Abschluss sei zwar kein Anlass zum Jubeln, beeinhalte aber echte und dauerhafte Einkommensverbesserungen für die Beschäftigten, sagte Astrid Westhoff, Verhandlungsführerin der Gewerkschaftsseite. Viele Gewerkschaftsmitglieder hätten zwar einen höheren Abschluss erwartet, aber nach den vielen Gesprächen, Sondierungen und in den komplizierten Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite ist deutlich geworden, dass auch ein noch längerer Streik kein besseres Tarifergebnis gebracht hätte.
Bis Anfang Dezember werden die Gewerkschaften die Mitglieder in einer zweiten Urabstimmung zum Verhandlungsergebnis befragen. Wenn diese dem Abschluss im erforderlichen Umfang zustimmen, ist einer der längsten Tarifkonflikte im Berliner öffentlichen Dienst beendet.

Quelle: http://berlin.verdi.de

Das bedeutet, dass die Berliner Beschäftigten endlich eine Lohnerhöhung seid 2004 erhalten. Nach fast 4 Jahren Nullrunde wird dieses Minimalergebnis natürlich keine Jubelströme auslösen. Hervorzuheben ist der Sockelbetrag von 65 Euro auf alle Einkommensgruppen.. Das bedeutet, dass die unteren Einkommensgruppen prozentual mehr Geld bekommen, als die oberen Einkommensgruppen. Für eine Beschäftigte mit ca. 1800 Euro Grundeinkommen bedeutet das ab Juni 2009 3,61% mehr Einkommen. Eine Mitarbeiterin in leitender Funktion mit ca. 2800 Euro Brutto-Einkommen bekommt prozentual ca. 2,32%.
Mit dem Tarif-Entgeltrechner lässt sich ausrechnen, was die Erhöhung in Prozent für der/die einzelne bedeutet. Es wird deutlich, dass die unteren Einkommensgruppen eine Reallohnerhöhung erreichen werden.
Mit der Prozessgestaltung, die zweite Vereinbarung mit dem Berliner Senat, werden die Berliner/Innen im ÖD wieder ab 2010 in das Tarifrecht TVL,TVÖD eingegliedert. Das bedeutet aber, dass die Arbeitnehmer/Innen auch wieder länger arbeiten müssen.

Im Zusammenhang mit der Prozessgestaltung, Vorbereitung zum neuen Tarifrecht, ist sicherlich ein Ergebnis, erziehlt worden, dass die Interessen der Beschäftigten auf der einen Seite und die angespannte Berliner Haushaltslage auf der anderen Seite, Rechnung trägt.

Empörung bei den Beamten/Innen

Innensenator Körting ist der Meinung, das Ergebnis nicht auf die Beamten übertragen zu müssen.  Die Berliner Morgenpost berichtete am 19.11.08, das Körting Verhandlungen ablehnt.
Verdi
und dbb protestieren aufs schärfste dagegen.

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Presseschau und Pressemitteilungen zum Tarifkompromiss

* Enttäuschte Lehrkräfte *
In den Berliner Medien wird auffällig viel über die enttäuschten langestellten Lehrer/Innen berichtet. 
Welt online berichtete am 14.11 mit dem Titel: Lehrer zeigen sich enttäuscht von Tarifeinigung

Die Berliner Morgenpost hob ebenfalls die Lehrer hervor
.
In der Pressemitteilung von der GEW wird aber deutlich, dass sie froh sind, dass das Tarifdiktat der rot-roten Landesregierung beendet wird.
 Die Netbühne hebt hervor, dass die Gewerkschaften zufrieden sind. Das Ergebnis soll jetzt natürlich auch aiufdie Beamten übertragen werden.

Die Gewerkschaft der Polizei ist zufrieden: PI: vom 14.11.2008
In der zweiten Urabstimmung erwartet die federführende Gewerkschaft verdi eine klare Zustimmung zum Tarifkompromiss: PI vom 18.11.2008.

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update: 20.11.08
Das oppositionelle
netzwerk-verdi verlinkte einen Beitrag von Rainer Balcerowiak , erschienen in „Junge Welt“. Dieser bezeichnete den Abschluss als Eigentor.

————————————————————————-update ende
Die Linke im Abgeordnetenhaus begrüßt die Lösung im Tarifkonflikt.
Der Berliner SPD_Fraktionsvorsitzende Müller sieht auch eine guten Tarifkompromiss und hebt hervor:
Wir wissen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst mit dem Solidarpakt einen wichtigen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet habe …“ Quelle:
Eine Bewertung der CDU und Der Grünen-Berlin sind nicht netzzuschauen. Bislang nicht.
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PS: in eigener Sache:deed-head-yellow

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