Tarifrunde Länder 2015 / Einigung

Der Tarifkonflikt der Länder scheint zum Teil beigelegt zu sein. Nur für die angestellten Lehrer/Innen ist noch keine Einigung in Sachen Eingruppierung erzielt worden.

+ Die Tarifgehälter werden in zwei Schritten angehoben:
Rückwirkend zum 1. März 2015 steigen sie um 2,1 Prozent. Zum 1. März 2016 erfolgt ein weiterer Anhebungsschritt um 2,3 Prozent, mindestens aber um 75 Euro pro Monat.

+ Lt. Verdi wurde auch die Kürzung der Zusatzaltersversorgung abgewehrt.

+ GEW lehnt Angebot für Lehrkräfte ab / TDL dankt verdi und dbb und zeigt für GEW „kein Verständnis“


Pressemitteilungen:

verdi 28.03.2015

GEW PM 28.03.2015

Beamtenbund (dbb) – Homepage 28.03.2015

TDL (Arbeitgeberverband der Länder)- 2/2015

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Ulrike Herrmann ….

…. war , so meine Wahrnehmung, die einzigste, die im Politik Talk bei Jauch am vergangenen Sonntag, irgendwie ein Interesse an einer inhaltlichen Diskussion gehabt hatte. Stattdessen wurde der griechische Finanzminister mit einer aus dem Zusammenhang gerissen Aussage aufs Glatteis geführt. Wozu? Um einen Meinungstrend zu verfestigen? Ist diese Art von Politik-Talk im öffentlich rechtlichen Fernsehen wirklich noch zu ertragen?

hier der ganze Beitrag im Politik Blog
http://dnzs-politik.blog.de/2015/03/18/guenther-jauch-art-politischer-berichterstattung-gebuehrenfinanzierten-fernsehen-20192616/

Dabei wäre es mal angebracht gewesen mehr auf die inhaltlichen Aussagen von Ulrike Hermann einzugehen.
Das hielt er Jauch nicht für nötig. Wahrscheinlich hatte er auch keine Ahnung, um was es eigentlich bei der ganzen Schuldendebatte eigentlich geht.
Na egal:
Auf taz.de hat Ulrike Herrmann nun einen entsprechenden Artikel veröffentlicht, der das abbildet, was auch in der Sendung deutlich wurde. Die Kommunikation ist zerstört . „Die Eurokrise ist keine reine Wirtschaftskrise mehr – sie hat die Kommunikation zerstört. „
Ihre Kernbotschaft. Ein Schuldenmoratorium: „Eine Variante wäre, dass die Griechen erst dann einen Teil der Zinsen aufbringen müssen, wenn ihre Wirtschaft wieder wächst. Bis dahin würden sie in Ruhe gelassen. „.
Ich finde das klingt sehr vernünftig.

Hier der ganze Debattenbeitrag von Ulrike Herrmann auf taz.de

http://www.taz.de/!156464/

bitte hier kommentieren

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Günther Jauch! Was soll so eine Art von politischer Berichterstattung im gebührenfinanzierten Fernsehen?

Mit einer aus dem Zusammenhang gerissen Aussage wurde der griechischen Finanzminister Varoufakis aufs Glatteis geführt. Wozu? Um einen Meinungstrend zu verfestigen? Ist diese Art von Politik-Talk im öffentlich rechtlichen Fernsehen wirklich noch zu ertragen?

Am Sonntag hatte der Showmaster Günter Jauch in der ARD den griechischen Finanzminister Varofakis zu seinen politischen Talk geladen.
Wer nun gedacht hatte, die deutschen Fernsehzuschauer bekommen nun eine sach-und inhaltsorientierte Diskussion geboten, wurde leider enttäuscht. Allein schon die Sendungsankündigung auf der ARD Homepage : „Der Euro-Schreck stellt sich“ hätte eigentlich schon vermuten können, dass es um Emotionen, Schuldzuweisungen und das übliche, von der Bild-Zeitung angeheizte, Griechenland Bashing gehen wird. (mehr …)

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EZB Kurs befördert Rekord Dax – Bringt uns das neue EZB Anleihenprogramm wirklich weiter?

