Urheberrecht: Freude verlinkt zu werden

(erste Veröffentlichung-07.03.2013). Egal ob Verlage oder Rechtsinhaber/Innen von Presseinhalten Ansprüche aus dem fast beschlossenen LSR f.P haben oder nicht:  Die Internet User/Innen haben den Eindruck, dass gewisse antiquierte Presse-Zombis das Internet und seine Chancen immer noch als Bedrohung empfinden. Statt Chancen zu verstehen, werden andere bekämpft. Aber es gibt auch Anbieter- (hoffentlich die meisten) , die sich freuen, wenn sie verlinkt werden..

Wenn ein News Aggregator, ein Blog oder sonstige Anbieter (mit oder ohne gewerbliche Absichten) Links mit Vorschautexten anbieten erfüllen sie im Prinzip einen gemeinen Zweck:
– sie fördern Diskussionen
– sie helfen die Informationsuchenden Angebote zu finden und zu filtern.
– sie helfen aufzuklären
– sie würdigen eine Leistung und entlohnen es mit einem Link und führen so die Nutzerinnen und Nutzer zu dem entsprechenden Angebot.

Die meisten haben das Prinzip auch verstanden und freuen sich über Verlinkungen bzw Hinweise.

————————————————————————————-
Wir listen deshalb nun an dieser Stelle Anbieter auf, die sich über Verlinkungen freuen und keine/oder trotzdem  Ansprüche aus dem fast beschlossenen Leistungsschutzrecht geltend machen wollen:

Fundstücke (werden ständig aktualisiert) (mehr …)

Weiterlesen

Bundestag verabschiedet Leistungsschutzrecht …. wenn zwei sich streiten…

Nun haben sie es getan. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche das umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverleger verabschiedet.

Im Grunde genommen war es zuletzt ein Streit zwischen Google und den Zeitungsverlegern. Jetzt haben beide nicht das bekommen, was sie eigentlich wollten.
Die Presseverleger wollten ein weitreichenden Schutz, der weit über News-Aggregatoren (z.B Google News) hinausgeht .
Google wollte das LSR komplett verhindern.
Beide Seiten haben mit Kampagnen versucht die Öffentlichkeit und die Abgeordneten zu beeinflussen. Allerdings verlief der Diskussion weitestgehend transparent.

Jetzt soll das LSR kommen, aber nur für Links und kleinste Textausschnitte (Snippets)Art wl

Eine Zusammenfassung von Marty Ludischbo

Weiterlesen

LSR: Wenn zwei sich streiten – freuen sich die Rechtsanwälte

Nun haben sie es getan. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche das umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverleger verabschiedet. 
Eine kleine Zusammenfassung von Marty Ludischbo

Im Grunde genommen war es zuletzt ein Streit zwischen Google und den Zeitungsverlegern. Jetzt haben beide nicht das bekommen, was sie eigentlich wollten.
-Die Presseverleger wollten ein weitreichenden Schutz, der weit über News-Aggregatoren (z.B Google News) hinausgeht .
-Google wollte das LSR komplett verhindern.
Beide Seiten haben mit Kampagnen versucht die Öffentlichkeit und die Abgeordneten zu beeinflussen. Jetzt soll das LSR kommen, aber nicht für Links und kleinste Textausschnitte (Snippets) (mehr …)

Weiterlesen

Netzschau: Links zu ACTA

Auge -GiUnser Netzschau-Service: Auge -Gi Wir sichten und empfehlen interessante Links heute und letzens im Netz
****** Aktuelle Links – Ruhr rein, Rhein raus*******

04.07.2012
EU Parlament lässt ACTA scheitern!!!!!

(Spon)
Beckedahl: „Acta kommt wieder-unter enderen Namen“ (fr-online)
Sieg der Straße (taz.de)
„Acta Ablehnung ist eine schallernde Ohrfeige für die Bundesregierung“ (Grün-Digital)
Pottblog: Acta ist soeben im Europäischen Parlament gescheitert (link)

****************************

——————————————————————–
(erste Bearbeitung dieses Beitrages am 26.02.2012)
In einigen Städten wird wohl auch künftig gegen ACTA protestiert werden.  Was ist das eigentlich für ein Handelsabkommen, dass die Gemüter so erregt? Mit einer Linksammlung möchten wir dazu beitragen Informationen über ACTA zu erhalten. Wir fangen klein an und hoffen auf eine breite Interaktivität, die uns bei der Suche nach interessante Links unterstützt.

Was ist eigentlich ACTA? (mehr …)

Weiterlesen

Wozu ein Leistungsschutzrecht? Interview mit DJU Vorsitzender Ulrich Janßen

(DNZS) Die Katze ist aus dem Sack. Mit einem Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR f.p) wird z.Z eine breite Diskussion im Netz geführt. Die einen schnurren, die einen fauchen. Wir begleiten die Diskussion und fragen in unseren Blogs bei betroffenen Akteuren nach.
Ein Akteur: Die zuständige Gewerkschaft DJU!
Wir haben uns letzte Woche mit dem Bundesvorsitzenden Ulrich Janßen unterhalten.


