TV-N Bayern- Tarifpolitik an mehreren Fronten

Die Tarifverhandlungen im Bayrischen Öffentlichen Nahverkehr werden z.Z an mehreren Fronten durchgeführt. Während ,lt. br-online (1) , verdi  schon entsprechende Vorschläge angenommen haben soll, möchte die GDL einen entsprechenden Tarifvertrag für ihre Mitglieder zunächst nicht annehmen.
Auf der verdi Homepage Bayern/Verkehr sind z.Z keine Positionierungen, Tarifinfos oder Pressemitteilungen online gestellt. (mehr …)

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Stahlabschluss- Aufregung bei den Arbeitgeberverbänden

stahl Die 85.000 Beschäftigten der Stahlindustrie von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen erhalten ab 1. Oktober 3,6 Prozent höhere Einkommen; für diesen Monat, September, gibt es 150 Euro mehr. Ab Januar 2011 haben die Leiharbeitnehmer in der Stahlbranche Anspruch auf gleiches Geld für gleiche Arbeit. Darauf verständigten sich IG Metall und Arbeitgeberverband in der vergangenen Nacht in Düsseldorf.

Die Auszubildenden erhalten überproportional mehr: Die Ausbildungsvergütungen steigen um 40 Euro. Dieser Tarifvertrag gilt bis Ende Oktober 2011.  weiterlesen im Wirtschafts-Blog!

Der Verband der Zeitarbeitsfirmen IGZ  und die BDA (Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände) macht unterdessen Front gegen die Vereinbarung. netzschaue hier und hier

Bei der IG-Metall heißt es:

Faire Leiharbeit: Leiharbeiter erhalten in allen Betrieben der Stahlindustrie das gleiche Geld wie die Stammbeschäftigten. Wenn die Verleihfirma die Arbeit nicht gleich bezahlt, haftet das Stahlunternehmen gegenüber dem Leiharbeiter. Dieser Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2012….   Quelle

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Stahlabschluss 2010 – 3,6% mehr und ein ein kleiner Lichtblick für die Leiharbeiter/Innen

stahl BDA und Zeitarbeitsunternehmen machen Front gegen Stahlabschluss. 3,6% mehr und geplante tarifliche Gleischstellung für die Leiharbeiter/Innen.

Die 85.000 Beschäftigten der Stahlindustrie von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen erhalten ab 1. Oktober 3,6 Prozent höhere Einkommen; für diesen Monat, September, gibt es 150 Euro mehr. Ab Januar 2011 haben die Leiharbeitnehmer in der Stahlbranche Anspruch auf gleiches Geld für gleiche Arbeit. Darauf verständigten sich IG Metall und Arbeitgeberverband in der vergangenen Nacht in Düsseldorf.

Die Auszubildenden erhalten überproportional mehr: Die Ausbildungsvergütungen steigen um 40 Euro. Dieser Tarifvertrag gilt bis Ende Oktober 2011. (mehr …)

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Tarifabschlüsse im 1. Halbjahr 2010 sahen häufig Einmalzahlungen vor

Neue Tarifdatenbank ab sofort verfügbar – Pressemitteilung Statistisches Bundesamt 09.09.2010

(WIESBADEN) – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sahen viele Neuabschlüsse im ersten Halbjahr 2010 überwiegend Einmalzahlungen vor, die bei zukünftigen prozentualen Erhöhungen nicht berücksichtigt werden.

So erhielten die Arbeitnehmer in der chemischen Industrie für den Zeitraum Mai 2010 bis März 2011 ausschließlich eine Einmalzahlung zwischen 550 und 715 Euro sowie einen Konjunkturbonus von 200 bis zu 260 Euro in Unternehmen, die nicht wesentlich von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen waren. Im Pilotabschluss in der Metallindustrie vereinbarten die Tarifvertragsparteien für das laufende Jahr eine Pauschale von insgesamt 320 Euro sowie eine Tarifanhebung für 2011. Auch im Bankgewerbe und in der Kautschukindustrie wurden für das laufende Jahr Pauschalzahlungen und Tariferhöhungen für das Jahr 2011 vereinbart.

