Berlin: Gewerkschaftsmitglieder stimmen Ergebnis zu

DNZS Logo35Berlin: Die Berliner/Innen müssen mit keinen weiteren Einschränkungen im Öffentlichen Dienst, wegen Streikmaßnahmen, bis zur nächsten Tarifrunde, mehr rechnen.

Die Mitglieder:
– der Gewerkschaft der Polizei stimmten mit 70,1% zu.
– der Verhandlungsführende Gewerkschaft verdi stimmten mit 76,5 % zu

Die Gewerkschaft GEW empfiehlt ebenfalls Zustimmung. Das Ergebnis liegt aber noch nicht vor und wir unter der Kommentarfunktion nachgereicht.
Auch die
IG Bau ist ebenfalls unterschreibende Gewerkschaft. Presseinformationen sind allerdings auf deren Homepage nicht zu finden.

Eine Information über die Wahlbeteiligung lag uns bisher nicht vor.

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Endlich! Die Einigung in Berlin

Einkommenserhöhungen für die Berliner ÖD-Dienstleister/Innen
Beamte/Innen sollen aber leer ausgehen

In Berlin ist, wie in der Metallindustrie, letzte Woche ein Tarifergebnis erzielt worden. Genau wie in Sindelfingen glaubt verdi keinen höheren Tarifabschluss für ihre Mitglieder durch Streik erzielen zu können. Jetzt haben die Mitglieder das Wort.

Am Mittwochabend – am 12. November 2008 – konnte in der zweiten Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Senat ein Tarifergebnis erzielt werden. Ab Juni 2009 erhalten demnach alle Beschäftigten einen Sockelbetrag von 65 Euro pro Monat, die angekündigte Einmalzahlung für 2009 entfällt.
Mit den Verhandlungen ist der Senat von seiner starren Haltung – mit den Gewerkschaften nicht vor 2009 über Einkommensverbesserungen verhandeln zu wollen – abgerückt. Der Streik hat dafür gesorgt, dass der Senat den Gewerkschaften beim Sockelbetrag deutlich entgegenkommen musste. Der jetzt vorliegende Abschluss sei zwar kein Anlass zum Jubeln, beeinhalte aber echte und dauerhafte Einkommensverbesserungen für die Beschäftigten, sagte Astrid Westhoff, Verhandlungsführerin der Gewerkschaftsseite. Viele Gewerkschaftsmitglieder hätten zwar einen höheren Abschluss erwartet, aber nach den vielen Gesprächen, Sondierungen und in den komplizierten Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite ist deutlich geworden, dass auch ein noch längerer Streik kein besseres Tarifergebnis gebracht hätte.
Bis Anfang Dezember werden die Gewerkschaften die Mitglieder in einer zweiten Urabstimmung zum Verhandlungsergebnis befragen. Wenn diese dem Abschluss im erforderlichen Umfang zustimmen, ist einer der längsten Tarifkonflikte im Berliner öffentlichen Dienst beendet.

Quelle: http://berlin.verdi.de

Das bedeutet, dass die Berliner Beschäftigten endlich eine Lohnerhöhung seid 2004 erhalten. Nach fast 4 Jahren Nullrunde wird dieses Minimalergebnis natürlich keine Jubelströme auslösen. Hervorzuheben ist der Sockelbetrag von 65 Euro auf alle Einkommensgruppen.. Das bedeutet, dass die unteren Einkommensgruppen prozentual mehr Geld bekommen, als die oberen Einkommensgruppen. Für eine Beschäftigte mit ca. 1800 Euro Grundeinkommen bedeutet das ab Juni 2009 3,61% mehr Einkommen. Eine Mitarbeiterin in leitender Funktion mit ca. 2800 Euro Brutto-Einkommen bekommt prozentual ca. 2,32%.
Mit dem Tarif-Entgeltrechner lässt sich ausrechnen, was die Erhöhung in Prozent für der/die einzelne bedeutet. Es wird deutlich, dass die unteren Einkommensgruppen eine Reallohnerhöhung erreichen werden.
Mit der Prozessgestaltung, die zweite Vereinbarung mit dem Berliner Senat, werden die Berliner/Innen im ÖD wieder ab 2010 in das Tarifrecht TVL,TVÖD eingegliedert. Das bedeutet aber, dass die Arbeitnehmer/Innen auch wieder länger arbeiten müssen.

