Gustav Horn über Wirtschaftswissenschaft und wirtschaftspolitischen Alternativen

NachDenkSeiten - Die kritische WebsiteHinweis:

Interview Thorsten Hild (Wirtschaftsexperte) mit Gustav Horn, Gustav Horn ( Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)).

Neben den wirtschaftspolitischen Alternativen geht es aber auch um die augenscheinliche Beratungsresistenz innerhalb der SPD. Gustav Horn berät u.a SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Gustav Horn: „Ich habe den Eindruck, dass die Wirtschaftspolitik in Deutschland nicht auf der Höhe der Zeit ist.“

veröffentlicht auf den NachDenkSeiten

 

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Eurorettungsschirm – Bundestag stimmte zu- Kleine Netzschau und Linkempfehlungen

Wie erwartet stimmte der Deutschen Bundestag für eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms. Schwarz-Gelb sicherte Merkel die Kanzler-Mehrheit.

Hier eine kleine Netzschau

Kanzler-Mehrheit für Rettungsschirm . taz.de

Im Vorfeld schrieb Blogger (und Blogfreund der Netzschau) Rudolf Homann: EURO- heute geht es ums Eingemachte
DGB Chef Sommer sieht keine vernünftige alternative zum Rettungschirm. Das bekräftigte er auch nochmal in einem Interview beim Deutschlandfunk.

Die NachDenkSeiten veröffentlichten noch während des Abstimmungsverfahren folgenden offenen Brief von Heiner Flassbeck an Wolfgang Schäuble
Auch wenn es fast sinnlos ist, einem „Ochs ins Horn zu pfetzen“, was bleibt uns anderes übrig.

Spiegel online schreibt: (erleichtert oder lästernd?) Schwarz-gelb feiert Zittersieg und der westen.de spricht von „aufatmen„, trotz der „13 Risse“ in der Koalition.

Und wie stimmten die Parteien ab?

Außer die Partei „Die Linke“  und ein paar anarchokapitalistische Abweichler aus der Regierungsfraktionen stimmten fast alle mit „JA“. Ja und Nein Stimmen wurden teilweise aus den unterschiedlichsten Gründen abgegeben. Ich verzichte allerdings hier auf eine ausführliche Netzschau.

Fazit: Diese Maßnahme zur „Euro-Rettung“ kauft höchstens ein bisschen Zeit.  Eine Lösung ist das sicherlich nicht. Und ich bin ganz ehrlich. Ich werde immer pessimistischer. Alle solche Rettungsmaßnahmen nützen m.E nichts, wenn an der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik festgehalten wird. Außerdem bedarf es effektive Maßnahmen , um die wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Euroraum zu regulieren.

PS: Zum Thema Euro-Rettung möchte ich noch auf einem Artikel von Harald-Schumann aus dem Berliner Tagesspiegel vom 26.09.2011 aufmerksam machen.  Es ist eine Mischung aus Aufklärung und Satire.

Titel: Mit Dummheit Geld verdienen

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blognetz-online
Artikel aus dem Netzwerk:

Schwarz/Gelb  schafft Kanzlermehrheit – Star Herald

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"Ich fange an zu denken, dass die Linke vielleicht doch Recht hat"

… das sagt ein Konservativer der ersten Thatcher Stunde.
Kommt jetzt die Einsicht, dass die Monetaristen (der Markt wird alles richten) sich geirrt haben?

Lesempfehlung: Der rechte Abschied von der Politik

Der rechte Abschied von der Politik“ ist die Überschrift eines Artikels im Züricher Tages-Anzeiger, den ich zu den besten Artikeln zähle, die zumindest in diesem Jahr erschienen. Der Autor, Constantin Seibt, hat in detailverliebten Worten die Krise beschrieben, die uns alle in den Abgrund drängen kann……

Dazu ein Kommentar von unserem blognetz-Partner Martin Schnakenberg

von Michael Angele „Lasst euch umarmen Genossen“

von Albrecht Müller – NachDenkSeiten: „Ein wichtiger Text für Ihr Gespräch mit „guten alten Konservativen“


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Wie die EU kaputt geholfen wird – Was bewirken die Rettungsschirme?

von Martha Brauch/Blog Muskelkater

cropped-9-muskelkater41„Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“ ist ein altes Sprichwort, das in der heutigen Zeit die EU scheinbar gebraucht, um noch nicht auf den absurden Spartrip gekommene Länder dort hin zu zwingen, wo die europäische Wirtschaft sie haben will. Das Versagen der Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsmärkte als Dauerzustand und Wesensmerkmal des Neoliberalismus wird immer mehr Bürgern erkennbar und wird trotzdem immer rigoroser betrieben.