In unserem Gespräch haben wir auch nach der heftigen Kretik von Markus Beckedahl gefragt, der die DJU vorgeworfen hatte, „Kollateralschäden“ in Ordnung zu finden, „wenn die von den Verlegern versprochenen 50% der zu verteilenden Einnahmen an UrheberTM verteilt werden.“(Quelle)

Was sagt Janßen über Verwertungsgesellschaft, Vergütungssysteme und der entstandenen Rechtsunsicherheit bei vielen Bloggerinnen und Blogger?

Da Interview haben wir im DNZS-Politikblog veröffentlicht:

Teil 1:
„Wir haben uns das Leistungsschutzrecht weder ausgedacht noch es gefordert.“

Teil 2:
„Wir kämpfen für professionellen Journalismus. Und den kann es nur geben, wenn Journalistinnen und Journalisten von ihrer Leistung leben können“

———————————————————————— logo kleinweiß

Themennetzschau:
Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR f.P) hier weiter netzschauen

Weiterlesen

Leistungsschutzrecht: Ein Gespräch mit Ulrich Janßen, Bundesvorsitzender DJU/Ver.di

Wir haben uns das Leistungsschutzrecht weder ausgedacht noch es gefordert.“

Mit dem Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR f.p) sind große Irritationen und Unsicherheiten im Netz entstanden. Ein solches Gesetzesvorhaben ist auf ausdrücklichen Wunsch der Presseverlage im Koalitionsvertrag hineingeschrieben worden. Was sagt eigentlich die Deutschen Journalistinnen – und Journalisten-Union (DJU) dazu?

Wir wollten die Positionierung der DJU etwas genauer hinterfragen und haben deshalb mit dem Bundesvorsitzenden Ulrich Janßen ein Interview geführt. (mehr …)

Weiterlesen

Wikipedia:Protest gegen SOPA

Wikipedia streikt heute und schaltete seine englischsprachigen Seiten ab. Der Grund ist ein Gesetzentwurf im US-Kongress. Die möchten auf Druck der Film und Musikindustrie die Informationsfreiheit im Internet einschränken.

Streikbegründung Wikipedia

Die Freiheit des Internets ist in Gefahr.

Der zurzeit im US-Kongress diskutierte Gesetzesantrag SOPA (Stop Online Piracy Act) bedroht die Existenz von Wikipedia. Mit der Begründung, Urheberrechte schützen zu wollen, sind Maßnahmen vorgesehen, deren Anwendung Zensur bedeutet.

Die englischsprachige Wikipedia ist heute aus Protest gegen dieses Vorhaben abgeschaltet. Auch die deutschsprachige Wikipedia ist vom Gesetzesvorhaben betroffen.
Wie viele andere Websites auch machen wir daher klar:

Das Internet darf nicht zensiert werden!..
ganze Wikipedia-Mitteilung lesen:

Bereits im Dezember letzten Jahres hat die Netzkampagnen Organisation Avazz.org zu einer Protestaktion aufgerufen, an denen wir von der Netzschau(DNZS) uns beteiligt haben.

Weiterlesen

Der US-Kongress berät über ein Gesetz, das ihm eine weltweite Internet-Zensur erlauben würde

Aktion:Avaaz.org
Als besorgte Bürger rufen wir Sie dazu auf, für ein freies und offenes Internet einzustehen und gegen den Protect IP Act und den Stop Online Piracy Act zu stimmen. Das Internet ist ein wichtiges Mittel für den weltweiten Gedankenaustausch und zur Schaffung der Welt, die wir uns alle wünschen. Zeigen Sie echtes globales Führungsverhalten und tragen Sie dazu bei, diesen Grundpfeiler unserer Demokratie zu erhalten.

Mitmachen und mitunterzeichnen: hier
——————————————————–

Blog2Blog

Folgender Blogger hat mich auf diese Aktion aufmerksam gemacht:
Der Demokrat
: Blog 99 Prozent Blog- Titel: Wichtig! Rettet das Internet

Weiterlesen

Bayern LB – Aufklärung verboten

Die Staatsanwaltschaft München und bayrische Politiker haben offenbar keinerlei Interesse an Aufklärung. Statt das Gebaren rund um die BayernLB aufzudecken, haben sie das Attac Büro Frankfurt durchsuchen lassen. Attac hatte ein Gutachten einer Anwaltskanzlei über die BayernLB veröffentlicht, um zur öffentlichen Aufklärung beizutragen. Grund der Durchsuchung: Urheberrechtsverletzung. Die Linke im Bundestag findet das Unverhältnismäßig. Ein breite öffentliche Debatte bleibt aus. Darf es sein, dass ein Gutachten solcher öffentlichen Brisanz unter Verschluss gehalten wird?