Im Zusammenhang mit der Prozessgestaltung, Vorbereitung zum neuen Tarifrecht, ist sicherlich ein Ergebnis, erziehlt worden, dass die Interessen der Beschäftigten auf der einen Seite und die angespannte Berliner Haushaltslage auf der anderen Seite, Rechnung trägt.

Empörung bei den Beamten/Innen

Innensenator Körting ist der Meinung, das Ergebnis nicht auf die Beamten übertragen zu müssen.  Die Berliner Morgenpost berichtete am 19.11.08, das Körting Verhandlungen ablehnt.
Verdi
und dbb protestieren aufs schärfste dagegen.

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Presseschau und Pressemitteilungen zum Tarifkompromiss

* Enttäuschte Lehrkräfte *
In den Berliner Medien wird auffällig viel über die enttäuschten langestellten Lehrer/Innen berichtet. 
Welt online berichtete am 14.11 mit dem Titel: Lehrer zeigen sich enttäuscht von Tarifeinigung

Die Berliner Morgenpost hob ebenfalls die Lehrer hervor
.
In der Pressemitteilung von der GEW wird aber deutlich, dass sie froh sind, dass das Tarifdiktat der rot-roten Landesregierung beendet wird.
 Die Netbühne hebt hervor, dass die Gewerkschaften zufrieden sind. Das Ergebnis soll jetzt natürlich auch aiufdie Beamten übertragen werden.

Die Gewerkschaft der Polizei ist zufrieden: PI: vom 14.11.2008
In der zweiten Urabstimmung erwartet die federführende Gewerkschaft verdi eine klare Zustimmung zum Tarifkompromiss: PI vom 18.11.2008.

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update: 20.11.08
Das oppositionelle
netzwerk-verdi verlinkte einen Beitrag von Rainer Balcerowiak , erschienen in „Junge Welt“. Dieser bezeichnete den Abschluss als Eigentor.

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Die Linke im Abgeordnetenhaus begrüßt die Lösung im Tarifkonflikt.
Der Berliner SPD_Fraktionsvorsitzende Müller sieht auch eine guten Tarifkompromiss und hebt hervor:
Wir wissen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst mit dem Solidarpakt einen wichtigen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet habe …“ Quelle:
Eine Bewertung der CDU und Der Grünen-Berlin sind nicht netzzuschauen. Bislang nicht.
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PS: in eigener Sache:deed-head-yellow

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Berlin streikt immer noch. Finanzmarktkrise lässt Konflikt verstummen


Immer noch keine Lösung im Berliner Tarifkonflikt!

 Erhebliche Einschränkungen im Berliner ÖD sind seit dem 13. 10.08 an der Tagesordnung. Die Gewerkschaften ver.di, GdP, IG BAU und GEW riefen die Berliner Beschäftigten im gesamten Landesdienst, in allen Bezirksämtern und Senatsverwaltungen, in den Kitaeigenbetrieben und Schulhorten, in den Landesbetrieben, die Lehrkräfte in den Schulen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei und in allen anderen Dienststellen zu ganztägigen Streiks von Montag, dem 13. Oktober bis Donnerstag, 16. Oktober 2008 auf. Die Bürger/Innen in Berlin spüren die Einschränkungen und die Berliner Presseorgane berichten ziemlich schonungslos.

Die eher konservative Morgenpost z.B: „Die Stimmung unter den Bürgern ist sehr aggressiv, sie richtet sich aber vor allem gegen den Senat“, sagte Stefanie Vogelsang (CDU), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in Neukölln. Die Mitarbeiter in den Meldestellen bekommen den Frust der Berliner dennoch täglich zu spüren. „Im Sommer haben wir einen Sicherheitsmann eingestellt, da es tätliche Übergriffe auf Mitarbeiter gab“, sagte Vogelsang. Erst am Montag habe es wieder eine Schlägerei um die Wartezettel gegeben. „  Quelle Berliner Morgenpost

Der Berliner Tagesspiegel berichtet mit von Ulrich Zawatka-Gerlach fast erschreckend einseitig gegen die Streikenden und bezeichnet in einem Kommentar die Streiks mit „Von kühn zu maßlos“

Bei diesem Kommentar wir deutlich, dass sich die Stimmung gegen die Streikenden verändern kann. Die Finanzkrise beherrscht das Thema. Wenn die Banken bald auch dem Landesstaat Berlin keine Kredite mehr gewährt, könnte es eng werden. So hört man es von den Berlinern auf der Straße. Auch wenn dieses doch her unwahrscheinlich klingt, lassen sich auch Zeitungsredakteuren schnell zu dieser These verführen.