Bei der Immobilienkrise versuchten die Banken viele sozial schwache US-Bürger dahingehend zu animieren, ihr gesamtes Leben auf Pump zu bestreiten. Den Banken war von vorne herein klar, dass diese Kredite nie zurückgezahlt werden. Sie versicherten die Ausfälle bei anderen Instituten, die wiederum das gleiche taten. Das Ausfallrisiko gab man dadurch immer weiter. Nach den ursprünglichen Krediten bestand das eigentliche Geschäft aus den Ausfallversicherungen, im Besonderen aber aus betrügerisch mit faulen Krediten zusammengestellten Fonds. Ein ausgeklügeltes Schnellballsystem, von einigen Wenigen ausgedacht, das seinesgleichen sucht. Aber – sind Schnellballsysteme nicht verboten? Weil Banken fest untereinander verbunden sind, kam es zur weltweiten Bankenkrise. Schon da wurden – als Belohnung für Spekulationen der Banken – für die Bankenrettungsschirme die Steuerzahler herangezogen. Danach konnten die Banken ungeniert weiter spekulieren. Es gibt für Banken keine Schranken oder Auflagen um dieses Gebaren einzudämmen, etwa in der Art, wie z. B. Staaten, über denen der Pleitegeier schwebt, auferlegt bekommen. (mehr …)

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Griechenland – den Abgrund fest im Visier

von Steffen Bogs, Blog Querschüsse
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Gestern berichtete das griechische Statistikamt ELSTAT in der 2. Schätzung zum 3. Quartal 2010, von einem noch schwächeren realen BIP-Wachstum, als in der 1. Schätzung. Um -1,3% (ursprünglich -1,1%) zum Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung. Zum Vorjahresquartal fiel das reale BIP sogar um -4,6%! Damit wird immer deutlicher, was vorher schon klar war. Die den Griechen durch IWF und EU aufgezwungenen Austeritätsmaßnahmen führen in die Sackgasse. Statt die Wirtschaft mit strangulierenden Sparorgien abzuwürgen, muss man Wachstum organisieren, denn ohne Wachstum kann Griechenland seine Schuldenpyramiden nicht tragen und schon gar nicht abtragen. So wird die Pleite Griechenlands zum selbsterfüllenden Ereignis einer verfehlten europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik werden.


Die Entwicklung des realen griechischen BIPs im Vergleich zum Vorjahresquartal.


Die Summe aller nominalen Arbeitnehmerentgelte je Quartal seit Q1 2000. In Q3 2010 sanken die nominalen Arbeitnehmerentgelte um -6,07% zum Vorjahresquartal auf 20,520 Mrd. Euro.

Die Arbeitnehmerentgelte spiegeln die Gesamtbruttosumme aller Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer, Angestellten, Beamten, inkl. aller in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehenden, inklusive der Sozialbeiträge der Arbeitgeber wider.



Im Vergleich die Entwicklung der nominalen (blau) und der realen (verbraucherpreisbereinigten – (rot)) Arbeitnehmerentgelte je Quartal seit Q1 2000 in Griechenland. Seit dem 1. Quartal 2000 bis Q3 2010 stiegen die nominalen Arbeitnehmerentgelte jenseits des Produktivitätsfortschritts um +85,6%, in der Spitze zu Q3 2009 sogar um +97,6%. Auch real ging es noch komfortabel voran, um +31,17% bis Q3 2010 und in der Spitze zu Q1 2009 sogar um +48,1%.

Nachdem man dieser Fehlentwicklung, die nicht mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit gedeckt war, jahrelang untätig zugesehen hatte, versucht man dies nun mit brachialer Gewalt zu korrigieren, ökonomische betrachtet kommt dies dem Todesstoß, einer unterentwickelten und auf Konsum basierenden Wirtschaft gleich. Denn schlimmer noch als mit nominalen -6,07% bei den Arbeitnehmerentgelten im 3. Quartal 2010 ging es bei den realen (verbraucherpreisbereinigten) Arbeitnehmerentgelten abwärts, um beispiellose -11,02%!


