Einigung im Berliner Nahverkehr (2010)

gemeinsame Pressemitteilung KAV und verdi/berlin

Nach vier Verhandlungsrunden haben die Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der KAV Berlin für die Berliner Verkehrsbetriebe und deren Tochter Berlin Transport heute erfolgreich einen Tarifabschluss für den Berliner Nahverkehr vereinbart. Vorbehaltlich der Zustimmung der beteiligten Gremien wird der Tarifvertrag unverzüglich in Kraft gesetzt.
Über die Laufzeit von 24 Monaten erhalten die Beschäftigten rund 3 Prozent mehr.
Für die ersten vier Monate des Jahres erhalten die Beschäftigten am 1. April 2010 einmalig 340 Euro, ab November 2011 wird die Jahressonderzahlung um 200 Euro erhöht. Ab Mai 2010 steigen alle Einkommen um 1,5 Prozent, ab November 2010 folgt ein weiteres Plus von 0,6 Prozent. Ab Mai 2011 gibt es eine weitere Erhöhung um 1,2 Prozent.
Beide Verhandlungspartner bezeichneten die Gespräche als konstruktiv und zielgerichtet. Mit dem Abschluss sei ein fairer und verantwortungsbewusster Kompromiss gelungen. Quelle

Auch die GDL mischt im Berliner Nahverkehr mit. Hier eine entsprechende Tarifinfo der GDL- Berlin:
http://www.gdl-nahverkehr-berlin.eu/tarifabschluss_2010.pdf

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Tarifrunde 2010 – Ausblick und Fakten (1)

Die Tarifbewegungen im Krisen Jahr 2010 haben begonnen. Während der Öffentliche Dienst in die Schichtung gegangen ist, hat die größte Einzelgewerkschaft der Welt, die IG Metall, mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Tarifbezirk NRW für die Metall und Elektroindustrie einen Pilotabschluss erzielt. Die Spartengewerkschaft Cockpit (VC) organisiert einen großangelegten Pilotenstreik bei der Lufthansa, der aber vorerst ausgesetzt wurde.  weiterlesen

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Warnstreiks in den nächsten Tagen zu erwarten!

DNZS Logo35Die Arbeitgeber machten am Ende der zweiten Verhandlungsrunde für die ca. 1,2 Millionen Angestellten im Öffentlichen Dienst (Bund und Kommunen) kein Angebot und die Verhandlungen sind vertagt worden. Quer durch alle Netz – News ist nun zu lesen, dass die Gewerkschaften die „maßlosen Arbeiter/Innen und Angestellten in den öffentlichen Verwaltungen und Betrieben “ am Donnerstag zu Warnstreiks ausgerufen haben. 
Dieses können wir nun auch offiziell bestätigen: 
Die Gewerkschaften verdi und Dbb werden in den nächsten Tagen in allen Bundesländern zu Warnstreiks aufrufen, heißt es in den neusten Pressemitteilungen vom 01.01.2010. Beobachter gehen davon aus, dass auch die anderen beiden Gewerkschaften (GEW und die GdP) ihre Mitglieder zu Protestmaßnahmen aufrufen werden.

Die Verhandlungen werden am 10./11. und 12. Februar 2010 in Potsdam fortgesetzt.

Quellen:
(1)

http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=566aab36-0f36-11df-5bb0-0019b9e321cd
http://www.dbb.de/dbb-beamtenbund-2006/3155_4230.php

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"Macht was für die Jugend"

Tarifrunde 2010: Was sagen die Beschäftigten zur 2. Verhandlungsrunde:

Hört man sich so bei den Beschäftigten um, sind viele eher genervt:
„Die sollen sich einigen und gut ist“ oder: „Immer die selben medialen Spielchen“  Franz E. aus Ratingen teilte uns in einer Mail folgendes mit: „Neben einer angemessenen Lohnerhöhung wünsche ich mir in erster Linie, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Auszubildenden eine Perspektive auf unbefristete Arbeitsverträge bekommen. Diese Tarifrunde muss der Jugend gehören!“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

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"Maßlos Kampagne" des Innenminister bestimmt weiter die 2. Verhandlungsrunde.

Potsdam: Die zweite Verhandlungsrunde hat am Sonntag begonnen. Ohne Kompromiss-Signale ist gestern  in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde für die 1,2 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen gestartet und wird am heutigen Montag fortgesetzt. Der Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Thomas de Maizière, bezeichnete die Gewerkschaftsforderungen von einem Volumen von 5% (soziale Komponente) weiterhin als „maßlos“ und findet die Warnstreikankündigungen für den kommenden Donnerstag als „wenig hilfreich“. Wenig hilfreich ist sicherlich auch die Kampagne, die der Innenminister gestartet hatte und alle gehorsamen Medien gebetsmühlenartig nachplappern.
Beispiele:

SWR.de (siehe erste Imtext Überschrift)
http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/nid=396/did=5928278/1p2pv2c/

ad-hoc news

http://www.ad-hoc-news.de/annaeherung-tarifverhandlungen-im-oeffentlicher-dienst–/de/Wirtschaft-Boerse/Wirtschaft/20908947

Und über den CDU/FDP nahe stehenden Focus lässt der Innenminister verlauten, dass die „maßlosen“ Arbeiter/Innen und Angestellten im Streikfall schließlich die Bevölkerung leiden lässt.
http://www.focus.de/finanzen/news/oeffentlicher-dienst-im-streikfall-leidet-die-bevoelkerung_aid_475895.html

Damit werden die Verhandlungen schon im Vorfeld provozierend begleitet. Warnstreiks sind damit die fast logische Folgerung. Die Argumente der Gewerkschaften sind griffig. Es sind nicht die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, die die gewollte Unterfinanzierung des Öffentlichen Dienstes gestaltet haben. Schon gar nicht sind die Müllmänner/frauen, die Krankenpfleger/Innen und Busfahrer/Innen verantwortlich für die Bankenkrise, die per „stillen Staatsstreich
durch die Steuerzahler/innen beglichen wird. Ohne ein Angebot vorzulegen geht der Präsident der Kommunalen Arbeitgeberverbände Thomas Böhle davon aus, dass man am Ende in die Schlichtung geht.

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Ein vernünftiges Tarifwerk in Berlin wäre sicherlich sexy

(Berlin) Auch in Berlin wird im Berliner ÖD verhandelt. Hier geht es in erster Linie um die Landesbeschäftigen in Berlin Ost und West.
Aus der Pressemitteilung von Verdi Berlin ist nicht sehr viel herauszulesen. Es wird von „Ausloten“ und „unterschiedlichen Modellen“ geredet, ohne Konkret zu werden. Fakt ist: Mit dem rot roten Senat ist wohl nicht gut Kirchen essen. OK, Berlin ist pleite, aber doch sexy. Ein vernünftiges Tarifwerk mit z.B weniger Arbeitszeit für Ost & West ist auch sexy, finden wir.
Eine Pressemitteilung des Berliner Senats war nicht zu finden. Deswegen veröffentlichen wir nur die PM von Verdi-Berlin (mehr …)

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