Seit gut einer Woche läuft das EZB Anleihenprogramm . Das machen sie um eine Deflation im Euroraum zu verhindern. Aber wirkt das? Der DAX knackt derweilen immer weiterer Rekorde.

Die letzte Verzweiflungstat der EZB läuft an. „Quantitative Easing“ (?) heißt das umstrittene Programm. Es soll eine mögliche Deflation im Euroraum entgegenwirken. Im Jahre 2014 lag die Inflationstrate in der Eurozone nur bei 0,4% (hwn) .
Im Prinzip ist das Programm ein gut gemeinter Vorstoß.  Aber ist gut gemeint auch gut gemacht?

1. Nachfrageimpulse bleiben weiterhin aus, weil ja jetzt schon die die billigen Kredite oftmals in Spekulationen versickern, statt in der Realwirtschaft anzukommen.
Was logisch ist. Wo keine ausreichende Nachfrage ist (wegen der Sparpolitik) bleiben Investitionen in Unternehmen und neuen Ideen aus.
Stattdessen geht die Party an der Börse erst so richtig los.
Der DAX knackte seine 12000 Punkte Marke.

2. Der Euro schmiert gegenüber den Dollar ab. Es geht Richtung einem Dollar.
   – Importe werden Teurer. Z.B der Sprit. Das treibt die importierte Inflation nach oben
   – Exporte aus dem Euroraum z.B im Dollarraum werden dadurch billiger. Die Exporte könnten ansteigen.

Letzteres könnte sich positiv auswirken. Aber durch höhere importierte Energiepreise bleibt wiederum weniger Geld um in der europäischen Binnenwirtschaft zu konsumieren. Linke Tasche, rechte Tasche? Wir werden sehen.

Fazit: Die Politik müsste die EZB Maßnahmen mit einer Investitionsoffensive begleiten. Und zwar da, wo die Deflation sich ausbreitet. In Südeuropa. Außerdem müssten die Löhne in den Überschussländern stark, in den Defizitländern moderat steigen.
Das hatte die EZB im Kern ja bereits im letzten Jahr zurecht angemahnt.

Es ist aber leider zu befürchten das beides ausbleibt, die Austeritätspolitik fortgesetzt wird und somit Quantitative Easing genauso in Spekulationen verpufft, wie die Niedrigpreispolitik. (Anm m.l).
Immerhin. Der letzte Tarifabschluss in der Metallindustrie lässt ein wenig Hoffnung aufblühen.

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Lohn u- Gehaltsentwicklung in der BRD und EU

Links zur Lohnentwicklung

+ 02.03.2015/Mindeslohnbereicht des WSI: Mindeslöhne in Europa wieder stärker gestiegen (hwn)

Eurostat: Reales verfügbares Einkommen der Haushalte (Verbrauchskonzept) pro Kopf *1 (hwn)
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eigene Berichte

+ Lohnentwicklung BRD/2014
(01.03. 2015) Die Löhne in der Bundesrepublik haben sich seit 2000 erstmals brutto um 1,4% gesteigert. Die Verluste aus dem verlorenen letzten Jahrzehnt endlich nach 14 Jahren ausgeglichen.
Im Wirtschafts-Blog sind die aktuellen Zahlen veröffentlicht und verlinkt. Dazu einige Gegenüberstellungen und Anmerkungen.

Der WSI und das Statistische Bundesamt haben unterschiedliche Zahlen veröffentlicht. Auf Nachfrage beim WSI konnten wir die Diskrepanz der Zahlen nachvollziehen. Erklärung im Beitrag…  hier weiterlesen


+ Lohnentwicklung BRD/2013  (hwn)

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*1 Zahlen von 2012/zum Teil 2013 – andere Zahlen beim Netzschauen nicht gefunden………….