Die Entwicklung der realen (verbraucherpreisbereinigten) Arbeitnehmerentgelte im Vergleich zum Vorjahresquartal von Q1 2001 bis Q3 2010. Um brachiale -11,02% sanken die realen Arbeitnehmerentgelte in Q3 2010. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Wirtschaft, wenn solch ein fulminanter Realeinkommensverlust in eine prosperierende Wirtschaft münden würde.

Die -11,02% übertreffen sogar noch die Negativschätzung der griechischen Zentralbank, welche in dem Zwischenbericht zur Geldpolitik vom 26.10.2010 mit einem Reallohneinbruch in der Gesamtwirtschaft von “nur” -8% ausging.

Daran gemessen sanken die Konsumausgaben der privaten Haushalte sogar noch “moderat” um -5,8% zum Vorjahresquartal:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Entwicklung der realen privaten Konsumausgaben seit Q1 2000 bis Q3 2010. Auch in den nächsten Quartalen dürfte sich der Niedergang bei den privaten Konsumausgaben weiter beschleunigen, denn trotz des bisherigen Einbruchs betrugen die realen privaten Konsumausgaben in Q3 2010 immer noch unhaltbare 73,6% des realen BIPs.

Außerdem dürften die Einkommenseinbußen der privaten Haushalte erst mit einem gewissen Zeitverzug auch bei den Konsumausgaben noch deutlicher zuschlagen, denn meist wird solange es das Ersparte und der potentielle Kreditzugang noch hergeben, versucht den Status Quo beim Konsum zu halten.

Wärmstens empfehle ich noch mal den Querschussartikel: Griechenland wird in die Depression gespart, mit seinen zahlreichen Grafiken durchzuscrollen, welche die hoffnungslose Lage der Griechen, selbst an Hand offizieller Wirtschaftdaten unbestechlich dokumentieren.

Quelle Daten: Statistics.gr/PDF 2. Schätzung zum BIP Q3 2010, Statistics.gr/ELStat-Statisikportal

Kontakt: info.querschuss@yahoo.de

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Erst-Veröffentlichung Blog Querschüsse am 10.12.2010
Mit freundlicher Genehmigung von Steffen Bogs, Artikel und Grafiken in der Netzchau zu übernehmen.
Es gelten die Lizensbedingungen vom Blog Querschüsse

Wenn Ihr Querschüsse per PayPal mit einem beliebigen Betrag unterstützen möchtet, bitte den Button im Blog Querschüsse anklicken:

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"Europäer gehen gemeinsam in die Deflation"

Während der Mainstream und Teile der Gold und Edelmetallfans die Inflation herbei reden, gibt es doch noch Ökonomen die eine primäre Gefahr vor Augen haben, die bald in Europa Einzug erhalten wird, wenn gerade Deutschland in der Außenhandels – und Wirtschaftspolitik keinen Kurswechsel vornimmt.
Die Deflation (fallende Preise, fallende Löhne, weniger Nachfrage, weniger Investitionen,mehr Arbeitslosigkeit,noch höhere Statasverschuldung)

Es ist zwar Richtig, dass eine Inflation Geld entwertet.
Bei einer Deflation aber zahlen:
– die Arbeitnehmer mit ihrem, Arbeitsplatz (verlust)
– die Empfänger/Innen von Sozialleistungen (ALG 2 etc) werden Leistungskürzungen diktiert (weil die Einnahmen immer weiter sinken werden)
– der kleine, die kleine Selbständige, wird sein Lädchen, ihr Projekt bzw. ihre Unternehmung en mangels Nachfrage dicht machen müssen.


Einmal in die Deflationsspirale gefangen, gibt es kaum noch ein zurück. Da ist ein Geldentwertung, die hauptsächlich die Geldbesitzer zahlen müssten, doch eher harmlos. Allerdings ist die ideologische Befangenheit unserer mittelmäßigen Führungselite in Politik und Wirtschaft zu groß, um das zu verstehen. Da verweisen sie (die Meinungsführer) auf Japan, die mit der Deflation sehr gut leben. „Das ist Bereinigung“ skandieren die Marktliberalen. Vergessen wird, dass Japan, als Folge der Deflation, eine Staatsverschuldung vorbringt, wo Griechenland-Schulden (
115,1 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt. )da eher wie etwas höhere Verbindlichkeiten erscheinen. Die japanische Staatsverschuldung lag Ende 2009 bei 192% des Bruttoinlandsprodukts (Quelle 24)! Das ist nach Zimbabwe der zweithöchste Stand auf der Welt und fast dreimal so hoch wie in der EU und den USA. (1)

Ungleichgewichte werden  als Problem kaum beschrieben.
Natürlich. Es kann nicht sein, was nich sein darf. Und trotzdem skizziert
Heiner Flassbeck richtigerweise noch einmal die globalen Ungleichgewichte zwischen Leistungsbilanzüberschüsse und Defizite.