Das Bundesbüro von Attac in Frankfurt am Main ist am  Donnerstagvormittag, den 14.04.2011 von der Staatsanwaltschaft München durchsucht worden. Laut Durchsuchungsbeschluss des Münchner Amtsgerichts wird dem Vorstand des Attac-Trägervereins vorgeworfen, mit der Veröffentlichung eines Gutachtens zur BayernLB auf der Attac-Homepage das Urheberrecht verletzt zu haben.

Es liegt nahe, in dieser Razzia eine Drohgebärde der Finanzindustrie und von Politikern, die sich ihrer Verantwortung nicht stellen wollen, zu sehen. Der Vorwurf der Urheberrechtsverletzung ist vorgeschoben, tatsächlich soll verhindert werden, dass bestimmte Informationen an die Öffentlichkeit gelangen“, sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis und eine der Beschuldigten. „Aber einschüchtern lassen wir uns nicht. Es war richtig, dieses Gutachten ins Netz zu stellen.“ Das Gutachten der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg hatte die Haftbarkeit des Vorstandes sowie des Verwaltungsrates der BayernLB festgestellt. Jutta Sundermann: „Diese Informationen gehören an die Öffentlichkeit.“

Das Gutachten war vom bayerischen Landtag bei der Kanzlei in Auftrag gegeben worden und behandelt die Frage der möglichen Haftbarkeit der Vorstände und Verwaltungsräte. Das als geheim eingestufte Dokument enthält zahlreiche brisante Aussagen und benennt klare Pflichtverletzungen der Verantwortlichen bei der BayernLB – darunter auch mehrere ehemalige Mitglieder der bayerischen Landesregierung. So heißt es etwa:  „... haben die Vorstandsmitglieder in schwerwiegender Weise schuldhaft ihre Überwachungspflicht … verletzt.“ Und: „Mit dem Aufbau der ABS-Investment-Portfolien hat der Vorstand der Bayern LB den dieser Landesbank durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben- und Wirkungskreis überschritten„. Sowie: „Infolge der Pflichtverletzungen sowohl des Vorstandes als auch des Verwaltungsrates ist der Bayern LB bereits ein Schaden entstanden….“

Im Rahmen des Untersuchungsausschusses im Landtag ist aus dem Gutachten zitiert worden, es wurde aber nie vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Attac hatte das Gutachten im November auf seiner Homepage veröffentlicht.

Steffen Stierle, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis sowie einer der Beschuldigten: „Die Zockerei der Banken hat Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Obwohl die Bürgerinnen und Bürger dafür zahlen mussten und müssen, wurden überall Informationsblockaden errichtet. Für eine demokratische Aufarbeitung und vor allem die Verhinderung künftiger Krisen ist aber Öffentlichkeit nötig.“ (1)

Die Budestagsfraktion Die Linke hat diese Maßnahme als „Unverhältnismäßig“ verurteilt.
Mit völlig überzogenen Aktionen wie der der Durchsuchung des Frankfurter Attac-Büros soll die kritische Öffentlichkeit eingeschüchtert und mundtot gemacht werden. Zum Glück ist das im Zeitalter des Internets nicht mehr so einfach. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Aufklärung und umfassende Information, wenn Milliarden Steuergelder schuldhaft verzockt werden. Die Beweise im Fall BayernLB dürfen nicht in irgendwelchen Schubladen verschwinden. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.(2)

Mainstream-Medien veweigern Debatte
Die Mainstream Medien berichteten zum Fakt im geringen Maße. Mit Bewertungen haben sie sich zurückgehalten. Gerade aber bei solchen Aktionen muss es eine breite Debatte geben.   Im Fernsehen wurde darüber meines Wissens gar nicht berichtet.
Darf es sein,dass Gutachten solcher öffentlichen Brisanz unter Verschluss gehalten werden?
Die Otto-Brenner-Stiftung kam bereits in einer Studie zu folgender Bewertung:
Der Mainstream des Wirtschaftsjournalismus hat die Deregulierung des globalen Finanzmarktes zustimmend beschrieben und positiv kommentiert; die Analyse von potentiellen Gefahren wurde systematisch vernachlässigt.“  (3) Jetzt soll Aufklärung auch noch vertuscht werden. Das Versagen der Medien in der Finanzkrise Teil 2

Fazit: Wer aufklären will sucht Lösungen. Wer das verhindern will sucht Gründe. Aufklärung BayerLB? Das ist verboten!

Quellen 1- 3:

http://www.attac.de/aktuell/presse/detailansicht/datum/2011/04/14/hausdurchsuchung-im-attac-bundesbuero-1/?cHash=a8f11e6dba65dc434f343f1382e69fa6

http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/durchsuchung-attac-buero-trifft-falschen/

http://www.otto-brenner-kompakt.de/abgeschlossene-projekte/zivilgesellschaft/projekte/themen-wirtschaftsjournalismus-krise-politik-finanzmarktpolitik-massenmedien-demokratie-3.html

Weiterlesen