Recherche der Woche! "Staatslobyismus" ÖPP Deutschland AG

Artikelempfehlung: 29.01.2012 taz.de Kai Schlieter – Der Wirtschaftstrojaner

Haben Sie/Ihr schon einmal etwas von ÖPP Deutschland AG gehört? Eine Öffentliche und Private Lobbygesellschaft, ähh sorry- natürlich Beratergesellschaft, die das Geschäft auf Kosten der Steuerzahlerinnen vorantreiben soll.

ÖPP oder PPP -Public-Private-Partnership, übesetzt Öffentlich, Private Partnerschaften.
„Im weiteren Sinn steht der Begriff auch für andere Arten des kooperativen Zusammenwirkens von Hoheitsträgern mit privaten Wirtschaftssubjekten
Soweit so niedlich steht es im aktuellen Wikipedia-Entrag. (mehr …)

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Ach so! Wir Bloggerinnen und Blogger sind (für schlechten Journalismus) schuld?

Internet-Blogger und „Social Media“ suggerieren eine neue „Wahrhaftigkeit“. Sie haben einen Mythos freier, allgegenwärtiger Informationen geschaffen. Die Folge: klassische Medien und ihre Macher geraten auf die Verliererstraße. ….“
Auf dieses Zitat haben die NachDenkSeiten hingewiesen.

Das hat mir echt die Sprache verschlagen:

Die Projektgruppe zur Vorbereitung dieses 16. MainzerMedienDisputs, bestehend aus Claudia Deeg, Michael Grabenstroer, Professor Dr. Thomas Leif und Thomas Meyer, schreibt in einer Art thematischen Einführung folgendes:

„Der klassische Journalismus leidet. Verleger und Sender sparen. Weniger Geld, weniger Zeit, weniger Sorgfalt. Recherche wird klein geschrieben. All dies unterhöhlt das journalistische Fundament, die Qualität von Zeitungen, Magazinen, Funk und Fernsehen. Demgegenüber suggerieren Internet-Blogger und „Social Media“ eine neue „Wahrhaftigkeit“. Sie haben einen Mythos freier, allgegenwärtiger Informationen geschaffen. Die Folge: klassische Medien und ihre Macher geraten auf die Verliererstraße. Viele Journalistinnen und Journalisten finden sich plötzlich in der Orientierungslosigkeit wieder. Das geht einher mit Verlust ihrer Identität und der ehemals vorhandenen „Deutungshoheit“ im gesellschaftlichen Diskurs…
Quelle NachDenkSeiten- Titel:
Journalisten haben es schwer. Das ist aber kein Grund, die wahren Gründe des Versagens der Medien nicht beim Namen zu nennen

Schuld sind also immer die anderen. Statt mit den Blogcommunitys zu kommunizieren, werden Blogs und ihre Leserinnen verunglimpft.
Wir erinnern nur an den Medienskandal, den die taz letzte Woche aufgeklärt hatte.

Hier zeigte sich, wofür sich einige Journalisten hergeben: Wegen eines guten Essens wird oftmals auf gute Recherche verzichtet.

Meine Damen und Herren Journalist/Innen: Statt Schelte gegen andere ist doch wirklich Selbstkritik angesagt. Einige Taz Journalisten haben das hier getan. Und das ist auch zu begrüßen.
Ein guter Anfang. Nachahmung zwingend notwendig!

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Openleaks – Ab ins Netz und ohne "offenem Visier"

Openleaks startete die Testphase. Anders als bei wikileaks werden keine Dokumente direkt veröffentlicht, sondern für Whistle­blower sichere Leitungen zu Verfügung stellen, damit Informationen anonym weitergeben können.Das Leak -Projekt, das unter anderem mit der TAZ und dem Freitag kooperiert,startet zu einem Zeitpunkt wo der Innenmiweiterlesennister die widerlichen Rechtsanschläge in Norwegen missbraucht und dem „bösen Internet“ das anonyme austreiben will.