„Auf der einen Seite die Länder, die weit unter ihren Verhältnissen gelebt haben, das sind all diejenigen, bei denen das gesamte Land einen Überschuss gegenüber dem Rest der Welt aufweist, die Länder mit Leistungsbilanzüberschuss also. Auf der anderen stehen diejenigen, die Leistungsbilanzdefizite aufweisen, also über ihren Verhältnissen gelebt haben, weil sie als Land insgesamt mehr ausgeben als eingenommen haben. „

Heiner Flassbeck fordert einen enormen Binnenmarktschub für Deutschland

„(….)… lautet die Regel für vernünftiges Verhalten, dass diejenigen Staaten, die Leistungsbilanzüberschüsse aufweisen und zudem eine relativ geringe Staatsverschuldung wesentlich mehr zur Anregung der Binnennachfrage tun sollten als diejenigen, die bei beidem hoch im Defizit sind. Nach diesem einfachen Muster gibt es genau zwei Länder auf dieser Welt, die prädestiniert wären für eine Anregung der Binnennachfrage und auch groß genug wären, um das zu leisten: China und Deutschland. Da China mit einem unglaublich massiven staatlichen Anregungsprogramm und boomender Binnennachfrage sowie explodierender Importe seinen Teil schon getan hat, gab es zuletzt nur noch einen Kandidaten auf der Liste…(….)“

Und so Sparen wir nun in Europa um die Wette (nach deutschen Vorbild)

Heiner Flassbeck weiter:
„…(……)..Die Europäer gehen gemeinsam in die Deflation, weil überall der Gürtel enger geschnallt und Löhne gesenkt werden. Die kurzfristigen Gewinne an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Rest der Welt durch die Lohnsenkung und den schwachen Euro werden sie eine Weile in dem Glauben bestärken, den richtigen Weg gefunden zu haben „…(……).

Die Export-Industrie wird es freuen. Je schwächer der Euro, desto billiger können sie im Ausland verkaufen. Je mehr im Sozialbereich gespart wird, desto (noch) mehr werden durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse und noch höherer Arbeitslosigkeit die Löhne gedrückt. Gewinner: Die Export Industrie. Sie werden wettbewerbsfähiger denn je. Was nützt es nur, wenn die Überproduktionen aus Defizitländern gekauft werden, die irgendwann ihre Schulden nicht mehr bedienen können?
Die europäische deutsche Antwort: Sparen, Sparen Sparen. Ende! Deflation!

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Quellen:
… den ganzen Artikel von Heiner Flassbeck  auf den NachDenkSeiten lesen
Das Falsche zur falschen Zeit am falschen Ort

(1)
http://www.staatsverschuldung.de/japan.htm

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:kampf-gegen-die-deflation-bank-of-japan-oeffnet-die-schleusen/50089591.html

weitere Links zum Thema:

Blog2BlogDer Spiegelfechter (Jens Berger)
Frankreich gegen Deutschland

Krieg der Ideologien
Königsweg Inflation?

Ursula Englen-Kefer: Sparpaket wird zum Bummerang
Ludischbo im Ruhrpottforum: Finanzhilfen für Griechenland

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"Merkels „Sparpaket“ wird zum Bumerang"

Von Ursula Engelen-Kefer
nds_banner_156x60_roundedDas „Sparpaket“ der Bundesregierung hat nicht nur eine eklatante soziale Schieflage, sondern es wird ihr wie ein Bumerang mit höherer Arbeitslosigkeit und höherer öffentlicher Verschuldung vor die Füße fallen. Dies ist die leidvolle Erfahrung mit den Sparprogrammen verschiedener Bundesregierungen seit den Erdölkrisen in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre schon unter der sozialliberalen Koalition. Weitere Höhepunkte derartiger verfehlter Konsolidierungspolitik waren: die Sparmaßnahmen zur Reduzierung der Schuldenberge infolge der Fehlfinanzierung der Deutschen Einheit sowie zur Einhaltung der europäischen Stabilitätskriterien bei der Einführung des Euro unter der schwarz-gelben Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl bis hin zur Agenda 2010 der rot-grünen Bundesregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder.