Prozentuale Erhöhungen handelten die Tarifvertragsparteien im 1. Halbjahr 2010 beispielsweise für den öffentlichen Dienst bei Bund und Gemeinden (+ 1,2%) und im Hotel- und Gaststättengewerbe in Berlin (+ 3,5%) aus. Aus früheren Tarifverträgen resultierende Steigerungen der Tarifverdienste gab es unter anderem im öffentlichen Dienst der Länder (+ 1,2%), im Groß- und Außenhandel (+ 1,5%), im Baugewerbe (+ 2,3% für das frühere Bundesgebiet beziehungsweise + 2,5% für die neuen Länder) und im Versicherungsgewerbe (+ 2,5%).

Diese und weitere Informationen zu Tarifverdiensten in verschiedenen Branchen, Regionen und Berufen, zu Mindestlöhnen sowie zu wichtigen tariflichen Regelungen, wie Arbeitszeit, Sonderzahlungen oder Urlaubsgeld, sind ab sofort in der neu konzipierten Tarifdatenbank zu finden, die das Statistische Bundesamt heute frei geschaltet hat. Der Zugriff auf die Tarifdatenbank ist kostenfrei und erfolgt über eine komfortable Suchmaske. Alle Ergebnisse können als PDF-, XLS- oder CSV- Dateien exportiert und weiterverarbeitet werden.

Quelle und weiterlesen mit Tabellencharts

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Stahlindustrie! Schluck aus der "expansiven" Pulle?

Im Vorfeld der bevorstehenden Tarifrunden fordert der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel eine expansive Lohnpolitik, damit die lahmende Binnenkonjunktur endlich vorangetrieben wird. Die letzten Aufschwungjahre sind bei den Arbeitnehmer/Innen nicht angekommen. Jetzt geht es in der Stahlindustrie los. Wird es dort einen großen,“expansiven“ Schluck aus der Pulle geben?

Artikel im Wirtschafts Blog weiterlesen

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Expansive Lohnpolitik? Alles guckt auf die Stahlindustrie

Die Aufschwung in der Exportindustrie ist auch in der Stahlindustrie angekommen. Während der Krise sind der größte Teil der Leiharbeiter/innen nicht weiter beschäftigt worden. Die Stammbelegschaften mussten in vielen Bereichen Kurzarbeit fahren. Auch deshalb geht die IG Metall offensiv in die diesjährige Tarifrunde und fordert 6% mehr Geld und möchte Regelungen für eine „faire Leiharbeit“, bessere Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer/Innen vereinbaren.(1)
Die Stahlbeschäftigten im Osten schlossen sich den Forderungen von Sprockhövel weitestgehend an.(2)
Der Arbeitgeberverband hat die Forderung erwartungsgemäß zurückgewiesen. (3)

Im Vorfeld der bevorstehenden Tarifrunden fordert der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel eine expansive Lohnpolitik, damit die lahmende Binnenkonjunktur endlich vorangetrieben wird. (4)
Die letzten
Aufschwungjahre sind bei den Arbeitnehmnern nicht angekommen. Das muss sich grundlegend ändern. (5)
Aber wird deswegen hier ein expansiver Abschluss folgen?
Die monetaristische Presse steht schon zum Gegenschlag bereit. Am 06. September begonnen die Verhandlungen.
Alles guckt auf die Stahltürme.

Quellen
(1-4 in Reihenfolge)

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_5363.htm

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_5337.htm

http://www.trading-house.net/news/rheinische-post-arbeitgeberverband-stahl-weist-ig-metall-forderung-zurueck-21570934.html

http://www2.alternative-wirtschaftspolitik.de/uploads/m2910.pdf

(5) siehe dazu auch Ulrike Hermann: „Der Selbstbetrug der Mittelschicht“ (Einleitung)
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Netzschauartikel: Tarifbewegungen 2010

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Ärzte haben gewonnen.