 

 

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Openleaks – Ab ins Netz und ohne "offenem Visier"

Openleaks startete die Testphase. Anders als bei wikileaks werden keine Dokumente direkt veröffentlicht, sondern für Whistle­blower sichere Leitungen zu Verfügung stellen, damit Informationen anonym weitergeben können. Das Leak -Projekt, das unter anderem mit der TAZ und dem Freitag kooperiert,startet zu einem Zeitpunkt wo der Innenminister die widerlichen Rechtsanschläge in Norwegen missbraucht und dem „bösen Internet“ das anonyme austreiben will.

Jakob Augstein: Herausgeber- Der Freitag;

„Das System kann Knotenpunkte der Freiheit schaffen, an denen sich eine neue Gegenöffentlichkeit festmachen kann. Openleaks ist die Hoffnung darauf, dass im Netz Räume bestehen bleiben, in denen es nicht um Macht, Sicherheit und Gewinn geht sondern um Demokratie.“

Quelle: Freitag.de

 

Reiner Metzger, stellvertretender Chefredakteur der taz:

„Der Journalismus ist angewiesen auf mehr oder weniger anonyme Tippgeber. Das Abzweigen von Dokumenten wird aber durch immer neue Überwachungstechniken in Unternehmen oder Behörden zunehmend erschwert. Mit Openleaks haben wir nun eine Möglichkeit, dem etwas entgegen zu setzen.“

Den Zugang zu Openleaks auf taz.de wird freigeschaltet unter
https://leaks.taz.de

Quelle taz.de

Dem Innenminister Friedrichs wird das gar nicht gefallen. Der rechts-konservative Hardliner versuchte letzte Woche, zwei Wochen nach den widerlichen Anschlägen in Norwegen, in einem Interview mit dem SPIEGEL Kapital aus dem Fall Breivik zu schlagen. Nicht die rechtspopulistische Hetze als solche, sondern das Internet trage die Verantwortung für die „Radikalisierung des Einzeltäters“, so die Quintessenz des Interviews.

Netzschauen Sie hier auch den Beitrag von jens Berger auf den NachDenkSeiten
:
Jens Berger: „Es lebe die Anonymität“


Fazit zum Start von Openleaks:
Ich habe als Herausgeber der Netzschau letztes Jahr den Appell gegen die Kriminalisierung von Wikilaeks mit unterstützt.
Natürlich gab und gibt es Kritik an dem Projekt wikileaks.Harald Schumann vom Berliner Tagesspiegel machte deshalb zu Recht deutlich: „Assange verweigert die Transparenz, die er fordert“

Openleaks soll transparenter werden. Das verspricht der Gründer Daniel Domscheit-Berg in einem TAZ-Interview. Ob das Projekt hält, was es verspricht werden wir beobachten. Jetzt erst mal ab ins Netz.

Fazit zum Innenminister und seinen „Offenem Visier“
Anonymität ist ein demokratische Garant für abhängig lebenden Menschen. Offenheit muss ein Mensch sich leisten können. Arbeitnehmer/Innen, die  nur den einen Job haben, können es objektiv es sich eben nicht leisten mit „offenem Visier“ ihre Meinung kund zu tun. Und was ist mit Arbeitnehmern, die mit Zivilcourage Missbrauch in ihren Firmen aufdecken wollen?
Natürlich kann unter dem Schutz der Anonymität missbrauch betrieben werden. Ohne Zweifel. Das gilt aber eben nicht nur für das Internet. Ein Randalierer im Fußballstadion z.B handelt auch, anonym, aus dem Schutz der Menge heraus. Aber müssen deshalb nun alle Fußballfans Namensschilder tragen oder sich vorher vom Polizeipräsidenten chipen lassen ?

Fakt ist. Wer die Anonymität verbieten will (Was auch im Netz gar nicht geht ohne aufwendige Netzsperren) will prinzipiell die demokratische Mitgestaltungskultur der kleinen Frauen und Männer. beseitigen und in Wahrheit filtern, zensieren und überwachen. Alles andere sind scheinheilige Vorwände.

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Was ist Openleaks?

Links:
Taz.de: Openleaks stratet mit TAZ -Beteiligung
Openleaks-Wikipedia
Homepage Openleaks

Blog2Blog

Netzpolitik org. Ein weiterer Rückschlag für Whistleblower

 

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