TVN-Bayern- GDL übernimmt Vereinbarungen mit verdi

(Nachtrag-TVN Bayern) Die GDL in Bayern will sich in Bayern als neue gewerkschaftliche Kraft im Nahverkehr etablieren. Deswegen haben sie ihre Zähne gezeigt und wollten den Tarifvertrag, den verdi mit dem KAV Bayern unterzeichnet hatte, zunächst nicht übernehmen.

Nach Wochenlangen Verhandlungen und Streikmaßnahmen im bayrischen ÖPNV haben sie dann am 15.11.2010 exakt das Tarifergebnis übernommen, dass schon tarifrechtlich bis dato  für die verdi-Mitglieder galt.

Lediglich mit einer gemeinsamen Erklärung, bis zum 31.12. 2011 Vorschläge zu erarbeiten, mit dem Ziel, beiderseitig zufriedenstellende Regelungen bei der zeitlichen Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (insbesondere im Fahrdienst) im kommunalen Nahverkehr herbeizuführen, konnte die GDL (vertreten durch die dbb Tarifunion) ihre Füße in der Verhandlungstür lassen.
Ob das ausreicht, neben verdi ein starker Tarifpartner zu werden, lässt sich erst zukünftig bewerten.


Fakten:


Der TV-N Bayern ist ein eigenständiger Tarifvertrag, der sowie im Entgelt, als auch im Mantel unabhängig vom TVÖD verhandelt wird.

Die GDL hatte unter dem Eindruck des Lokführerstreiks 2007 bei der DB in Bayern begonnen, im ÖPNV-Bayern, in erster Linie im Fahrdienst, Mitglieder zu werben.

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TV-N Bayern- Tarifpolitik an mehreren Fronten

Die Tarifverhandlungen im Bayrischen Öffentlichen Nahverkehr werden z.Z an mehreren Fronten durchgeführt. Während ,lt. br-online (1) , verdi  schon entsprechende Vorschläge angenommen haben soll, möchte die GDL einen entsprechenden Tarifvertrag für ihre Mitglieder zunächst nicht annehmen.
Auf der verdi Homepage Bayern/Verkehr sind z.Z keine Positionierungen, Tarifinfos oder Pressemitteilungen online gestellt. (mehr …)

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ÖPNV Bayern: Abschluss vor der letzten Endstelle

DNZS Logo35Die für letzten Montag angekündigten Streiks konnten letzten Woche Samstag in Bayern noch in letzter Minute abgewendet werden. Ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber für die Nahverkehrsbeschäftigten wurden von den Gewerkschaften in einer zweiten Urabstimmung angenommen. Die Verdi und GDL Mitglieder stimmten mit 52 % für den Abschluss. 
Einen besonderen Erfolg verbucht ver.di-Verhandlungsführer Riegler in der Beibehaltung der 38,5-Stunden-Woche. „Dadurch ist es uns gelungen, einen weiteren Arbeitsplatzabbau zu verhindern“, sagte Frank Riegler. (Quelle verdi Bayern)

Auf Arbeiterseite hört man aber lt. Nürnberger Zeitung andere Töne.
„Herbert Dombrowksy vom KAV macht  ganz deutlich, dass der Streitpunkt «Arbeitszeit» keineswegs vom Tisch ist: Der nun unterzeichnete Tarifvertrag läuft bis 30. Juni 2010 – nach dem abgelehnten ersten Arbeitgeber-Angebot wäre ab diesem Datum die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 39 Stunden verlängert worden. Für die Gewerkschaft ein Tabu, für die Verkehrsbetriebe ein Thema, das sie erneut aufs Tapet bringen – und darauf verweisen, dass weite Teile des öffentlichen Diensts bereits längere Arbeitszeiten vereinbart haben und auch die Busfahrer in allen anderen Tarifgebieten außerhalb Bayerns länger arbeiten, für meist weniger Geld. „

Herauszuheben ist sicherlich die soziale Komponente Sockelbetrag. Bund, Kommune, Land Berlin, Länder. In  allen Abschlüssen profitierten somit  die unteren Einkommensgruppen Prozental mehr, als die oberen Einkommensgruppen.

Der Abschluss für den Nahverkehr Bayern sieht folgende Gehaltszuwächse vor:

1. Sockelbetrag
Ab Januar 2009 werden alle Tabellenentgelte um 40,00 Euro erhöht.

2. Lineare Erhöhung
Die Tabellenentgelte werden zum 01.05.2009 um 3,1% erhöht

3. Einmalzahlung
Von Januar bis Juni 2010 werden monatlich 50,00 Euro zusätzlich gezahlt

4. Wechselschicht- und Schichtzulage
Die Schichtzulage wird auf 130 Euro und die Wechselschichtzulage auf 200 Euro ab 01.01.2009 erhöht.

5. Laufzeit
Bis 30.06.2010 (Quelle GDL München)

Gerne hätten wir noch eine Presserklärung von dem KAV Bayern verlinkt. Die Presserklärung ist aber nur noch im Mitgliederbereich zugänglich.

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