Die goßen Gewinner der Tarifrunde 2010 sind die Ärzte und Ärztinnen. Mit einem Kraftakt endet die Tarifauseinandersetzung für die
Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. In den frühen Morgenstunden des 9. Juni 2010 haben sich VKA und Marburger Bund auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Ärzte erhalten ab dem 1. Mai 2010 ein lineares Gehaltsplus von zwei Prozent sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro. Zusätzlich steigt die Bezahlung von Bereitschaftsdienst und Nachtarbeit um 20 bis 26 Prozent. (1)

Die Arbeitgeber finden den Abschluss grenzwertig. Der Marburger Bund „ist ganz zufrieden“

Der Konflikt zeigt aber die Macht der gut organisierten Spartengewerkschaften. Sie sind in der Lage auch bei schwieriger Haushaltslage für ihr Klientel gute Abschlüsse zu erzielen. Es reichten dafür nur wenige Streiktage aus. Man muss es aber sagen. Auf Kosten der anderen Beschäftigungsgruppen. (mehr …)

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Schlichter: Löhne sollen minimal steigen

Tabellenwirksam 1,64% – Mit Einmalzahlung ca: 2,11% –  Azubis nur ca. 1,89 %

Velen/Kreis Borken. Nach knapp einwöchiger Schlichtung in den Tarifverhandlungen von Bund und Kommunen haben die beiden Schlichter, Prof. Georg Milbradt und Dr. Herbert Schmalstieg, gestern ihre Einigungsempfehlung vorgestellt.

Im einzelnen empfehlen die Schlichter folgende Entgelterhöhung:
* ab 01.01.2010 – 1,2%
* ab 01.01.2011  -0,6%
* ab 01.08.2011  -0,5%
* Einmalzahlung 2011, 240 Euro, 50 Euro Auszubildende
* Weiterentwicklung der Leistungsorientierung in 4 Schritten von 1% auf 2%

* Die zum 31.12.2009 ausgelaufene Übernahmereglung für Auszubildende (unter bestimmten 
Vorraussetzungen 12 Monate) wird weitestgehend verlängert.
* Außerdem soll Altersteilzeit ab 60 Jahre möglich werden.

Laufzeit 26 Monate

Tabellenwirksam gerechnet:
Hoch gerechnet auf die 26 Monate Laufzeit bedeutet die Lohnerhöhung tabellenwirksam ohne Einmalzahlung eine lineare Lohnerhöhung von 1,64 % . Eine Inflationsrate (Preissteigerung) auf die 26 Monate durchschnittlich, geschätzt, von 1,1 % würden die Löhne auf die vereinbarte Laufzeit berechnet real nur 0,54% steigen. Sollte allerdings die Preise in den 26 Monaten stärkere steigen würde diese Empfehlung ein Brutto-Reallohnverlust bedeuten.

Beschäftigte, die von den Leistungsentgelten profitieren, kommen demnach nominal tabellewirksam auf ca. 2,05%
(real: ca. 0,95 %)

mit Einmalzahlung gerechnet:
Bei einem Brutto-Einkommen von 2000 Euro würde die Lohnerhöhung allerdings nominal ca. 2,11% steigen (real bei o.g Annahmen ca. 1%), wenn man die einmalige Zahlung 2011 mit hineinberechnet. Die Auszubildenden müssen sich (berechnet 3. Ausbildungsjahr) nominal mit 1,89 % zufrieden geben.
Beschäftigte, die von den Leistungsentgelten profitieren, kommen nominal tabellewirksam auf ca.2,52% (real: ca. 1,41 %)

Nachrechnen?

ba downloadMit unserem Brutto-Reallohnrechner lässt sich die Tariferhöhung individuell berechnen.

erstellt mit Open Office: als ods: download als xls: download

(Achtung: Die Datei wird schreibgeschützt geöffnet. Sie müssen die Datei speichern. Danach können eigene Werte und Annahmen eingeben werden)


Quellen:

Pressemitteilung verdi zum Schlichterspruch
Pressemitteilung VKA zum Schlichterspruch (vom Homepagebetreiber bereits wieder depubliziert)

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