Die Gewerkschaften werden froh sein im Bund und Kommunen bereits einen Abschluss getätigt zu haben. Unter dem Eindruck der Finanzkrise werden die Anliegen der Beschäftigtem im ÖD kaum noch öffentlich wahrgenommen. Außer in Berlin. Da boomt das Chaos. Die Tarifparteien sind jetzt endlich geordert eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Anmerkung: Gerne hätten wir an dieser Stelle eine Pressemitteilung vom Senat – Berlin verlinkt. Leider haben wir  keine öffentlichen Erklärungen, die im Internet abrufbar sind, gefunden.

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Was sagen die Berliner Regierenden ?

…. Im Netz nicht sehr viel!

Berlin: Was sagen eigentlich die Regierungsparteien zur Berliner Tarifrunde 2008? Im Netz ist dazu nur wenig zu finden. Ich habe mit dem Suchbegriffen „Tarifrunde 2008“ oder Tarifrunde Berlin“ oder Tarifrunde bzw Tarifpolitik versucht öffentliche Stellungnahmen im Internet zu recherchieren.

Hier das Ergebnis – (unkommentiert)
Berliner Senat: Fehlanzeige

SPD-Berlin: Fehlanzeige

DieLinke-BerlinEin Eintrag vom 17.Juli 2008

PS: Wir haben mehrere Anfragen erhalten. Viele Leser/Innen dieses Blog wünschen sich, dass wir persönlich bei den jeweiligen Akteuren in der Tarifpolitik noch zusätzlich recherchieren. Viele wünschen sich z.B Interviews und ähnliches.

Hier unsere Antwort, die sicherlich nicht jeden zufrieden stellen kann und wird.

Die Netzschau ist ein reines privates, nicht kommerzielles Internet/Blog Magazin und recherchiert überwiegend aus verfügbaren Inhalten und Quellen, die im Internet veröffentlicht wurden. Außerdem recherchieren wir in öffentlich zugänglichen Pressemitteilungen und Newslettern. Auch gelegentliche Hinweise per eMAil laufen bei uns ein und werden somit Bestandteil unserer Netzrecherchen. Wir wollen gegenüberstellen, bewerten, kommentieren und diskutieren. Unsere Seiten sind Interaktiv und können von jedem, der mag, kommentiert oder ergänzt werden. Außerdem würden wir gerne unsere Redaktion erweitern. Interessenten können sich persönlich mit uns in Verbindung setzten. (Impressum)

Für weitere Recherchen, Anfragen, Interviews etc) haben wir z.Z noch keine Kapazitäten. Der Arbeitsaufwand wäre für unsere kleine Redaktion einfach zu groß. Allerdings sind unsere Netzaktivitäten jederzeit erweiterbar. Mitmachen kann bei uns jeder. (MBB)

Herzliche Grüße von Marty Ludischbo und Vera Rühmberg

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Im Land "Berlin" wird bald wieder gestreikt

Berlin: Im Juli wurden die Tarifverhandlungen für den Berliner Öffentlichen Dienst ersteinmal ausgesetzt. (kein Ergebnis für Berlin). Am 03.09 kündigte die Gewerkschaft verdi einen neuen Streik am 15.09.2008 an.

(Ausszug aus der Presseinfo von verdi-Berlin)

…… Zentraler Treffpunkt ist am Brandenburger Tor, wo um 9.00 Uhr ein Demonstrationszug beginnt. Die Beschäftigten werden kollektiv symbolisch ihre Dienste anderen Bundesländern anbieten, die besser bezahlen als Berlin. Die Streikdemonstration wird deshalb an den Landesvertretungen der Länder Hessen, Brandenburg und auch des Saarlandes vorbeiführen und mit einer Streikkundgebung vor dem Gebäude des Bundesrates in der Leipziger Straße enden. Die Streikkundgebung steht unter dem Motto der Berliner Stadtmusikanten: „Etwas Besseres als Wowereit finden wir überall….Berliner Beschäftigte des öffentlichen Dienstes suchen einen sozialen Tarifpartner“ (…weiter….) In allen Bundesländern einschließlich Hessens sind die Einkommen in diesem Jahr um 2,9 Prozent erhöht worden. Das entspricht bei einem Bruttoeinkommen von 2500 € monatlich einer dauerhaften und verlässlichen Erhöhung des Jahreseinkommens um rund 930 € brutto. Der Berliner Senat will bei gleichen Aufgaben nur eine einmalige Zahlung von 300 € gewähren, die weder dauerhaft die Einkommen erhöht, noch zuverlässig oder notfalls einklagbar ausgestaltet ist“ sagt die stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin Astrid Westhoff, „Almosen nach Gutsherrenart reichen unseren Leuten nicht! ………