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Lohn / Gehalts-Entwicklung 2014

Reallöhne in der Bundesrepublik steigen weiter.
Aber zu 2000 erst jetzt Reallohnsteigerungen (brutto)

Jetzt, nach 14 Jahren,  ist im Vergleich zu 2000 ein Brutto- Reallohngewinn für die Arbeitnehmer/Innen  erzielt worden. Netto dürften viele immer noch im minus sein.

Das WSI und das Statistische Bundesamt haben dazu unterschiedliche Zahlen veröffentlicht.
Hier der Zahlenvergleich: (mehr …)

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Nachtrag – Lohnentwicklung

Die Löhne haben sich seit 2000 erstmals brutto um 1,4% gesteigert.

Ich habe hier die aktuellen Zahlen veröffentlicht und verlinkt. Dazu einige Gegenüberstellungen und Anmerkungen.

http://dnzs-wirtschaft.blog.de/2015/03/02/lohn-gehalts-entwicklung-20154081/

Im Februar feierte die Wirtschaftspresse diese Entwicklung als Erfolgsmeldung!

Wirklich? Nach 14 Jahren die Reallohnverluste der Arbeitnehmer/Innen aus dem letzten Jahrzehnt als Erfolg zu verkaufen ist schon wirklich tragische Polemik.

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Tarifunde 2015 – TV-L / Länder

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Jahr können wir leider aus zeitlichen Gründen die Länder-Tarifrunde 2015 nicht so begleiten, wie Sie es in der Vergangenheit gewohnt waren.
Dieses Tarifblog ist ein Projekt von DNZS-Die Netzschau. Wir sind ein Non-Profit Projekt. Die Inhalte leben vom Ehrenamt.

Gerne aber können Sie mithelfen, dass diese Hobby-Publikation nicht stirbt.
Sie sind im Umfeld dieses Tarifbereiches gut informiert. Sie wollen Infos im Netz verlinken (Netzschau) und die eigene Meinung miteinander verknüpfen? Dann helfen Sie mit, schreiben Sie mit?

Kontakt: info(ät)dnzs(punkt)de

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Über die aktuelle Tarifrunde können Sie sich auf folgenden Seiten informieren:

Öffentlicher Dienst.Info – Sonderseiten zur Tarifrunde 2015 (hwn)

Gewerkschaften
verdi-TV-L
DBB – Sonderseiten zur Tarifrunde 2015 (hwn)

Arbeitgeber
TDL – Homepage

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Was hätte ein Grexit für Folgen? Teil 2 – Staatsschulden und Schuldendienst

zu Teil 1
von Marty Ludischbo und Jörg Lambrecht
Bevor wir  über wirtschaftliche und politische Folgen eines Grexit sprechen wollen, werden wir uns hier im zweiten Teil  noch einmal mit Fakten auseinandersetzten, um die Frage zu beantworten, unter welchen Szenarien der griechische Staat seine Schulden überhaupt refinanzieren kann oder nicht kann.

Wir wollen aber zunächst noch mal klären: Was sind eigentlich Staatsschulden, wer kauft sie und kann ein Staat eigentlich Schulden komplett zurückzahlen? Und natürlich die spannende Frage: Hilft ein Schuldenschnitt? (mehr …)

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Griechenland-Szenarien : Grexit oder No Grexit?

von Marty Ludischbo
 Es wird Ruhr rein Rhein raus über ein möglichen Austritts Griechenland aus der Eurozone diskutiert. (Grexit).
Die Geschichte ist aber noch nicht geschrieben. Es kann auch noch anders ausgehen…

In einer DNZS-Serie und Debatten Netzschau beschäftigen wir uns mit den möglichen Folgen eines Grexit. Aber es muss ja nicht so kommen. Deswegen fassen wir hier noch einmal die möglichen 3 Szenarien der aktuellen Diskussion zusammen. Schwerpunkt der Diskussion ist: Unter welchen Szenarien wäre der griechische Staat überhaupt in der Lage Schulden zu bedienen. (mehr …)

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