In allen Fällen waren die Sparmaßnahmen vorwiegend auf die Einschränkungen sozialer Leistungen und zusätzlicher Belastungen für die unteren Einkommensbezieher ausgerichtet. Sie haben Wirtschaftswachstum sowie Beschäftigung reduziert. Entsprechend sind die Arbeitslosigkeit und öffentliche Verschuldung erheblich angestiegen. weiterlesen

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Wird der Wahlbetrung noch heute offenbart?

Ganz Deutschland diskutiert über die Spar-Klausurtagung der Bundesregierung.
Da kann auch die Vorfreude auf die Fußball WM nichts dran ändern. Alle erwarten, dass heute, in einer Pressekonferenz mit Kanzlerin und Vize-Kanzler, der Wahlbetrug offenbart wird. Die FDP zog mit dem Slogan. „Mehr netto vom brutto“ in den Wahlkampf. Das werden sie nicht mehr halten können. Dabei war ihnen schon vorher die Haushaltslage klar. Bankenrettung, Konjunkturprogramme, niedrigere Steuereinnahmen auf Grund der deflationären wirtschaftlichen Gesamtlage etc.p.p. Und da können sich die Liberkons nicht mit der Eurokrise herausreden. Jeder weiß, dass solche Szenarien immer in Stabskreisen diskutiert worden sind. Ach müssen. Alles andere wäre dilettantisch. Obwohl wer weiß. So wie die Regierung bei der Eurokrise handelte war ohnhin mehr als dilettantisch. Und natürlich werden, denen noch mehr weggenommen, die ehe nichts haben und sich vor allem kaum wehren können. Die Bezieher/Innen Transferleistungen. Aber sicher werden auch Kilometerpauschale und Steuerfreiheit für Nacht,Feiertags und Sonntagszuschläge auf die Tagesordnung kommen. Auch wenn CSU und FDP über das „wie“ noch um zanken. Ein höherer Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung ist schon fast beschlossene Sache.
Der Wahlbetrug rückt immer näher. Aber der Vizekanzler hat ja schon gestern die rhetorische Linie gefunden. „Freibier wird es nicht geben, sonst fährt der Karren an die Wand.“ Heißt so viel wie: Tut mir leid. Ich hätte ja gerne, aber die Sachzwänge… usw. usw. Wir alle kenenn dieses politische Wendesprache!
Wetten dass?
Ober wird das eigentliche Horrorpaket erst in einer möglichen WM-Euphorie in den Medien platziert werden? Im laufe des Tages wissen wir mehr

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Nicht mehr als Wahlkampfgetöse

Populistisches schwarz-gelbes Wahlkampfgetöse. „Schäuble und Westerwelle zögern bei den Griechenlandhilfen“  hört man Ruhr Rhein, Rhein raus. (1) Warum ist eindeutig. Die Herren wissen, dass diese Hilfen bei der deutschen Wählerschaft nicht gut ankommen. Also einfach mal zögern, obwohl die Entscheidung für Hilfen längst gefallen ist.

Der Spiegelfechter, Jens Berger beschreibt in der Telepolis eine zutreffende Analyse und weist auf das eigentliche Problem hin.
Das Verhältnis (oder Missverhältnis) der Überschussländer und der Defizitländer im Euroraum.

... „Deutschland hat über Jahre hinweg seine Wettbewerbsfähigkeit um den Preis von Dumpinglöhnen und einer Drosselung der Binnennachfrage gestärkt, während andere Staaten ihren Bürgern eine Teilhabe am Aufschwung der Wirtschaft gewährt und damit ihre Konkurrenzfähigkeit geschwächt haben. Heute sitzt mit Deutschland ein wirtschaftlicher Gigant im Zentrum der Eurozone, der seine Waren auf Kredit an seine Nachbarn verkauft.
Außenhandelsüberschüsse lassen sich nur dann realisieren, wenn ein anderes Land Außenhandelsdefizite aufweist..
.“Quelle Telepolis

Darauf habe ich auch schon einmal im Ruhrpottforum hingewiesen. Ein User zweifelte daran, dass der durch Hartz 4 geschaffene Niedriglohnsektor etwas mit Griechenlands Probleme zu tun hat.

Doch etwas schon.
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(1) Quellen:

http://www.finanzzeug.de/archives/schaeuble-griechenlandhilfe-koennte-immer-noch-verweigert-werden-13188

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland544.html

http://www.die-newsblogger.de/griechenland-hilfen-stabilitat-des-euro-ist-nationale-aufgabe-107148

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