                                            “Quelle verdi-berlin


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Kein Ergebnis für Berlin

Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Berliner öffentlichen Dienstes erneut gescheitert und vertagt

  Netzschau und Kommentar Von Marty Ludischbo

„Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Berliner öffentlichen Dienstes sind heute Vormittag gescheitert“, dies erklärte Verhandlungsführerin Astrid Westhoff. Leider habe sich der Senat nicht im erforderlichen Maße auf die Gewerkschaften zu bewegt. Das vorliegende Angebot sei unannehmbar, so Astrid Westhoff. „Es bietet noch nicht einmal einen Inflationsausgleich“, so die Verhandlungsführerin der Gewerkschaften. Somit wäre leider die Situation eingetreten, dass es vor den Ferien keine Lösung in dem seit anderthalb Jahren andauernden Tarifkonflikt gibt.

„Als Zeichen des guten Willens der Gewerkschaften und um den Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, noch vor den Ferien Ausweise zu erhalten, werden  wir den Streik in den Bürger- und Ordnungsämtern mit Dienstbeginn am Mittwoch, dem 16. Juli 2008 vorläufig aussetzen“, so Astrid Westhoff. (Quelle verdi Pressemitteilung) (mehr …)

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Einigung in Sicht?

Öffentlicher Dienst Berlins:
Tarifpartner nähern sich an

DNZS Logo35Berlin: In einer Pressemitteilung von verdi-berlin, die die Redaktion heute erhalten hat, lassen sich Einigungssignale ablesen.
 
 Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben zwar für den 1. Juli 2008 alle Beschäftigten in den Senatsverwaltungen, Bezirksämtern, Erzieherinnen in den Kitas und Schulhorten einschließlich der Lehrkräfte zu einem Streik aufgerufen, aber heute um 11 Uhr treffen sich Senat und Gewerkschaften zu einem weiterem Gespräch. Verdi betont allerdings, dass die Positionen noch weit auseinander liegen, belobigen aber, dass der Senat sich deutlich bewegt und eine Einigung in greifbare Nähe rücken könnte.
 
 Der Berliner Senat hat in der Verhandlung am 20. Juni 2008 eine Einmalzahlung von 300 € für das Jahr 2008 und die Zahlung eines Sockelbetrages von 50 € monatlich ab Mitte 2009 für alle Beschäftigten angeboten. Außerdem wurde die Bereitschaft deutlich, im Jahr 2009 über die Einführung des neuen Tarifrechtes TV-L/TVöD für das Jahr 2010 zu verhandeln, allerdings ohne automatische Übernahme der damit verbundenen Einkommenserhöhungen. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber das reicht noch nicht. Die Beschäftigten brauchen jetzt so schnell wie möglich eine spürbare Erhöhung der Einkommen und eine dauerhafte Erhöhung der Monatseinkommen wie in den anderen Bundesländern und in den anderen Städten auch“, sagte heute Astrid Westhoff, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin und Verhandlungsführerin in der Tarifauseinandersetzung mit dem Berliner Senat.

 

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Im ÖD Berlin wird weiter um eine Lösung geringt!

Berlin:Im ÖB-Berlin gibt es immer noch keine Einigung. Letzte Woche gab es mal wieder einen Streiktag. Der Tarifkonflikt im ÖD-Berlin rutscht in den Schlagzeilen immer weiter in den hinteren Seiten.

 Informationen zur aktuellen Tarifrunde in Berlin sind hier zu finden:

Verdi-Berlin-Brandenburg

Wir würden gerne auch Presseinformationen des Berliner Senates zum Tarifkonflikt für das Land Berlin hier verlinken. Wir können auf den Senatsseiten leider nichts finden.
Anscheinend hat der Senat kein Interesse daran die Bevölkerung zu informieren.

Über Linkempfehungen zum gegenwärtigen Tarifkonflikt wären wir sehr dankbar!

Ihre/Eure Dnzs-Redaktion

 

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